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21.2.2017 : 8:21 : +0100

Aktionen

Lingen: 700 Menschen demonstrieren für die Schließung der Uranfabrik und einen Exportstopp

29.10.2016 - Es kommt nicht alle Tage, dass in Lingen 700 Menschen zusammen kommen, um gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Als wir 2012 zum ersten mal mit einer Sitz- und Luft-Blockade gegen die Brennelementefabrik in Lingen protestierten, war diese Anlage in der Antiatombewegung so gut wie kein Thema – und in der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Die regelmäßigen Demonstrationen und Blockadeaktionen in der Innenstadt und an der Brennelemenefabrik haben Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt.

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Weltweit Proteste gegen Greenwashing-Deal der ICAO

7.10.2016 - Heute geht die 39. Hauptversammlung der ICAO, der Internationalen Organisation für zivile Luftfahrt, zu Ende. Weltweit haben während der Verhandlungen Menschen gegen das so genannte „Carbon Neutral Growth“-Konzept der ICAO protestiert. Auch Robin Wood protestierte am Frankfurter Flughafen, dem größten deutschen Airport.

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Zum 30. Jahrestag der spektakulären Kühlturmbesetzung am AKW Cattenom in Lothringen

6.10.2016 - 10.10.1986 - Gemeinsame Pressemitteilung von ROBIN WOOD und Aktion 3. Welt Saar - Es war die bis heute spektakulärste Widerstandsaktion, die vor genau 30 Jahren an den vier Atommeilern im französischen Cattenom an der Mosel stattfand: Am Morgen des 10. Oktober 1986 bestiegen neun Aktivisten von Robin Wood einen Kühlturm in Cattenom und hissten ein Transparent „Strom ja – so nicht! Non au Nucleaire“.
Unterstützung bekam die Hamburger Umweltschutzorganisation von der französischen Partnerorganisation Robin des Bois sowie von der Aktion 3.Welt Saar, die verantwortlich mitarbeitete in der Internationalen Aktionsgemeinschaft gegen Cattenom. Anlass der Aktion war das Festhalten der französischen Electricité de France (EDF) und der deutschen Betreibergesellschaft Preussen Elektra am Weiterbau der Atomkraftwerke Cattenom und Brokdorf – trotz des Atomunfalls in Tschernobyl im gleichen Jahr, der Europa bis heute radioaktiv belastet.

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Zum Internationalen Tag des Kaffees: Umweltorganisationen rund um die Welt fordern das Ende des Wegwerfbechers

29.9.2016 - ROBIN WOOD geht erneut gegen die Papierverschwendung von BackWerk vor - Ex und hopp – Milliarden Wegwerfbecher aus Papier landen nach kurzem Gebrauch im Müll. ROBIN WOOD will das stoppen und veröffentlicht heute am Internationalen Tag des Kaffees gemeinsam mit dem Environmental Paper Network das „Cupifesto“– ein Manifest für eine Welt ohne Wegwerfbecher.
Das Manifest wendet sich dagegen, dass für Wegwerfbecher Ressourcen verschwendet werden – zu Lasten von Wäldern, Wasser und Klima. Als ökologische Alternative kann Mehrweggeschirr aus Keramik, Edelstahl oder Hartplastik verwendet werden.

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188. Montagsdemo im Frankfurter Flughafen: Das Klima schützt, wer weniger fliegt

26.9.2016 - Über 200 Menschen demonstrierten heute im Frankfurter Flughafen für weniger Flieger. ROBIN WOOD war eingeladen, am Vorabend der ICAO über Klimawandel und Flugverkehr zu sprechen.

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Atomtransporte im Norden: Ereignisreiche Woche

25.9.2016 - Aktivist*innen der Hamburger Kampagne gegen Atomtransporte haben eine ereignisreiche Woche hinter sich. Los ging es am vergangenen Sonntag mit dem Stadtfest in Buchholz i.d.N. Auf der Bio-Oase verteilte der Runde Tisch für Natur- Umwelt- und Tierschutz Informationen über Atomtransporte. ROBIN WOOD war mit einem Infostand und Schnupperklettern für Großen und Kleinen dabei. Am Mittwoch 21.9. folgte dann eine gut besuchte Lesung gegen Atomtransporte in der Stadtbücherei. Ein Aktivist erzählte über Aktivitäten im Rahmen der Kampagne gegen Atomtransporte und über die Kletteraktion von vergangenem April gegen einen Uranzug am Buchholzer Bahnhof

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S21 – ROBIN WOOD fordert: Umstieg jetzt! / Kletterprotest bei der inszenierten Grundsteinlegung für den Tiefbahnhof

16.9.2016 - ROBIN WOOD-KletteraktivistInnen demonstrieren heute Vormittag für einen Umstieg aus dem völlig überteuerten und verkehrspolitisch unsinnigen Projekt S21. Während Bahnchef Grube und die Spitzen beteiligter Unternehmen auf der vor sechs Jahren symbolisch gestarteten Baustelle im Stuttgarter Schlossgarten die Grundsteinlegung inszenierten, entrollten AktivistInnen von einer Baubrücke in Sichtweite ein Banner mit dem Slogan: „Raus aus der Grube! Umstieg jetzt“. Zeitgleich demonstrierten Hunderte StuttgarterInnen mit „Umstieg 21“-Schildern.

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Rächer der Becher: Neue Aktion gegen Backwerk

16.9.2016 - Ein Zeichen gegen Wegwerfbecher haben ROBIN WOOD-Aktive heute in Bremen gesetzt. Um gegen die gigantische Verschwendung zu protestieren, versammelten sie sich vor der Backwerk-Filiale in der Innenstadt. Sie informierten die Kund*innen und vorbeikommende Passant*innen über die rasant steigende Menge an Papier- und Plastikmüll durch Wegwerfbecher und diskutierten mit dem Franchisenehmer der Backwerk-Filiale über die Notwendigkeit eines Mehrwegbecher-Systems.

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Atomwaffen-Standort Büchel dicht machen! / Sitzblockaden vor den Toren der Militäranlage / ROBIN WOOD-AktivistInnen unterstützen Proteste

12.9.2016 - Seit heute früh gegen 5:15 Uhr blockieren rund 30 Friedens- und UmweltaktivistInnen den Atomwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz. Die geteerten Zufahrtswegen sind durch Sitzblockaden versperrt. Gleichzeitig haben sich mehrere AktivistInnen Zugang zum Gelände verschafft und halten sich auf der einzigen Start- und Landebahn des Fliegerhorstes auf. Ein Start der Tornado-Kampfflugzeuge, die im Einsatzfall die Atombomben abwerfen sollen, ist so momentan unmöglich (Stand: 12.9.16, 7:00 Uhr *) Die Aktion wurde vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA) initiiert.

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backWERK sorgt für müllBERG / ROBIN WOOD-Aktionstag gegen Wegwerfbecher bei Bäckerei-Kette

23.7.2016 - ROBIN WOOD geht gegen Wegwerfbecher vor. Vor Filialen der Bäckerei-Kette Backwerk in Hamburg, Stuttgart und Leipzig demonstrieren heute Vormittag AktivistInnen der Umweltorganisation für einen Umstieg auf Mehrweggeschirr. Backwerk setzt momentan nur auf Wegwerfprodukte aus Papier und Plastik und ist damit einer der größten Ressourcenverschwender unter den Bäckerei-Ketten. ROBIN WOOD forderte die in Essen ansässige Geschäftsführung der Franchisekette heute schriftlich auf, aus Verantwortung für Mensch und Umwelt die Verschwendung zu stoppen und ein Pfandsystem für Mehrwegbecher einzuführen.

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Große Koalition verabschiedet Fracking-Gesetzespaket / Umweltverbände erwarten lokalen Widerstand bei Wiederaufnahme von Sandstein-Fracking

24.6.2016 - Der Deutsche Bundestag hat heute mit den Stimmen von Union und SPD ein Fracking-Gesetzespaket verabschiedet. Aus Sicht des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR) mit seinen Mitgliedsorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact und Robin Wood sowie weiterer Umweltorganisationen, darunter Deutsche Umwelthilfe (DUH), Umweltinstitut München, PowerShift, Food & Water Europe und die Bürgerinitiative lebenswertes Korbach, versäumt die Große Koalition damit die Etablierung eines umfassenden gesetzlichen Fracking-Verbots. Dennoch stellen die Regelungen eine Verschärfung des Genehmigungsrechts für Fracking-Vorhaben dar, die vor allem durch den breiten Widerstand der Zivilgesellschaft gegen den Einsatz dieser Risikotechnik erwirkt wurde.

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Sternradeln für’s gute Leben in der Stadt

19.6.2016 - Über die Hamburger Köhlbrandbrücke und durch den Kölner Rheinufertunnel rollten heute Tausende Räder und kein einziger Auspuff. Seit 1995 in Hamburg, zum neunten Mal in Köln demonstrieren Mitte Juni Radfahrer_innen mit großen Sternfahrten am „Mobil ohne Auto“-Sonntag für klimafreundliche Mobilität ohne Lärm und Gestank. Mehr als 20.000 Fahradfahrerinnen und Fahrradfahrer haben bei der Hamburger Sternfahrt für bessere Fahrradmobilität demonstriert. 

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Bannwald statt Kiesabbau – Waldschützer wehrt sich vor Gericht

31.5.2016 - Von Aktiven der ROBIN WOOD-Regionalgruppe Rhein-Main - Glimpflich ist heute am Amtsgericht Langen der Prozess gegen einen Robin Wood-Aktivisten ausgegangen. Peter Illert aus der Robin Wood-Regionalgruppe Rhein-Main war vorgeworfen worden, im Februar dieses Jahres vor Ort gegen Rodungsarbeiten für die Erweiterung der Kiesgrube Sehring protestiert und damit einen Hausfriedensbruch begangen zu haben. Gegen diesen Vorwurf wehrte er sich heute vor Gericht.

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ROBIN WOOD-AktivistInnen beenden ihre erfolgreiche Abseilaktion an der Bahnstrecke zum Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ – Anti-Kohle-Bewegung macht gestärkt weiter

15.5.2016 - Die ROBIN WOOD-AktivistInnen, die seit gestern Morgen mit einer Abseilaktion an der Bahnbrücke in Obertrattendorf/Spremberg in der Lausitz für den Kohleausstieg demonstrieren, haben heute gegen 15:00 Uhr aus freien Stücken ihre Aktion beendet. Allen KletterInnen sowie UnterstützerInnen am Boden geht es gut. Zum Schutz des Klimas fordert ROBIN WOOD den Ausstieg aus der Kohle und eine Energiewende, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht und dezentral und demokratisch organisiert ist. Die Bahnverbindung, an der die Aktion stattfand, dient dazu, das Vattenfall-Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ mit Braunkohle aus den benachbarten Tagebauen zu beliefern. Das Kraftwerk zählt zu den größten Klimakillern in Europa. Angesichts der vielfältigen Massenproteste des Bündnisses „Ende Gelände“ sowie Aktionen von Kleingruppen gestern und heute ging Vattenfall die Kohle aus – das Kraftwerk „Schwarze Pumpe wurde daraufhin auf Notbetrieb heruntergefahren. 

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Kohlekraftwerk stilllegen! Abseilaktion an der Bahnstrecke zum Kraftwerk 'Schwarze Pumpe'

14.5.2016 - Vier ROBIN WOOD-AktivistInnen haben sich heute früh gegen 9 Uhr an einer Bahnbrücke bei Obertrattendorf in der Lausitz abgeseilt und Banner gespannt mit den Aufschriften: „Ende Gelände – Kohleausstieg jetzt! und „Burning Coal – Create Resistance“. Über die Bahnverbindung wird das Vattenfall-Kohlekraftwerk „Schwarze Pumpe“ mit Braunkohle aus den benachbarten Tagebauen beliefert. Die Aktion ist ein weiterer Beitrag zu den vielfältigen Protesten vom Bündnis Ende Gelände, mit dem sich ROBIN WOOD gemeinsam mit weiteren Organisationen solidarisch erklärt. Zum Schutz des Klimas fordert ROBIN WOOD den Ausstieg aus der Kohle und eine Energiewende, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht und dezentral und demokratisch organisiert ist. 

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Alle Signale auf Kohle-Stopp! AktivistInnen demonstrieren in der Lausitz mit Betonpyramide im Gleisbett für den Kohleausstieg

13.5.2016 - Vier AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus dem Kohlewiderstand rund um Lautonomia in der Lausitz haben sich heute Nachmittag an einer Betonpyramide im Gleisbett der Kohlebahn zwischen den Ortschaften Koppatz und Roggosen angekettet. Über diese Zugstrecke wird das Vattenfall-Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ mit Braunkohle versorgt. Die AktivistInnen unterstützen damit Proteste gegen den Braunkohletagebau in der Lausitz und gegen die extrem klimaschädliche Kohleverstromung. Sie fordern, die Kohle im Boden zu lassen und kein weiteres Dorf mehr abzubaggern. Notwendig ist eine konsequente Wende hin zu einer dezentralen, demokratischen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Vattenfall muss Verantwortung übernehmen und seine Tagebaue und Kraftwerke in der Lausitz stilllegen, anstatt sie abzustoßen.

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Atomtod made in Germany / ROBIN WOOD-AktivistInnen steigen Atom-Lobby aufs Dach

10.5.2016 - ROBIN WOOD-AktivistInnen demonstrieren heute gegen die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforums, die am Morgen im Hamburger Congress Center (CCH) beginnt. Zwei KletterInnen seilten sich vom Dach ab, entrollten an der Fassade Banner mit einem Atom-Totenkopf und dem Slogan "Urantransporte stoppen! Sofort!" und protestieren so gegen das Treiben der Atomlobby. Sie fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, den Stopp sämtlicher Atomtransporte, die vollständige Kostenübernahme der Energiekonzerne für die Abwicklung der Atomindustrie und die Aufklärung von Verstrickungen zwischen Politik und Atom-Lobby. „Der Atomausstieg ist noch lange nicht geschafft. Die Atommüllberge wachsen. Keiner weiß, wohin mit dem ewig strahlenden Müll."

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Yes! We expect Sweden to take responsibility for the consequences of its coal business

28.4.2016 - An answer to a mail (see below) to ROBIN WOOD:

Dear Writer, Instead of initiating a controlled coal exit, Vattenvall and with it the Swedish government wants to evade responsibility for climate protection and the workers in the Lausitz coal mining region, leaving the field to the tough investor EPH. A coal phaseout would not be (like you write) a „unilateraly“ one, forced by the  German government. It also is the consequence of the Swedish government’s committments.
Why?

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Don't sell the Climate. End Coal Now! - Kletterprotest von ROBIN WOOD zur Vattenfall-Hauptversammlung in Stockholm

27.4.2016 - AktivistInnen von ROBIN WOOD protestieren heute in Stockholm zeitgleich zur Vattenfall-Jahreshauptversammlung gegen das Abstoßen der konzerneigenen Braunkohlesparte in Deutschland an den tschechischen Investor EPH (Energetický a Prumyslovy Holding) und dessen Finanzpartner PPF Investments. An dem öffentlichen Freiluftaufzug Katarinahissen auf Södermalm in Stockholm – einem Wahrzeichen der schwedischen Hauptstadt – brachten vier KletteraktivistInnen gegen 9:00 Uhr in etwa 30 Meter Höhe ein Banner an mit der Aufschrift „Don't sell the Climate. End Coal Now!“ („Das Klima nicht verkaufen. Kohleausstieg jetzt!“). Die Aktion wird voraussichtlich bis zum Mittag andauern. Von der schwedischen Regierung fordern die AktivistInnen aus Deutschland und Schweden, das Geschäft des Staatskonzerns Vattenfall mit EPH zu stoppen und Verantwortung für Klima, Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen.

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Kletter-Protest zur RWE-Jahreshauptversammlung: RWE Tagebau sofort stoppen, Urananreicherung beenden!

20.4.2016 - AktivistInnen von ROBIN WOOD und Anti-Atom-AktivistInnen aus dem Münsterland demonstrieren heute an der RWE-Konzernzentrale in Essen. Ein Kletterer erklomm am frühen Morgen kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung eine Säule am Gebäude und entrollte Banner mit dem Slogan „Verstrahlt - Verkohlt - Pleite“. Die AktivistInnen fordern die Stilllegung aller Kohle- und Atomanlagen sowie die sofortige Schließung der Tagebaugruben. Zudem fordern sie eine radikale Demokratisierung des Energiesystems, um die Energiewende sozial und ökologisch gerecht zu gestalten. „Mit der aktuellen Unternehmensaufspaltung handelt RWE nach der Logik: Gewinne privatisieren, Risiken vergesellschaften. Das darf die Gesellschaft dem Konzern nicht durchgehen lassen“.

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Uranzug in Buchholz durch Kletteraktion gestoppt

14.4.2016 - Aktivist*innen der Hamburger Kampagne und bundesweiter Vernetzung gegen Atomtransporte hatten für den ersten Transport von Uranerzkonzentrat von Hamburg nach Frankreich ab dem 11. März zu Aktionstagen gegen Urantransporte aufgerufen. Es wurden Mahnwachen an diversen Orten entlang der Strecke angekündigt. Als das Schiff Bright Sky der Hamburger Reederei MACS den Hamburger Hafen am 5. April erreichte und Uranerzkonzentrat am Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg löschte, wurde „oranger Alarm“ ausgelöst. Die Container wurde anschließend auf einem Zug verladen. Der Zug hätte den Hamburger Hafen fahrplanmäßig gegen 18 Uhr verlassen müssen. Der Protest vor den Toren der Atomumschlagfirma C. Steinweg am Fukushima-Jahrestag war ihr jedoch offensichtlich zu viel. Unternehmen, die in Atomgeschäfte verstrickt sind, legen gerne Wert auf Diskretion. Die Abfahrt des Zuges wurde um ca. 6 Stunden vorverlegt. Die Mahnwachen im Hamburger Hafen konnten nicht stattfinden.

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Protest gegen Uranzug: Zwei Anti-Atom-Aktivistinnen haben sich in der Nacht an einer Fußgängerbrücke im Bahnhof Buchholz abgeseilt

8.4.2016 - ehrere AtomkraftgegnerInnen aus ganz Deutschland, darunter auch AktivistInnen von ROBIN WOOD, protestieren heute Nacht gegen einen Transport von Uranerzkonzentrat von Hamburg in die südfranzösische Atomfabrik Narbonne/Malvésie. Zwei Aktivistinnen haben sich gegen Mitternacht von einer Fußgängerbrücke im Bahnhof Buchholz abgeseilt und dort ein Banner entrollt mit der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!". Der Zug mit der radioaktiven Fracht wurde gestoppt und steht zurzeit (00:30 Uhr, 8.4.16, *kurzes Update am Ende der PM) zwischen Maschen und Buchholz. Uranerzkonzentrat wird für die Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke verwendet. Die Ladung kam am Dienstag (5. April) auf dem Atomfrachtschiff ‘Bright Sky‘ im Hamburger Hafen an und soll zur Stunde per Zug weiter nach Südfrankreich transportiert werden.

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Schienenabbaukonzern Deutsche Bahn gerät unter Druck

16.3.2016 - Aktive von Bahn für Alle, ROBIN WOOD und dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 haben heute gemeinsam vor dem Berliner Congress Centrum mit Bannern, Schildern und Redebeiträgen für eine bessere Bahnpolitik demonstriert. Dort veranstaltete die Deutsche Bahn AG am Vormittag ihre Bilanzpressekonferenz. Die Bahn-Manager nahmen gleich den Hintereingang und drückten sich so vor der medienöffentlichen Konfrontation mit ihren KritikerInnen. Die Auseinandersetzung um die Bahnpolitik wird sich weiter verschärfen. Denn die Bahn hat im vergangenen Jahr milliardenschwere Verluste eingefahren und steckt tief in der Krise. 

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Demonstration gegen Atomtransporte im HH Hafen – weitere Aktionen angekündigt

12.3.2016 - Atomkraftgegner*innen der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ versammelten sich am 11. März 2016 vor dem Süd-West-Terminal der Uran-Umschlagfirma C. Steinweg im Hamburger Hafen. Mit Transparenten, Redebeiträgen und Musik erinnerten die ca. 50 Kundgebungsteilnehmer*innen an die Atomkatastrophe von Fukushima vor 5 Jahren. Sie forderten den sofortigen Atomausstieg weltweit. Wenn im Durchschnitt alle zwei Tage ein Atomtransport durch Hamburg fährt, kann von Atomausstieg nicht die Rede sein. Die Versorgungstransporte der Atomindustrie müssen gestoppt werden, so die Teilnehmer*innen. In Redebeiträgen wurde die Rolle der in Hamburg ansässigen Firmen C. Steinweg und MACS betont.

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„LAUtonomia“ – Waldbesetzung im Lausitzer Braunkohlerevier

8.3.2016 - Schon am letzten Wochenende wurde sie eingerichtet – und gestern wurde sie offiziell: die Waldbesetzung „LAUtonomia“ im Braunkohlerevier Lausitz im Gebiet der Rodungskante des Tagebaus Nochten (bei Weißwasser/Sachsen). Ziel der Aktion ist es, den Fortgang des Tagebaus zu blockieren und darüber hinaus ein langfristiges widerständiges Projekt zu starten. In den frühen Morgenstunden des Samstags hatten Aktivist*innen mehrere Plattformen in die Bäume gezogen. Die in ca. 8 Metern Höhe besetzten Bäume stehen an der unmittelbaren Rodungsgrenze am Tagebau Nochten.

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Klimagerechtigkeit beginnt hier – MVV raus aus der Kohle!

4.3.2016 - Mit Kohle ist keine Kohle mehr zu machen. In Mannheim aber hat die Großkraftwerk Mannheim AG – wider alle Klimavernunft – 2015 sogar noch einen neuen Kohleblock ans Netz genommen. Das Großkraftwerk Mannheim (GKM) ist seitdem die größte Dreckschleuder im Lande.
Dagegen gab es heute Protest von ROBIN WOOD gemeinsam mit der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar, 100pro Energie und der Grünen Jugend Worms. Denn im Mannheimer Congress Center Rosengarten versammelten sich die AktionärInnen der MVV Energie, die zusammen mit RWE und EnBW am bundesweit größten Steinkohlekraftwerk beteiligt ist.

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Mit Wollbändern gegen Harvester – Im Bannwald am Langener Waldsee hat heute die Rodung begonnen

23.2.2016 - Leise rieselt der Schneegriesel, und die blaue Stunde ist fast vorbei. Deutlich zeichnen sich jetzt die Konturen der Hainbuchen voneinander ab. Der Sonnenaufgang ist die Stunde, zu der sie meistens kommen. So auch heute.  Zwei Harvester schieben sich den Waldweg entlang, leuchten den Weg aus und biegen in „unser“ Waldstück ein. „Unser“  Waldstück – das ist ein 4,3 Hektar großes Areal Hochwald. Bei der Kiesfirma Sehring heißt es schlicht „Planabschnitt 1b“.

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Nein zur Deutschen Autobahn AG – Fachtag „Verkehrspolitische Konsequenzen einer Fernstraßengesellschaft“

23.2.2016 - Auf Einladung von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) haben VertreterInnen von Umweltorganisationen, VerkehrsexpertInnen und Bundestagsabgeordnete mögliche Folgen einer „Bundesfernstraßengesellschaft (BFG)“ diskutiert. Sie kamen dabei übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass eine BFG die ökologisch dringend notwendige Verkehrswende behindert und gefährdet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Projekt zwar im Verkehrssektor angesiedelt ist, aber selbst kein genuin verkehrspolitisches Vorhaben ist.

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Klare Absage gegenüber Klima-Terrorismus durch Braunkohleverstromung

21.2.2006 - Da hatte der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle e.V.“ am 19. Februar ein Statement zur Zukunft der Kohleförderung gepostet, das es sogar auf die Online-Plattform „Niederlausitz aktuell“ schaffte (vgl. hier). Doch irgendwie war der Fehlerteufel reingeraten.
Wir helfen deshalb und versuchen es an dieser Stelle erneut, wobei wir den Original-Text als Vorlage nehmen und an den fehlerhaften Stellen korrigieren. Denn wo der Verein recht hat: Es gibt sie die „radikalisierten Mitglieder“ einer Gruppe, die „die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden“, „gegen privates Eigentum vorgehen“ und „Erdlöcher“ graben.

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Neues Jahr, alter Dreck: Feinstaub macht Stuttgarter_innen krank

18.1.2016 - Erstmals im neuen Jahr kündigte sich heute am Stuttgarter Neckartor eine Überschreitung des zulässigen Grenzwertes für Feinstaub an. Die Bürgerinitiative Neckartor und Robin Wood Stuttgart bekräftigen deshalb ihre Forderung nach sofortigen Fahrverboten bei zu viel Feinstaub in der Atemluft. Sie haben deshalb heute Nachmittag am Neckartor ein drei mal neun Meter großes Transparent aufgehängt mit der Aufschrift „Robin Wood warnt: Atmen gefährdet die Gesundheit.“ Damit unterstützen sie die spontane Demonstration der Bürgerinitiative Neckartor.

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ROBIN WOOD und 4.600 BürgerInnen fordern: Einschlag-Moratorium für die letzten naturnahen Waldgebiete Schwedens!

12.1.2016 - (Stockholm) Robin Wood hat heute im schwedischen Forstministerium in Stockholm rund 4.600 Appelle von BürgerInnen aus Deutschland für den Erhalt der letzten naturnahen Wälder in Schweden übergeben. „Seit einem Vierteljahrhundert kämpfen wir dafür, dass in Schweden kein ursprünglicher Wald zerstört wird. Es ist nicht hinnehmbar, dass Schweden dies noch immer nicht sichergestellt hat“, sagt Robin Wood-Waldreferent Rudolf Fenner. Deutschland ist der größte Abnehmer schwedischer Waldprodukte. Allein mehr als zwanzig Prozent der Zellstoff-Fasern im Papier, das in Deutschland verbraucht wird, stammen aus Schweden – auch aus den letzten ursprünglichen Wäldern. 

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Der Tagebau Cottbus-Nord endet – die irreversiblen Folgen bleiben

23.12.2015 - Mit dem heutigen Ende des Tagebaus Cottbus-Nord endet auch eine Geschichte der Zerstörung. Neben der Zerstörung von mehreren Dörfern wurde insbesondere eine geschützte Teichlandschaft mit rund 170 bedrohten Arten abgebaggert und 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Der Tagebau Cottbus-Nord wurde nur gegen heftigen Widerstand in die letzten acht Jahre gerettet, u.a. durch die Räumung der Baumbesetzung am 28. September 2007.

Der Tagebau Cottbus Nord wurde 1975-82 aufgeschlossen und zerstörte die Orte Tranitz (ca. 250 EinwohnerInnen), Groß Lieskow (540), Klein Lieskow (250) und Lacoma (140) sowie Teile von Schlichow. Alle Orte waren Teil des sorbisch/wendischen Siedlungsgebietes und noch in den 1960er Jahren war niedersorbisch die Alltagssprache in vielen der Orte.

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Hohles rot-grünes Versprechen - Hamburger Hafen weiterhin Drehscheibe für Atomtransporte

17.12.2015 - Robin Wood hat heute im Hamburger Rathaus 4.000 an Bürgermeister Olaf Scholz gerichtete Protestnoten von Bürgerinnen und Bürgern gegen Atomtransporte durch den Hamburger Hafen übergeben. Robin Wood äußert scharfe Kritik an Scholz, den Ausstieg des Hafens aus dem Atomgeschäft zu verschleppen. Allein in diesem Jahr sind 139 Atomtransporte über den Hamburger Hafen gelaufen. Sie dienen der Brennstoff-Versorgung von Atomkraftwerken weltweit. Robin Wood fordert, den Hafen für sämtliche Atomtransporte zu sperren.

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DB-Vorstand stellt Konzept für Nicht-Bahn-Konzern vor – Unterschriften „Klimaschutz braucht die Bahn für Alle“ übergeben

17.12.2015 - Der DB-Vorstand hat gestern dem Aufsichtsrat sein Konzept zum Konzernumbau vorgelegt. Die DB AG ist in einer tiefen Krise: In diesem Geschäftsjahr steht ein Milliardenverlust bevor. Seit ihrer schuldenfreien Gründung 1994 hat die bundeseigene AG 20 Millarden Euro Schulden angehäuft. Große Summen gaben Bahnchef Grube und sein Vorgänger Mehdorn für den Kauf nicht schienengebundener Logistik auf der ganzen Welt aus, die viel Umsatz, aber wenig Gewinn bringt. Gleichzeitig betrieb Mehdorn und betreibt Grube Raubbau am inländischen Schienensystem. Im Personen- und Güterverkehr wurden zahllose Haltepunkte und Verbindungen stillgelegt, Bahnhöfe geschlossen. Nun will Grube mehr vom Falschen: Er will weiter Kapazitäten im inländischen Schienengüterverkehr abbauen. 

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Im Zweifel gegen den Angeklagten – fragwürdiges Urteil nach Kletteraktion gegen Urantransport

8.12.2015 - „Sie hätten einen besseren Richter verdient“ - Polizeizeuge nach der Urteilsverkündung - Das Amtsgericht Hamburg Harburg verhandelte am vergangenen Montag gegen einen Atomkraftgegner. Hintergrund war eine Protestaktion von rund einem Dutzend ROBIN WOOD-AktivistInnen bei der Ausfahrt eines Uranzuges am 10. November 2014. Der Zug hatte Uranerzkonzentrat geladen, das per Schiff aus Russland gekommen war und am Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg im Hamburger Hafen gelöscht wurde. Die AtomkraftgegnerInnen protestierten mit Transparenten auf der Schiene sowie in Kletterseilen, die über der Bahnanlage gespannt waren. Der Uranzug setzte seine Fahrt erst nach über sieben Stunden fort.

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Hamburg-Moorburg: Ende Gelände für Norddeutschlands größte CO2-Schleuder

7.12.2015 - Am vergangenen Samstag demonstrierten rund 50 Menschen in Hamburg für den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Dazu aufgerufen hatte die Kampagne gegenstrom. Die Fahrraddemo führte von der Umweltbehörde in Hamburg-Wilhelmsburg zum Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg. ROBIN WOOD-AktivistInnen hatten für die Demo einen Fahrradanhänger mit Transparenten bestückt, um die Öffentlichkeit über ihre Forderungen zu informieren.

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Hamburg: Kletteraktion gegen Urantransport – Gewahrsam rechtswidrig

28.11.2015 - Das Hamburger Verwaltungsgericht hat am vergangen Mittwoch der Klage zweier ROBIN WOOD KletteraktivistInnen gegen ihre Ingewahrsamnahme nach einer über 7 stündigen Kletteraktion gegen einen Urantransport im Hamburger Hafen im November 2014 statt gegeben. Die Ingewahrsamnahme war dem Grunde nach rechtswidrig. Ein Aktivist musste sich bei seiner Ingewahrsamnahme unter Zwangsandrohung durch die Polizei nackt ausziehen. Das war ebenfalls rechtswidrig.

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Klimaschutz selber machen: Kohleverstromung stoppen! ROBIN WOOD-AktivistInnen besetzen Hafenkran / Keine Braunkohle aus der Lausitz für Berliner Kraftwerk

27.11.2015 - AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus unabhängigen Zusammenhängen halten seit den frühen Morgenstunden eine Kipp- und Krananlage des Berliner Binnenhafens in Königs Wusterhausen (Brandenburg) besetzt. An dem Kran befestigten sie ein Banner mit der Aufschrift „Kohle killt Klima“. Sie fordern von der Landesregierung in Berlin den Ausstieg aus der Kohleverstromung und vom Energiekonzern Vattenfall das Ende des desaströsen Kohletagebaus in der Lausitz – anstatt des geplanten Verkaufs der Braunkohlesparte. Die AktivistInnen unterstützen damit den vielfältigen Braunkohle-Widerstand in der Region. In Königs Wusterhausen wird Braunkohle aus der Lausitz für das Vattenfall-Heizkraftwerk Klingenberg in Berlin verladen.

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Feinstaub macht krank – ROBIN WOOD-Aktion für Fahrverbote in Stuttgart

21.11.2015 - Sofortige Fahrverbote bei Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für Feinstaub in der Luft fordern Aktive der Stuttgarter Regionalgruppe von ROBIN WOOD. Sie haben deshalb heute Nachmittag am Tagblattturm in Stuttgart ein sieben mal neun Meter großes Transparent aufgehängt mit der Aufschrift „Robin Wood warnt: Atmen gefährdet die Gesundheit. Autoflut stoppen – jetzt! Fahrverbote retten Leben“. Darunter ist ein großer rot durchkreuzter SUV mit dicker Abgaswolke abgebildet. Die Kletternden unterstützen so die Demonstration der Bürgerinitiative Neckartor, deren Abschlusskundgebung zum gleichen Zeitpunkt auf dem Rotebühlplatz mit dem Tagblattturm in Sichtweite stattfindet.

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Kohlekraftwerk Moorburg – Armutszeugnis für den Klimaschutz - ROBIN WOOD fordert: Kohleausstieg jetzt!

19.11.2015 - Zwei Wochen vor dem Klimagipfel in Paris inszeniert Vattenfall die Eröffnung des Steinkohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg. Nach Ansicht von ROBIN WOOD wird damit eine völlig verfehlte, klima-, umwelt- und gesundheitsschädliche Energiepolitik fortgeschrieben. Die Umweltorganisation fordert für Hamburg als auch bundesweit den Ausstieg aus der Kohleverstromung und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von 100 Prozent Erneuerbaren Energien. Um dem Nachdruck zu verleihen, protestierten ROBIN WOOD-AktivistInnen heute Vormittag gemeinsam mit Aktiven vom BUND vor dem Kraftwerk. ROBIN WOOD-KletterInnen entrollten ein Banner an einem Strommast vor dem Kraftwerk mit der Aufschrift: „Klimaschutz statt Kohleschmutz“.

Dieselgate: Autoflut stoppen – jetzt!

16.11.2015 - Beim Skandal um gefälschte Abgaswerte gerät leicht aus dem Blick, dass Grenzwerte und Steuerklassen nur Mittel zum Zweck sind, unsere Gesundheit zu schützen. Feinstaub aus Dieselauspuffrohren gelangt durch die Atemwege bis in die Lungen und verursacht in Deutschland jedes Jahr 46.000 vorzeitige Todesfälle. Die Werte an den Luftmessstationen weckten schon länger Zweifel an angeblichen Verbesserungen der Dieselfiltertechnik. Besonders dramatisch ist die Lage in Stuttgart: An der Luftmessstation Neckartor waren 2013 schon vor dem kalendarischen Frühlingsanfang die zulässigen 35 Tage im Jahr mit mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Atemluft erreicht – ein trauriger Rekord.

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Fracking bedroht Trinkwasser!

9.11.2015 - Die Hochrisiko-Technologie Fracking bedroht das Trinkwasser in vielen Regionen, so zum Beispiel auch in Bremen. Beim Fracking werden hochgiftige Chemikalien eingesetzt, die mit großem Druck in die Erde verpresst werden, um dort das Gestein aufzuspalten. Durch Lecks bei Transporten, in den Rohren und beim Fracken selber sowie bei Transportunfällen könnten Trinkwasserreservoire verseucht werden. Darauf wurde im Rahmen einer Infoveranstaltung verschiedener Gruppen am 7. November 2015 auf dem Bremer Marktplatz aufmerksam gemacht, denn Fracking soll in unmittelbarer Nähe in Niedersachsen ausgeweitet werden.

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Stopp Fracking! Protest gegen „Exxon Morbid“

4.11.2015 - Heute protestierten Aktive von ROBIN WOOD am Hamburger Konzernsitz von Exxon Mobil gegen deren Fracking-Praktiken. Mit einer Abseilaktion vom Gebäude und Stoppschildern davor machten die Aktiven darauf aufmerksam, dass Fracking eine Hochrisiko-Energie ist, die Umweltverschmutzung, Erdbeben und Krebs zur Folge haben kann. Exxon Mobil als weltgrößter privater Gas- und Ölkonzern bereichert sich mit dieser Technologie auf Kosten von Klima, Umwelt und Gesundheit.

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ROBIN WOOD steigt Fracking-Lobby aufs Dach / Protest gegen Gasförderer Exxon Mobil in Hamburg

4.11.2015 - Zwei ROBIN WOOD-AktivistInnen seilten sich heute Vormittag vom Dach des  Firmensitzes der Europa-Zentrale von Exxon Mobil in Hamburg ab. An der Fassade entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift: „Exxon Morbid empfiehlt Fracking. Wir sagen Nein!“ Sie protestieren damit gegen die Fracking-Projekte des Unternehmens und seine Lobbyarbeit für die Genehmigung dieser Technologie zur Schiefergasförderung in Deutschland. ROBIN WOOD fordert von Exxon Mobil, sämtliche Fracking-Projekte zu stoppen. Darüber hinaus setzt sich die Umweltorganisation dafür ein, Fracking gesetzlich zu verbieten.

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Wer bezahlt für S21? ROBIN WOOD-Rede bei Montagsdemo in Stuttgart

2.11.2015 - Stuttgart 21 - muss einen das noch interessieren, wenn man außerhalb der Schwaben-Metropole wohnt? Ja, es muss. Denn S21 ist kein Projekt zur Realisierung eines funktionsfähigen Bahnhofs. Es geht dabei um viel mehr: um eine andere, eine schlechtere Bahn. S21 wird – auf Kosten der Allgemeinheit – zu einem Abbau von Bahn-Infrastruktur in der Fläche führen. Das trifft uns alle, die wir die Bahn nutzen.

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A100 vor Gericht: Baumhausräumung und Hausfriedensbruch

26.10.2015 - Die Strafverfahren wegen der Baumbesetzung in Berlin-Neukölln gegen die Verlängerung der Stadtautobahn A100 gehen in die nächste Runde. Vier A100-Gegner_innen wehren sich an zwei weiteren Verhandlungstagen – heute und am 11.11. – vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten gegen den Vorwurf des Hausfriedensbruchs. Die Vier sollen das Hausrecht verletzt haben, als am 3. Februar 2014 ein Großaufgebot der Polizei anrückte, um das monatelang besetzte Gelände an der Grenzallee in Neukölln zu räumen und die Bäume auf dem Gelände zu fällen. Die Stadtentwicklungsbehörde hatte – unmittelbar vor der Räumung – das Grundstück durch vorzeitige Besitzeinweisung übernommen.

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UN-Klimagipfel in Paris - und wo steht die Bewegung?

21.10.2015 - Ende November diesen Jahres ist es wieder soweit: Zahlreiche Regierungsdelegationen treffen sich in Paris zur UN-Klimakonferenz – der 21. Konferenz seit Inkrafttreten der UN-Klimarahmenkonvention im Jahr 1995. Wie so oft zuvor, werden auch diese Verhandlungen im Vorfeld als der nötige Wendepunkt hin zu wirksamem Klimaschutz bezeichnet. Doch ist dieser Optimismus berechtigt? Am 8. Oktober diskutierten in Hamburg Aktive aus der Klimabewegung die Frage: UN-Klimagipfel 2015: Klimaschutz oder Klimatheater?

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Hamburg - Atomkraftgegner wehrt sich vor Gericht

20.10.2015 - Drei Container Uranerzkonzentrat wurden am Süd-West-Terminal von C. Steinweg in Hamburg am 19. Oktober 2015 umgeschlagen und gegen 16:45 Uhr über den Schienenweg Richtung Frankreich losgeschickt. Ziel des Uranzuges ist die AREVA Uranfabrik in Narbonne Malvési. Das ist der zweite Atomtransport aus dem Süd-West-Terminal innerhalb von wenigen Tagen. Die radioaktive Fracht stammt dieses mal aus Namibia. Derweil sogt die Politik mit einem Atommüllgesetzentwurf „Nachhaftung für Rückbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich“ für Schlagzeilen und vermittelt den Eindruck, sie arbeite daran, das Atommüllentsorgungsproblem zu lösen.

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Jedes Gramm ist zuviel – Atommüll-Protest vor dem Umweltministerium in Stuttgart

15.10.2015 - Eine Müll-Lieferung ging heute Vormittag an die Adresse des grün geführten Landesumweltministeriums in Stuttgart. Der Absender: Robin Wood-AktivistInnen aus der Region. Der Umfang der Lieferung entsprach den abgebrannten Brennstäben aus der Jahresproduktion der baden-württembergischen Atomkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg. „Wir sind es leid, nur zuzusehen, wie jeden Tag neuer gefährlicher Müll produziert, durch die halbe Republik transportiert und irgendwem vor die Haustür gekippt wird. Wir drehen den Spieß jetzt um!“, heißt es in einem Flugblatt der AktivistInnen. Sie wollen damit auch andere auf die Idee bringen, eigene Protestaktionen gegen Atommüll zu machen und die Atomaufsicht an ihre Pflichten zu erinnern.

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Bure: Atomklo für immer?

13.10.2015 - Anfang August 2015 fand in der Nähe von Bure, im französischen Lothringen, ein gut besuchtes internationales antikapitalistisches Antiatomcamp statt. Ein Zusammenschluss von ca. 60 AktivistInnen aus diversen sozialen und ökologischen politischen Bewegungen hatte die Idee des Camps ins Leben gerufen und die Gegend von Bure ausgewählt, um den Widerstand gegen CIGÉO, das geplante Atommüllendlager, bekannter zu machen. Bis zu 800 AktivistInnen schlugen ihre Zelte auf einem großen Feld am ehemaligen Bahnhof von Luméville auf.

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Protestmanager trifft auf Kommunikationsguerillero

28.9.2015 - „Unser Revier – unsere Zukunft – An Rur und Erft“ – diesen Namen trägt eine neue Bürgerinitiative, die sich Mitte April 2015 in Kerpen gegründet hat.“ Das berichtet das Nachbarschaftsmagazin von RWE Power (S.5). Die Bürgerinitiative verstehe sich als „Allianz für Realismus und Sachlichkeit“ und wolle sich in die gesellschaftspolitische Diskussion um die Zukunft der Braunkohle und des Reviers einbringen. Was die geneigte LeserIn nicht erfährt ist hingegen, wie die Braunkohle-Lobby mit dieser Initiative verbandelt ist. Genau solche Zusammenhänge aber interessierten die TeilnehmerInnen bei der Tagung „Wenn Konzerne den Protest managen“.

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Stuttgart 21: Fünf Jahre Schwarzer Donnerstag - mitten ins Herz der Bürgerbewegung

24.9.2015 - In der kommenden Woche jährt sich der brutale Polizeieinsatz zur Räumung des Stuttgarter Schlossgartens zum fünften Mal. Der Schwarze Donnerstag war eine Zäsur weit über die Bürgerbewegung gegen die Zerstörung des Kopfbahnhofes hinaus. Dem ging voraus, dass Angela Merkel, CDU, sich in der Generaldebatte des Bundestages über ihren Haushalt  am 15. September ausdrücklich für „Stuttgart 21″ aussprach: „Wir brauchen keine Bürgerbefragung. Die Landtagswahl wird die Befragung der Bürger über das Projekt sein.“ Bis zur Landtagswahl war es zu diesem Zeitpunkt noch ein halbes Jahr. Nur zehn Tage nach Merkels Eingreifen setzte die CDU-Landesregierung mit Hilfe der Polizei unumkehrbare Tatsachen durch, die die Bürgerbewegung mitten ins Herz trafen.

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Frankfurter Flughafen: Inszenierter Spatenstich für Terminal 3

17.9.2015 - Versprochen – gebrochen. In Hessen haben Wahlversprechen und aufgeregte „Wortbruch“-Kampagnen ihre eigene Tradition. Unvergessen Roland Koch, CDU. Selbst über eine mit illegalen Parteispenden finanzierte rassistische Kampagne ins Amt gekommen, blies er sich zur brutalstmöglichen Empörung über Andrea Ypsilantis, SPD, Tolerierungsgespräche mit der Partei Die Linke auf. Versprochen – gebrochen. Unvergessen auch Holger Börner, SPD, der nach dem Durchknüppeln der Startbahn West versprach: Kein Baum wird mehr fallen. Ganze Wälder fielen seitdem für den Ausbau des inzwischen 22 Quadratkilometer großen Rhein-Main-Airport.

Und nun Die Grünen?

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Protest vor Hamburger Umweltbehörde: Urantransporte stoppen!

13.9.2015 - „Urantransporte – Stoppen! Sofort!“ – ein Banner mit diesem Slogan flatterte heute Nachmittag zwischen zwei Fahnenmasten vor der Hamburger Umweltbehörde. Daneben bauten Anti-Atom-AktivistInnen ein marodes AKW-Modell auf. Aus einem Lautsprecherwagen klang Musik über den Gertrud-von-Thaden-Platz. Rund 100 AtomkraftgegnerInnen waren heute zur Kundgebung gegen Atomtransporte gekommen. Dazu aufgerufen hatte die Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“, die von Hamburger Anti-Atomgruppen zusammen mit ROBIN WOOD getragen wird.

Der Ort war in zweifacher Hinsicht gut gewählt: Zum einen führt dort der Schienenweg lang, über den die Güterzüge mit Uranerz zur Weiterverarbeitung in die Atomfabrik Malvési in Südfrankreich rollen. Zum anderen sitzt dort ein wichtiger Adressat der Botschaft: Hamburgs Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan.

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Sommercamp am Frankfurter Flughafen: Wald statt Beton - Protest beim Kieswerk Sehring

28.8.2015 - Aus Protest gegen den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens haben heute Mittag ROBIN WOOD-Aktivisten vor dem Kieswerk Sehring am Langener Waldsee demonstriert. Zwei AktivistInnen sind auf Bäume vor dem Werkstor geklettert und haben dort ein Transparent aufgehängt mit dem Slogan: „Wir kennen kein Pardon bei Wald für Beton“. Der Beton- und Kieslieferant Sehring ist ein Profiteur des sozial und ökologisch unverträglichen Flughafenausbaus.

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Jetzt geht´s los - Camp gegen Flughafenausbau in Rhein-Main

27.8.2015 - Zum zweiten Mal lädt die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD an diesem Wochenende zum Sommercamp gegen den Bau von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen in den Treburer Oberwald ein. Zurzeit bauen Umweltschützer_innen ihr Camp in dem vom Kahlschlag bedrohten Waldstück südlich von Zeppelinheim auf. Am Abend versammeln sich die Delegierten des Bündnisses der Bürgerinitiativen „Kein Flughafenausbau – Für ein Nachtflugverbot“ vor Ort im Camp.

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Frankfurter Flughafen: Spatenstich im Spätherbst - Wir sind schon da

23.7.2015 - Beim „Dämmerschoppen“ mit geladenen Journalist_innen ließ der Chef des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte, eine kleine Katze aus dem Sack. Im „Spätherbst“ soll es den „ersten Spatenstich“ für Terminal 3 geben. Mit einem dritten Terminal will die Fraport die zusätzlichen Kapazitäten, die sie sich mit der Nordwestbahn 2011 geschaffen hat, in der Passagierabfertigung ausschöpfen. Wenn die Passagierabfertigung um ein Drittel leistungsstärker ist, bedarf es für die volle Auslastung vermutlich einer fünften Bahn – Salamischeibe für Salamischeibe hat der Flughafenausbau kein Ende.

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Graswurzelbewegung oder Kunstrasen? Einladung zur Debatte an die Humboldt-Uni nach Berlin

21.7.2015 - Ein Investor will ein Großprojekt realisieren, etwa eine neue Stromtrasse, Startbahn oder einen milliardenteuren Bahnhof. Dagegen regt sich Protest. Was tun? Ignorieren? Unterdrücken? – Das klappt so einfach nicht mehr. Vorhabenträger und die von ihnen beauftragte PR-Agenturen setzen immer häufiger auf Protestmanagement. Welche Methoden dabei angewendet werden, damit wird sich eine Tagung beschäftigen.

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Zu Wasser und zu Lande gegen das Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg

Foto: ROBIN WOOD, U. Bertrand

11.7.2015 - Zu Wasser und zu Lande demonstrierten heute Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein AktivistInnen vom Bündnis Gegenstrom und von ROBIN WOOD gegen das Klimakiller-Kohlekraftwerk von Vattenfall in Hamburg-Moorburg.

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A100: Bürgerbeteiligung nach der Abrissbirne

Foto: Malama Pono

10.7.2015 - Als Leser*in dieses Blogs haben Sie wahrscheinlich nicht die Absicht, irgendwo eine Autobahn zu bauen. Aber nehmen wir einmal an, es wäre so. Sie haben für ihre 3 Kilometer Betonpiste eine halbe Milliarde Euro vom Bund organisiert, haben hunderte Kleingärten planiert und hundert billige Mietwohnungen abreißen lassen, haben Proteste ignoriert und Besetzungen geräumt. Was fehlt noch? Richtig: Die Bürgerbeteiligung. So oder so ähnlich muss es dem Berliner Senat in Sachen A100 gegangen sein. Um auch hinter diesen Punkt ein Häkchen setzen zu können, lud er am Donnerstag zur Informationsveranstaltung auf die Autobahnbaustelle. Zutritt hatten nur vierzig angemeldete Personen, Menschen ohne Anmeldung wurden an der Tür abgewiesen.

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Atomtransportbeobachtung am Burchardkai im Hamburger Hafen

6.7.2015 - Das Atomschiff Sheksna hat am heute früh mal wieder seine radioaktive Fracht in Hamburg gelöscht, dieses mal am Burchardkai. ROBIN WOOD AktivstInnen beobachteten die Löschung des Schiffes und die anschließende Abfahrt der radioaktiven Fracht per LKW. Das Schiff hatte auf seiner Reise nach Hamburg  genau zwei blaue Container an Bord.

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Erster Erfolg für ROBIN WOOD: Teileingeständnis beim Haushaltswarenhersteller Fackelmann

30.6.2015 - Der Haushaltswarenproduzent Fackelmann hat nach einer langen Phase des Leugnens nun endlich eingeräumt, afrikanisches Tropenholz verwendet zu haben, deren legale Herkunft nicht belegt war. Nun muss sich Fackelmann öffentlich dazu verpflichten, nur noch nachhaltiges Tropenholz zu verwenden.

ROBIN WOOD hatte bei Testkäufen Messer und einen Pizzaheber von der Firma Fackelmann gefunden, deren Griffe aus afrikanischen Sapeli und Sipo bestanden.

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„Back on Track“ – Aktionen in 11 europäischen Städten für Nachtzüge

Foto: Knierim

20.6.2015 - Im Dezember 2014 hat die Deutsche Bahn AG die beliebte und oft ausgebuchte Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Paris aufgegeben. Seitdem gibt es keine tägliche Direktverbindung mehr zwischen den beiden Hauptstädten. Gestern fuhr nun erstmals der EuroNight-Zug der russischen Staatsbahn RZD von Berlin nach Paris ab.

Aktive von Robin Wood und vom Netzwerk „Back on Track“ begrüßen diesen neuen Nachtzug, weisen aber auch auf die Verschlechterung des Angebots hin

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Abrisspläne AKW Neckarwestheim I – Erörterungstermin als Farce!

Das AKW Neckarwestheim I soll nach dem Willen des Betreibers – der EnBW – möglichst rasch und günstig abgerissen werden. Unter Protest von Anti-Atom-Initiativen, darunter ROBIN WOOD, begann heute in der Reblandhalle in Neckarwestheim der Erörterungstermin.

In dem Verfahren geht es um 330.000 t Müll, davon 128.000 t aus dem sog. atomaren Kontrollbereich. Nur ein Prozent der Gesamtmenge soll als Atommüll behandelt werden.

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„Bürgerbeteiligung“ und die dunkle Seite der Macht – Dobrindt macht Tempo

10. Juni 2015 - Ein neuer Bundesverkehrswegeplan, Laufzeit 2016 bis 2030, Investitionsvolumen mehrere Hundert Milliarden Euro, ist das fachpolitische Großprojekt des Dobrindt-Ministeriums (im Unterschied zum parteipolitischen und CSU-internen Kräftemesssen bei der Maut). Der Bundesverkehrswegeplan, kurz BVWP, ist der Masterplan aller Verkehrspolitik. Darin steht, wie viel Geld für welche Fernstraßen, Schienen und Wasserwege verbaut wird.

Noch gilt der von 2003 bis 2015 laufende Plan. Untergliedert in drei „Investitionsrahmenpläne“ ist der BVWP Grundlage des Jahresetats vom Verkehrsministerium und für die Bedarfsgesetze im Wegebau.

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„damit wir klug werden“ – ROBIN WOOD auf dem Kirchentag in Stuttgart

Juni 2015 - ROBIN WOOD auch in diesem Jahr beim Evangelischen Kirchentag präsent.

Atomtransporte auch vor Deiner Haustür? Infos dazu gibt’s beim ROBIN WOOD-Stand. (Foto: ROBIN WOOD)

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Holz aus dubiosen Quellen: Haushaltswarenproduzent Fackelmann leugnet den Einsatz afrikanischer Tropenhölzer

19. Mai 2015 - Der Haushaltswarenhersteller Fackelmann handelt mit Produkten, die Tropenholz aus Afrika enthalten, deren legale Herkunft nicht belegt ist. ROBIN WOOD entdeckte bei Testkäufen Messer und Pizzaheber, deren Griffe aus afrikanischem Sapeli und Sipo bestehen. Beide Hölzer stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und stammen aus dem tropischen Afrika – einer krisenreichen Region, in der nach Schätzungen von INTERPOL zwischen 50 und 90 Prozent der Holzernte illegal geschlagen wird. ROBIN WOOD fordert Fackelmann auf, die Produkte aus dem Sortiment zu nehmen und auf den Einsatz von Tropenholz aus Raubbau zu verzichten. Um solche Fälle künftig zu verhindern, setzt sich ROBIN WOOD dafür ein, dass die Importvorschriften in der EU-Holzhandelsverordnung verschärft werden und Holzart und -herkunft verbindlich am Produkt angegeben sein müssen. ROBIN WOOD hatte die Fackelmann-Produkte am renommierten Thünen-Institut untersuchen lassen und die Ergebnisse dem Hersteller mitgeteilt. weiterlesen...

Heute Abend Protest gegen Jahrestagung der Atomlobby in Berlin

4. Mai 2015, Berlin - ROBIN WOOD-AktivistInnen werden heute Abend ab 18 Uhr zusammen mit weiteren Aktiven aus der Anti-Atom-Bewegung gegen die morgen beginnende Jahrestagung des Deutschen Atomforums in Berlin demonstrieren. Sie fordern von den Atomkonzernen die Übernahme sämtlicher Kosten für den Rückbau der AKWs und die Lagerung des Atommülls sowie die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen. Die Energiekonzerne verfolgen zurzeit die Strategie, sich durch Auslagerung unprofitabler Unternehmens-Sparten aus der Verantwortung für die immensen Kosten zu stehlen, die bei Stilllegung und Rückbau der Atommeiler sowie für die Lagerung des atomaren Abfalls entstehen. weiterlesen...

ROBIN WOOD fordert Sperrung des Hafens für sämtliche Atomtransporte

8. April 2015, Hamburg - Die neue rot-grüne Regierung in Hamburg will darauf hinwirken, dass „relevante“ Hafenunternehmen freiwillig auf den Transport und Umschlag von radioaktiven Stoffen „aus Zwecken oder für Zwecke als Kernbrennstoff“ verzichten. Das sieht der Entwurf des Koalitionsvertrages vor, den die rot-grüne Koalition heute der Öffentlichkeit vorstellte und der den Parteitagen von Grünen und SPD am 12. bzw. 14. April zur Abstimmung vorgelegt werden soll. ROBIN WOOD sieht darin eine Reaktion auf Proteste der Anti-Atombewegung, die seit Jahren dafür streitet, dass der Hamburger Hafen für sämtliche Atomtransporte gesperrt wird. Im Februar dieses Jahres hatten Aktive von ROBIN WOOD und Anti-Atom-Initiativen mit einem Aktionstag in zehn Städten für einen Stopp von Atomtransporten durch die Reederei Hapag-Lloyd demonstriert. weiterlesen...

Protest gegen Kabinettsbeschlüsse zu Fracking: "Probebohrung" am Bundeskanzleramt

1. April 2015, Berlin - Anlässlich der Kabinettsbeschlüsse zur Fracking-Technologie haben heute der Bund für Umwelt und Naturschutz  Deutschland (BUND), Campact, Deutscher Naturschutzring (DNR),  Naturschutzbund Deutschland (NABU), Umweltinstitut München, ROBIN WOOD, PowerShift, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) vor dem Bundeskanzleramt eine symbolische Fracking-Probebohrung vorgenommen. Ihr Protest richtet sich gegen die Absicht von Energiekonzernen, in mehreren Regionen Deutschlands mit dem umstrittenen Fracking Erdgas aus tiefen Erdschichten zu gewinnen. Die Organisationen fordern ein Verbot dieser Technologie. weiterlesen...

Wassermesse in Berlin: Proteste gegen Fracking bei Eröffnungsrede von Bundesumweltministerin Hendricks / AktivistInnen fordern "Wasser schützen, Fracking verbieten!"

Berlin, 24. März 2015 - Die Eröffnungsrede von Bundesumwelt-ministerin Barbara Hendricks auf der Fachmesse Wasser Berlin International nutzten Aktivistinnen und Aktivisten von ROBIN WOOD und des Umweltinstituts München heute für Proteste gegen die Einführung der Fracking-Technologie. Auf Schildern forderten sie „Wasser schützen, Fracking verbieten!“. Die Bundesregierung bringt derzeit ein Gesetzespaket auf den Weg, das Fracking in Deutschland weiträumig ermöglichen soll und damit gravierende Folgen für die Wasserwirtschaft und andere Branchen wie etwa die Landwirtschaft oder die Lebensmittelproduktion hätte. weiterlesen...

Internationaler Protest für den Erhalt der Nachtzüge vor dem Bundestag

Berlin, 6. März 2015. Vor dem Deutschen Bundestag demonstriert heute ab 14:30 Uhr ein internationales Bündnis gegen die schleichende Abschaffung der Nachtzüge durch die Deutsche Bahn AG. Aktive vom Bündnis Bahn für Alle und Beschäftigte der DB-Tochter European Railservice fordern gemeinsam mit Bahnaktivisten aus Großbritannien, Dänemark und Frankreich, die Nachtzugverkehre nach Paris, Amsterdam und Kopenhagen zu verbessern statt abzuschaffen. Auch Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments und verkehrspolitischer Sprecher der Europafraktion Die Grünen/EFA, sowie Sabine Leidig, Mitglied des Bundestages und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, werden vor Ort sein. weiterlesen...

Kaufhof wortbrüchig: Tropenholz aus Raubbau im Verkauf / ROBIN WOOD-Protestaktion in Hamburg

23. Februar 2015 - „Schluss mit Raubbauholz bei Galeria Kaufhof!“ – ein Banner mit dieser Forderung haben ROBIN WOOD-AktivistInnen heute an der Fassade des Kaufhauses in der Mönckebergstraße in Hamburg aufgespannt. Weitere Aktive verteilten Flyer an die KundInnen und informierten sie darüber, dass Kaufhof – trotz einer anderslautenden Selbstverpflichtung – Tropenholz führt, dessen legale und umweltverträgliche Herkunft nicht belegt ist. Parallel zu der Aktion wandte sich ROBIN WOOD heute mit einem Schreiben an Kaufhof und den Mutterkonzern Metro. weiterlesen...

ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren vor dem baden-württembergischen Energieministerium gegen Pläne zum Rückbau des AKW Neckarwestheim 1

13. Februar 2015 - Zwischen zwei Fahnenmasten vor dem Minsterium spannten Kletterer ein Banner mit der Forderung: „Kein Atommüll in Kochtöpfe und Gehwege – Einwendungen jetzt!“ Mit der Aktion unterstützen sie die aktuell laufende Einwendungskampagne gegen das vom Energiekonzern EnBW beantragte Konzept für den Rückbau des Atommeilers Neckarwestheim 1. Noch bis zum 18. März 2015 liegen Teile der Antragsunterlagen u.a. im Umweltministerium öffentlich zur Einsicht aus und sind online verfügbar.  Aus den Antragsunterlagen geht hervor, dass die EnBW einen raschen Abriss des Atomreaktors Neckarwestheim 1 beabsichtigt. Vorgesehen ist, dass über hunderttausend Tonnen strahlender Abfallstoffe wie Stahl und Beton zur freien Verwendung in den Stoffkreislauf gegeben werden. weiterlesen...

ROBIN WOOD-Appell an Gabriel: Klimabelastungen durch den Flugverkehr verringern!

12. Februar 2015 - Die Umweltorganisation ROBIN WOOD appelliert an Bundeswirtschafts-minister Sigmar Gabriel (SPD), Klimabelastungen durch den Flugverkehr konsequent zu bekämpfen. Gabriel ist heute in Hamburg zu Gast beim Wahlkampffinale der SPD vor der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt am kommenden Sonntag. ROBIN WOOD nutzte diesen Anlass, um ihm am Abend dort 4.251 Unterschriften für wirksamen Klimaschutz im Flugverkehr zu überreichen. weiterlesen...

Atomtransporte durch Hapag-Lloyd stoppen / Proteste in zehn Städten

7. Februar 2015 - AktivistInnen von ROBIN WOOD und lokalen Anti-Atom-Initiativen protestieren heute Vormittag zeitgleich in zehn Städten gegen Atomtransporte durch die Reederei Hapag-Lloyd. In Aachen, Berlin, Bremen, Frankfurt, Göttingen, Hamburg, Köln, Rostock, Kiel und Flensburg entrollten AktivistInnen Banner vor Hapag-Lloyd-Reisebüros. An die PassantInnen verteilten sie Flyer, informierten über die Gefahren der geheimen Atomtransporte und forderten deren Stopp. [Pressemitteilung]  [Berichte und Fotos vom Aktionstag]

ROBIN WOOD-Testkäufe belegen: Noch immer Produkte aus Tropenholz ohne Legalitätsnachweis auf dem Markt

17. Dezember 2014 - Beim Weihnachts-Shoppen kann es leicht passieren, dass man unfreiwillig Produkte aus Tropenholz kauft, dessen legale Herkunft die Hersteller nicht belegen können. Das zeigt ein aktueller Marktcheck von ROBIN WOOD. Wir haben bei Kaufhäusern in Hamburg, darunter Karstadt, Galeria Kaufhof, Douglas und Idee-Creativmarkt, insgesamt 14 holzhaltige Produkte eingekauft und von einem Experten des Thünen-Instituts begutachten lassen. weiterlesen...

Mit dem Taxi nach Paris...

Protest in Berlin: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 strich die Deutsche Bahn AG attraktive Nachtzugverbindungen

Berlin, 11. Dezember 2014: Unter dem Motto: „Mit dem Taxi nach Paris – Rettet die Nachtzüge“ protestierten Aktive von ROBIN WOOD und das Bündnis Bahn für Alle mit kreativen Aktionen gegen die Einstellung von Nachtzug-Verbindungen der Deutschen Bahn AG. Im Berliner Hauptbahnhof ließen die Kletterer ein Transparent im Bahnhofsgebäude über dem ersten Untergeschoss herunter und forderten darauf von der Deutschen Bahn AG, mit den Nachtzügen weiter eine klimafreundliche Alternative zu innereuropäischen Flügen anzubieten. Aktive mit Schlafmützen protestierten mit einer Kundgebung, verteilten Flugblätter und ließen sich symbolisch auf dem Bahnsteig des letzten Nachtzuges nieder. [Blog-Beitrag]  [Pressemitteilung]

ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren heute mit Bannern in Jülich und Bonn gegen die geplanten CASTOR-Transporte in die USA

Mit Bannern gegen die Atommüll-Verschieberei - ROBIN WOOD-Protest vor dem Forschungszentrum Jülich (Foto: ROBIN WOOD)

19. November 2014 - (Jülich/Bonn) AtomkraftgegnerInnen demonstrieren heute gegen den geplanten Export von Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich in die USA. Heute berät der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich ab 12:30 Uhr im Bundes-forschungsministerium in Bonn über die Pläne. Dorthin hatte der Aufsichtsrat wegen angekündigter Proteste seinen Sitzungsort verlegt. Ab Mittag werden auch vor dem Bonner Ministerium ROBIN WOOD-AktivistInnen zusammen mit Anti-Atom-Initiativen und weiteren Umweltverbänden protestieren.
Bereits am Morgen hatten ROBIN WOOD-AktivistInnen vor dem Forschungszentrum in Jülich am Boden und zwischen Bäumen Transparente gespannt mit den Aufschriften: „Castor stoppen“ und „Auf Schiene, auf Straße, im Hafen und Meer – Atomtransporte stoppen, wir stellen uns quer!“. Sie kündigen damit an, dass sie nicht tatenlos zusehen werden, falls die Pläne umgesetzt werden und die Transporte tatsächlich losgehen.  weiterlesen...

ROBIN WOOD–Aktivist_innen demonstrieren im Hamburger Hafen gegen Uran-Transport

ROBIN WOOD-Aktivist_innen spannen ein Transparent über den Transportweg mit der Forderung: "Stopp Atomtransporte!"

10. November 2014 - Aktivist_innen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD demonstrieren zur Stunde im Hamburger Hafen gegen einen Transport von Uranerzkonzentrat. Sie fordern den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz auf, die Transporte von radioaktivem Material durch den Hamburger Hafen zu verbieten. Von der beteiligten Hamburger Firma, dem Umschlagbetrieb C. Steinweg, fordern die Umweltschützer_innen, ihr schmutziges Geschäft mit Uran zu beenden.
Zur Stunde spannen ROBIN WOOD - Aktivist_innen ein Transparent über den Transportweg mit der Forderung: "Stopp Atomtransporte!"
Am vergangenen Donnerstag legte das Schiff „Sheksna“ mit der radioaktiven Fracht in Hamburg Hafen an.
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ROBIN WOOD fordert von Bundesrechnungshof Kostenwahrheit für Stuttgart 21

6,8 Milliarden für S21 - und kein Ende der Fahnenstange (Foto: Robin Wood)

18. Oktober 2014 - Kletterer der Umweltorganisation ROBIN WOOD haben heute Mittag vor dem Bundesrechnungshof in Bonn ein 14 Quadratmeter großes Transparent aufgehängt mit der Aufschrift: „Stuttgart 21 an Bundesrechnungshof: Raus mit dem Prüfbericht!“ Die Aktion ist Teil der heutigen Demonstration der Bewegung gegen Stuttgart 21. „ROBIN WOOD fordert, sofort Öffentlichkeit und Parlament über den Stand der Kostenschätzung des Bundesrechnungshofes zu Stuttgart 21 zu informieren“, erklärt Eberhard Linckh, ROBIN WOOD Stuttgart, vor Ort.
Der Bundesrechnungshof (BRH) prüft seit Anfang 2013 die Kosten für die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs, weil der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, im Dezember 2012 eine Kostensteigerung um satte fünfzig Prozent auf 6,8 Milliarden Euro angekündigt hatte. weiterlesen...

ROBIN WOOD: Bürgermeister Scholz muss Hamburger Hafen für Atomtransporte sperren

Strahlende Fracht: Umschlag von Urankonzentrat-Containern am Süd-West Terminal (Foto: ROBIN WOOD)

6. Oktober 2014 - Im Hamburger Hafen hat heute früh erneut ein Atomtransport-Schiff angelegt. Die aus St. Petersburg kommende VASILIY SHUKSHIN hat 21 Container mit Urankonzentrat geladen, das für die Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke bestimmt ist. Solche Atomtransporte sind gefährlich und ermöglichen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. ROBIN WOOD protestiert dagegen, dass der Hamburger Hafen der Atomindustrie als Drehkreuz dient und fordert von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz dafür zu sorgen, dass der Hafen für Atomtransporte gesperrt wird. ROBIN WOOD-AktivistInnen wollen heute Nachmittag am Kamerunweg beim Umladen der Container auf die Bahn mit einem Anti-Atom-Banner protestieren. weiterlesen...

Trainieren für den Super-GAU? ROBIN WOOD-Protest beim Volkslauf in Lüneburg

E.off statt E.on - ROBIN WOOD-Protest gegen den Atomkonzern beim "E.on Tiergarten Volkslauf" in Lüneburg (Foto:ROBIN WOOD)

4. September 2014 - AktivistInnen von ROBIN WOOD protestierten heute in Lüneburg beim „E.ON Tiergarten Volkslauf“. Mehrere AktivistInnen kletterten auf Bäume direkt an der Strecke des Volkslaufs und zeigten Transparente mit den Slogans „Trainieren für den Super-Gau - Lauf um dein Leben” und “Scheiß Sponsor!“.

Dazu sagte Florian Kubitz von ROBIN WOOD: „Jedes Jahr präsentiert sich der Atomenergiekonzern E.ON mit Hilfe des Volkslaufs in Lüneburg von seiner Sonnenseite. Laufsport ist an sich eine gesunde und unterstützenswerte Angelegenheit. Doch durch den Titelsponsor E.ON wird dieses Event Volkslauf vereinnahmt von einem Großkonzern, der sonst mit Umweltschutz überhaupt nichts im Sinn hat.“ weiterlesen...

Vattenfall verharmlost undichte Atommüll-Fässer

Saubermachen à la Vattenfall: Mit Feudel und Putzbürste gegen Atommüll

20. August 2014 - Mit undichten Atommüllfässern, Feudeln und Putzbürsten ausgestattet sind ROBIN WOOD-AktivistInnen heute vor das Vattenfall-Kundenzentrum in der Hamburger Innenstadt gezogen. Sie protestierten damit gegen Vattenfalls unverantwortlichen Umgang mit dem Atommüll und die Verharmlosungs-Strategien des Energiekonzerns.

In den Lagern des Atomkraftwerks Brunsbüttel hatten Experten diese Woche Fässer entdeckt, die so stark beschädigt sind, dass eine breiige Masse mit dem radioaktiven Stoff Cäsium 137 auslaufen konnte. weiterlesen...

Floß ahoi! ROBINA WALD geht heute für die 'Energiewende von unten' auf Tour

4.7.2014: ROBINA WALD vor dem Reichstag (Foto: Robin Wood, D. Häfner)

4. Juli 2014 - „Energiewende nicht kentern lassen!“ – Unter diesem Motto haben ROBIN WOOD-AktivistInnen heute in Berlin ihre Floßtour 2014 gestartet. Rund einen Monat lang wird die Crew mit dem selbstgebauten Holzfloß ROBINA WALD auf Spree, Havel, Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal bis nach Kiel unterwegs sein und in den Orten entlang der Strecke für eine grundlegend andere Energieversorgung streiten. ROBIN WOOD fordert: Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom – ökologisch, dezentral, selbstverwaltet und sozial! Am 10. Mai 2014 hatte die ROBINA WALD bereits an der großen Energiewende-Demonstration in Berlin teilgenommen. weiterlesen... direkt zur Floßtour-Homepage...

Kein Terminal 3! FlughafengegnerInnen treffen sich im Aktionscamp gegen den Ausbau des Frankfurter Airports

Aufhängen einer Baumplattform beim Aktionscamp gegen Terminal 3 (Foto: U. Bertrand/ROBIN WOOD)

20. Juni 2014 - Bunte Transparente in den Bäumen weisen den Weg zum Sommer-Aktionscamp von ROBIN WOOD und Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Die UmweltschützerInnen haben in einem Waldstück bei Zeppelinheim am südöstlichen Rand des Flughafengeländes ihre Zelte aufgeschlagen, Banner zwischen Bäumen gespannt und ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Gestern besuchten bereits rund 180 Menschen das Camp, etwa 20 übernachteten vor Ort. Die viertägige Versammlung richtet sich insbesondere gegen den Bau von Terminal 3 und die geplante Rodung im Treburer Oberwald für einen Autobahnzubringer zu dem neuen Abfertigungs-gebäude. weiterlesen...

Kulturwandel light - Deutsche Bank tritt nachhaltig auf der Stelle

Frankfurt/M. 22.5.14: Protest bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank (Foto: Thomas Piper)

22. Mai 2014 - Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank fordert ein breites Bündnis von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen (NGOs) von der Bank, den viel beschworenen Kulturwandel hin zu einer nachhaltig agierenden Bank endlich zu beginnen. Die NGOs protestieren vor der Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt/M. in großer Zahl und phantasievoll gegen deren zerstörerische Geschäftspolitik und überreichen den Internationalen ethecon Black-Planet-Award. „Dieser Preis geht an die beiden Vorstandsvorsitzenden Fitschen und Jain sowie die Großaktionäre der Deutschen Bank, da sie sich in vielfältiger Weise an der Zerstörung unserer Erde beteiligen und sie in einen Schwarzen Planeten verwandeln“, begründet Axel Köhler-Schnura von der Stiftung ethecon. weiterlesen...

Ein anderes Meer ist möglich!

Bremen, 18.5.14: ROBIN WOOD-Banneraktion auf dem Bürgerfest zum Europäischen Tag der Meere an der Weserpromenade (Foto: ROBIN WOOD)

18. & 19. Mai 2014 - Auf der Konferenz „Ein anderes Meer ist möglich!“, wurde von den TeilnehmerInnen ein Positionspapier zur Meerespolitik verabschiedet, das die Grenzen des Blauen Wachstums zum Thema macht. Dieses Positionspapier übergab das Bündnis gestern der EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki. Der immer stärkere Zugriff auf die lebenden, mineralischen und energetischen Ressourcen der Meere gefährdet den Erhalt der marinen Ökosysteme und befördert eine ungerechte und ungleiche Entwicklung. Während die EU-Kommission ihren ebenfalls in Bremen stattfindenden, diesjährigen Kongress zum Europäischen Tag des Meeres unter die Überschrift „Innovation driving Blue Growth“ gestellt hat, rückte die zivilgesellschaftliche Konferenz die Entschleunigung des globalen Wettlaufs um die Schätze des Meeres in den Mittelpunkt. weiterlesen...

12.000 und ROBINA WALD für die Energiewende

Energiewende nicht kentern lassen - ROBINA WALD auf der Spree, Berlin, 10.5.2014 (Foto: ROBIN WOOD, S. Kaben)

10. Mai 2014 - Insgesamt rund 12.000 Menschen demonstrierten heute in Berlin zu Wasser und zu Lande gegen das Ausbremsen der Energiewende durch die Bundesregierung. Mittendrin dabei auch ROBINA WALD, das Floß von ROBIN WOOD. Rund 120 Boote, Kanus, Schiffchen und andere schwimmende Ereignisse eröffneten die Demo unter dem Motto "Die Energiewende nicht kentern lassen". Unterstützung gab es auch durch die Bands Revolverheld und Seeed, die auf der Abschlusskundgebung vor der CDU-Parteizentrale zu hören waren. weiterlesen...

Atomtransporte in Hamburg und die „Atlantic Cartier“: Kletternde Anti-Atom-Aktivist_innen erinnern an Schiffsbrand

30. April 2014 & 3. Mai 2014 - Mit mehreren Kletteraktionen vor dem Hamburger Firmensitz der Atlantic Container Line (ACL) protestieren 10 Anti-Atom-Aktivist_innen gegen die Atomtransporte durch die Reederei ACL. Sie hängten anlässlich des Jahrestages des Großbrands des mit radioaktiven Materialien beladenen ConRo-Frachters Atlantic Cartier am 1. Mai 2013 Transparente am und vor dem Gebäude der ACL in der Hafen-City auf. weiterlesen...

Erneut hat der vor fast genau einem Jahr von einen Großfeuer betroffene Atomfrachter Atlantic Cartier am 3. Mai im Hamburger Hafen fest gemacht. Das Schiff befördert in vielen Fällen radioaktives Uran für die Ver- und Entsorgung von Atomanlagen. Wir fordern ein Verbot der Atomtransporte im Hamburger Hafen und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. weiterlesen... weitere Fotos hier...

 

S21-Protest: Kletteraktion gegen Brückenabriss - Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr ausbauen statt zerstören

S21-Protest: Banner gegen Brückenabriss, 30.3.2014, Bad Cannstatt (Foto: ROBIN WOOD/J. Volle)

30. März 2014 - KletteraktivistInnen von ROBIN WOOD haben heute in Stuttgart gegen den Abriss von drei Fußgängerbrücken und gegen das Bahnprojekt S21 demonstriert. Am Mittag spannten sie an der Holzbrücke über den Neckar zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und dem Rosensteinpark ein 35 Meter langes Transparent mit der Forderung: „Die Brücken für Fußgänger & Radfahrer erhalten – S21 stoppen!“ An SpaziergängerInnen verteilten sie Flyer gegen den geplanten Brückenabriss. weiterlesen...

„Endstation Fukushima – sofort alle aussteigen!“ - ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren mit Kletteraktion am Bremer Hauptbahnhof gegen Atomkraft und Atomtransporte

Foto: ROBIN WOOD

11. März 2014 - Mit einer spektakulären Kletteraktion an der Fassade des Bremer Hauptbahnhofs erinnern ROBIN WOOD-AktivistInnen an die Atomkatastrophe von Fukushima, die sich heute zum dritten Mal jährt. Sechs AktivistInnen erklommen heute Vormittag das Dach des Bremer Bahnhofs, zwei von ihnen seilten sich von der Fassade ab und entrollten in 30 Meter Höhe ein Transparent mit der Forderung: „Endstation Fukushima – sofort alle aussteigen!“ weiterlesen...

Zwangsräumung für A100 in Berlin-Neukölln hat begonnen – Großer Polizeieinsatz am Widerstands-Baumhaus gegen die A100

Foto: R. Neugebauer/visual rebellion

2. März 2014 - Heute Mittag hat die Räumung des Geländes in Berlin-Neukölln begonnen, auf dem die Protestpappel gegen die Stadtautobahn A100 steht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und hat die rund 100 UnterstützerInnen, die sich dort versammelt haben, inzwischen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Das Baumhaus in der Pappel ist zurzeit [14:15 Uhr/Update am Ende dieser Presse-Info] jedoch weiterhin von mehreren A100-GegnerInnen besetzt, ein Hubwagen ist im Einsatz. Aktive aus dem Bündnis „A100 stoppen“ hatten den Baum gemeinsam mit ROBIN WOOD-AktivistInnen Anfang Januar 2013 besetzt. weiterlesen...

Berlin, A100 stoppen!

Foto: Malama Pono/ROBIN WOOD

 „Es herrschen 10 Grad Frost und für uns zwei steht nur eine winzige Fläche von 2 mal 1,5 Metern zur Verfügung. Unser Atem kondensiert an einer Plane, die uns vor Schnee, Regen und Wind schützt. Vor dem Straßenlärm, der uns ab 5 Uhr morgens den Schlaf raubt, schützt sie uns nicht. Die Plattform, auf der wir liegen, hängt in einem Baum. Das Baum-Telefon klingelt um 6 Uhr früh und ein örtlicher Radiosender will von uns wissen, wie wir die Nacht auf der Protestpappel gegen die Verlängerung der Autobahn 100 in Berlin überstanden haben.“ So zogen wir im Januar 2013 in eine neue Protestrunde gegen die Asphaltlobby. Mittlerweile haben wir vier Baumfällversuche und Räumungen überstanden. Für den Winter 2013/14 ersetzten wir unsere einfache, zeltartige Plattform durch ein wetterfestes Baumhaus.

Seit über einem Jahr hielten AktivistInnen von ROBIN WOOD und dem Aktionsbündnis „A100 stoppen!“ eine Pappel auf der geplanten Trasse des 16. Teilstücks der A100 in Berlin besetzt. Dieses neue Stück der überflüssigen und überteuerten Berliner Stadtautobahn soll von Neukölln bis Treptow führen und 475 Millionen Euro kosten. Das sind rund 150.000 Euro pro Meter – ein Vielfaches anderer Autobahnneubauten. Der Protest dagegen hält unvermindert an und die Finanzierung dieses hierzulande teuersten Autobahnprojekts ist nicht gesichert. Die BaumbesetzerInnen setzen sich für eine sozialere Stadtplanung ein, die statt Asphaltpisten und Blechlawinen, den Rad-, S-, U- und Straßenbahnverkehr stärker fördert. Am 3. Februar 2014 wurde das Baumhaus von einem Großaufgebot der Polizei geräumt und alle Bäume gefällt.

Hamburg sagt „Tschüss Vattenfall!“

Fotos: ROBIN WOOD

22. September 2013: Die Mehrheit der HamburgerInnen stimmte im September beim Volksentscheid für eine vollständige Rückführung des Strom-, Gas- und Fernwärmenetzes in die öffentliche Hand. Das Bündnis „Unser Hamburg – Unser Netz“, zu dessen Mitgründern ROBIN WOOD zählt, hat mit kleinem Budget, viel Herzblut und professioneller Arbeit mehr Menschen überzeugt als die millionenschwere Angstkampagne von SPD, CDU und FDP mit Energiekonzernen und Wirtschaftsverbänden. Mehr unter www.robinwood.de/Tschuess-Vattenfall

119.000 gegen Vattenfall-Tagebau!

Lausitz, 16. September 2013: Mit der Übergabe von offiziell insgesamt mehr als 119.000 Unterschriften gegen den Braunkohletagebau Welzow Süd II setzte ein breites Bündnis ein deutliches Signal für den Klimaschutz! Die Tagebau-Lobbyisten behaupten nun, die Proteste seien von außen fremdgesteuert. Doch der Klimawandel geht uns alle an. Das wurde auch beim Klimacamp in der Lausitz deutlich, das in diesem Jahr in Proschim stattfand – also genau jenem Ort, der für den Tagebau geopfert werden soll. Für die TeilnehmerInnen des Camps war sehr eindrucksvoll zu erleben, was dem Tagebau weichen soll. Die Menschen wollen heute nicht mehr akzeptieren, dass für den Klimakiller Braunkohle mehr als 800 Menschen umgesiedelt werden sollen und ein weiteres sorbisches/wendisches Dorf zerstört wird

Kein Atommüll in Braunschweig!

Braunschweig, 14. September: ROBIN WOOD-Aktive beteiligten sich mit Paddelbooten auf dem Mittellandkanal an einer Aktion der Bürgerinitiative Strahlenschutz aus Braunschweig (BISS), bei der die Atommüllfirmen Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler von einer Menschenkette umzingelt wurden. Die Unternehmen lagern und bearbeiten strahlenden Atommüll – ganz in der Nähe von Wohnhäusern, Schulen und einem Kindergarten. Bereits seit Jahren werden am Zaun des Firmengeländes hohe Strahlen-Emissonen gemessen. Die Strahlenbelastung ist dort höher als etwa am Zwischenlager Gorleben. Jetzt wollen die Unternehmen ihr Gelände an der Harxbütteler Straße im Ortsteil Thune auch noch erweitern

Kletterprotest im Vattenfall-Land

Hamburg, 25. August 2013: Wer die „Vattenfall Cyclassics“ in Hamburg besucht, fragt sich, ob die Stadt dem Konzern gehört. Überall prangt das Logo des Unternehmens. Mit dem Radrennen will sich der Konzern eine grünes Image geben, obwohl der Strom den der Konzern produziert zu 80 Prozent aus klimaschädlicher Kohleverbrennung stammt. ROBIN WOOD AktivistInnen waren – wie schon in den Jahren zuvor – fest entschlossen, bei den Cyclassics gegen die Kohle- und Atompolitik von Vattenfall zu demonstrieren. Weil Vattenfall versucht jegliche unerwünschte Meinungsäußerung zu untersagen, hatten sich die ROBIN WOOD-AktivistInnen für eine Protestaktion in luftiger Höhe an der Rennstrecke entschieden. Die Transparente waren im Zielbereich für die Polizei unerreichbar und für das Publikum nicht zu übersehen: „Keine Kohle in Moorburg. Tschüss Vattenfall!“; „Ätsch! Kohle nix da!“; „Kohlekraft macht krank!“ Dabei war den DemonstrantInnen wichtig, das Rennen nicht zu stören.

Bremen: Der Atomtod fährt mit

Foto: ROBIN WOOD

Bremen, 2. August 2013: Die in Bremen ansässige Spedition Kieserling transportiert per Lkw Uranhexafluorid, angereichertes Uran und Brennelemente. Kieserling beliefert überwiegend die Urananreicherungsanlagen im westfälischen Gronau und im niederländischen Almelo sowie die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen. Mit über 120 genehmigungs- und anzeigepflichtigen Atomtransporten allein im Jahr 2012 hat die Spedition einen beträchtlichen Anteil am Aufkommen der Atomtransporte in Deutschland – durchschnittlich jeden dritten Tag fährt sie einen Atomtransport. Mit einer Aktion Anfang August forderte ROBIN WOOD spektakulär den Stopp dieser Transporte und das sofortige Ende des Atomgeschäfts. Erst leugnete der Kieserling-Geschäftsführer jegliche Atomtransporte. Nachdem ROBIN WOOD aber eine lange Liste der Atomtransporte präsentierte, musste das Unternehmen per Pressemitteilung die gefährlichen Transporte einräumen.

Anti-Atom-Camp

Foto: Pay Numrich

Vom 19. bis zum 27. Juli schlugen im münsterländischen Metelen rund 100 Atomkraftgegner_innen ihre Zelte auf. Auf dem Grundstück eines Bauern gab es statt Streuobstwiese nun neben Baumklettern, Fotografie und Sambaspiel auch Informationen über Widerstandsgeschichten aus Indien und Debatten um die Verfüllung der Asse bis hin zu Strategiediskussionen zu effektivem Widerstand und Fragen des Umgangs mit Repression.

Das Münsterland ist mit der Urananreicherungsanlage in Gronau und dem Zwischenlager in Ahaus immer noch Atom-Land und auch die Brennelementefarbrik und das AKW im niedersächsischen Lingen sind nicht weit. Mit diesen Anlagen verbunden sind nahezu tägliche Atomtransporte: Natururan, angereichertes Uran, abgereichertes Uran und Brennelemente werden hin- und hergeschoben. Wie riskant solche Transporte sind, zeigte der Brand des Containerschiffs im Hamburger Hafen am ersten Mai. Die Atlantic Cartier hatte unter anderem Munition, Ethanol und Uranhexafluorid geladen und konnte erst nach vielen Stunden gelöscht werden.

Gronau: Den ersten von zwei Aktionstagen verbrachten die Aktivist_innen ab den frühen Morgenstunden vor der Urananreicherungsanlage in Gronau. Mit Tripods blockierten sie die Hauptzufahrt. Eine Kletteraktion sowie eine Sitzblockade versperrten die Feuerwehrzufahrt. Die Urenco als Betreiberfirma entschied sich die Aktion zu dulden, und stellte den Angestellten der Nachtschicht Taxen zur Verfügung, um nach Hause zu fahren. Gegen Abend beendeten die Aktivist_innen mit einer Schlussdemo unterstützt von einer Samba-Band ihre Blockaden.

Lingen: Weitgehend vergessen von vielen in der Anti-Atom-Bewegung werden in Lingen Brennelemente hergestellt, die rund 10 % des Weltmarktebedarfs liefern. Daher bekam die Brennelementefabrik von Areva im Rahmen des Camps ebenfalls Besuch von widerständigen Menschen. Mit einer Sitzblockade und einer Kletteraktion versperrten sie die einzige Zufahrt zur Anlage. Anders als in Gronau wurde die Blockade in Lingen nach wenigen Stunden von der Polizei geräumt. Gegen die beteiligten Sitzblockierer_innen wurden Bußgeldverfahren wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.


Tempo 30 -Autoland am Limit

Foto:ROBIN WOOD

Bremen, 15. September 2013: Beim Autofreien StadTraum .war das Highlight des Infostandes: Das Bemalen von Tempo 30-Warnwesten. Mit dieser Attraktion konnte ROBIN WOOD viele junge BesucherInnen anlocken und begeistern. Mehr Infos zur Tempo-30-Kampagne


Hamburg: Tor zur Welt für die Atomlobby

Foto: Ernst-Wilhelm Otte

Hamburg, 5. Juli 2013: ROBIN WOOD-AktivistInnen seilten sich am Tragseil der Fußgängerbrücke Kehrwiedersteg ab und protestierten gegen die auch zukünftig vorgesehenen Atomtransporte durch Hamburg. Sie forderten den Senat und die Bürgerschaft auf, für einen Stopp der Atomtransporte durch Hamburg zu sorgen. Jede Woche laufen Schiffe mit gefährlicher radioaktiver Fracht den Hamburger Hafen an - ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wird. Am 1. Mai dieses Jahres war die Stadt knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, als auf dem Atomfrachter "Atlantic Cartier" am O'Swaldkai ein Feuer ausbrach, während sich wenige Hundert Meter entfernt Zehntausende BesucherInnen des Kirchentags aufhielten. Ein Blick ins Bundesland Bremen zeigt, wie ein erster Schritt aussehen könnte: Dort sind die Häfen per Gesetz für den Umschlag von Kernbrennstoffen gesperrt.

Der Hamburger Senat aber will weiterhin den Hafen als Tor zur Welt für die Atomlobby sperrangelweit offen halten. Hier floriert der Handel mit Rohstoffen für die Atomindustrie. Ob Uranerz aus Russland, Namibia und Kanada oder Uranhexafluorid für die USA - Zwischenstation ist der Hamburger Hafen.

Sternfahrt in Köln

Foto: ROBIN WOOD/Kahl

Köln, 16. Juni 2013: Bei schönem Wetter radelten etwa 1.500 RadfahrerInnen in Köln von neun verschiedenen Startpunkten in die Innenstadt. Dort sammelten sie sich am Rudolfplatz für eine gemeinsame Innenstadtroute, die so manchen Stau verursachte. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Roncalliplatz am Dom statt. Hier gab es auch zahlreiche Infostände sowie fetzige Livemusik vom Kunstorchester "Kwaggawerk".

Die Redner, Hans-Georg Kleinmann aus der Kölner Autofreien Siedlung und Davide Brocchi von der Köln Agora, dem neuen Bündnis für den "Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit", forderten mehr Sicherheit für die RadlerInnen im Kölner Stadtverkehr und zweitens eine Transformation Kölns zu einer weniger autofixierten Stadt. Mehr Raum für RadlerInnen, FußgängerInnen, Busse und Bahnen, für Leben, Kultur und nachbarschaftliche Begegnung auf der Straße! Dafür weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung, weniger Spritverbrauch und weniger Klimaerwärmung! Also rauf aufs Rad!

Keine Öl-Pipeline beim Großen Bären!

Foto: Stephan Röhl

Berlin, 12. Mai 2013: Um als Bär in einer Großstadt nicht weiter aufzufallen, ist das Brandenburger Tor in Berlin der richtige Platz: Zahlreiche Petze tummeln sich dort und stellen sich als Fotomotiv für TouristInnen zur Verfügung. Und doch gelang es einem Exemplar an diesem Tag, die Aufmerksamkeit der zahlreichen Berlin-BesucherInnen und Einheimischen auf sich zu ziehen. Der freundliche Braunbär appellierte gemeinsam mit ROBIN WOOD-AktivistInnen und mit Hilfe eines großen Transparentes an die kommende Provinzregierung von British Columbia, den Lebensraum seiner seltenen weißen Artgenossen im weltweit einzigartigen Great Bear Rainforest zu schützen und sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die geplante Enbridge-Öl-Pipeline einzusetzen. Mehr als 4.700 Unterschriften zum Schutz des Regenwaldgebietes wurden gesammelt und vor dem Brandenburger Tor an Jens Wieting übergeben, der sich in British Columbia auf Seiten der Naturschutzorganisationen für die Umsetzung der Great Bear Rainforest Vereinbarungen einsetzt. "Egal, wer die Wahlen gewinnt: Wir erwarten, dass die neugewählte Regierung den Schutz dieses weltweit einzigartigen Waldgebietes zu ihren wichtigsten Aufgaben in den nächsten Monaten zählt", so Rudolf Fenner, Bärendompteur und Waldreferent bei ROBIN WOOD.

Der Great Bear Rainforest, mit einer Fläche größer als die Schweiz, gehört zu den letzten weitgehend intakten Wildnisgebieten der Welt. Neben Grizzly-Bären, Weißkopf-Seeadlern und Küstenwölfen gibt es hier das einzige Vorkommen einer weißen Variante des Schwarzbären, den Kermode-Bären. Seit einiger Zeit drohen neben dem Holzeinschlag Zerstörungen durch die Ölindustrie. Die geplante Enbridge Pipeline soll Rohöl aus den riesigen Teersand-Tagebaugebieten der Nachbarprovinz Alberta über rund 1.200 Kilometer mitten in das Gebiet des Great Bear Rainforest leiten. Von dort soll es mit jährlich Hunderten so genannter Supertanker über die das Waldgebiet durchziehenden, engen Fjorde und Meeresarme weiter aufs Meer und über den Pazifik transportiert werden.

 

Victoria, 2. Juni 2013: Kein Regierungsvertreter der kanadischen Provinzregierung von British Columbia war bereit, unsere Protestbriefe aus Deutschland persönlich entgegenzunehmen. Jens Wieting gab sie daraufhin bei der Poststelle des Regierungsgebäudes in Victoria auf Vancouver Island ab. Die Zurückhaltung ließ sich später damit erklären, dass am Vortrag ein Anschlagsversuch mit Kochtöpfen wie in Boston in Victoria vereitelt worden war.

Elb-Blockade mit Floß

Foto: visual.rebellion

Unsere FreundInnen von der Initiative Moorburgtrasse-stoppen fragten uns schon Mitte letzten Jahres, ob wir eine Elb-Blockade gegen das Klimakiller-Kraftwerk Moorburg in Hamburg unterstützen würden. Wir waren alle schnell begeistert von dieser etwas anderen Aktionsform. Am 29. April 2013 startete die Floßtour dann offiziell in Dömitz: Zunächst ging es auf der relativ seichten Elbe gen Hamburg, wo es kurz vor dem Hafen dann ganz schön wackelig wurde. Am 10. Mai fand die symbolische Elb-Blockade gegen das Kraftwerk statt, mit vielen kleinen und großen Aktionen an Land und einer Bühne anläßlich des 824. Hamburger Hafengeburtstags.

Mehr Infos und Fotos finden Sie auch unter www.gegenstrom13.de

 

Vattenfall: Proteste statt Häppchen

Foto: ROBIN WOOD

Hamburg, 3. April 2013: Die "Vattenfall Business Media Night" lief in diesem Jahr anders ab, als sich Vattenfall das wohl gewünscht hatte: AktivistInnen protestierten gegen die Atom- und Kohlepolitik des Konzerns und empfingen die zahlreichen Gäste aus Medien, Wirtschaft und Politik vor einem Nobel-Restaurant am Hamburger Hafen mit Trillerpfeifen und Transparenten. Die AktivistInnen kritisierten die Lobby- und Greenwash-Aktivitäten des Konzerns und forderten eine Energieversorgung ohne Kohle und Atom sowie die vollständige Rekommunalisierung der Netze in der Hansestadt.

Aktionstour gegen Atomkraft

Foto: ROBIN WOOD/Patrick Müller

In der Woche vom 6. bis 13. April 2013 erkletterten AktivistInnen von ROBIN WOOD auf einer Tour durch Schleswig-Holstein Fahnenmasten und Bäume. Mit Transparenten und Flugblättern wurde in Erinnerung an die Katastrophe von Tschernobyl auf die Protest- und Kulturmeile am 21. April 2013 rund um das Atomkraftwerk Brokdorf aufmerksam gemacht, mehr...

30 Jahre umwelt aktiv

Foto: Mike Schröder

30 Jahre engagiert gegen das Waldsterben: Am 22. Februar 2013 trafen sich mehr als 50 Ur-ROWOs zum 30jährigen Jubiläum am Ort der ersten ROBIN WOOD-Aktion vor dem Hamburger Michel, mehr...

Uranfabrik Gronau stilllegen!

Foto: Grodotzki/visual-rebellion.com

Bei einer Infotour vom 15. bis 20. Oktober 2012 durch insgesamt sieben Städte hat ROBIN WOOD auf die Gefahren der Uranfabrik in Gronau aufmerksam gemacht. Jedes zehnte Atomkraftwerk auf der Welt wird von Gronau mit angereichertem Uranbrennstoff versorgt. Einzigartig bei der Uranfabrik Gronau ist: Die Bundesrepublik verpflichtet sich bis heute mit dem internationalen "Vertrag von Almelo", der zwischen der Bundesrepublik, den Niederlanden und Großbritannien geschlossen wurde, zur kommerziellen Förderung der Urananreicherung. Von dem Atomausstiegsbeschluss nach der Katastrophe von Fukushima ist die Uranfabrik in Gronau nicht betroffen. Sie darf völlig unbefristet weiterhin atomare Risiken erzeugen und exportieren. Das gilt auch für die Brennelementefabrik in Lingen.

Mehr als 10.000 Menschen unterstützen bereits per Unterschrift die Forderung von ROBIN WOOD die Uranfabrik Gronau stillzulegen. Mit Infoständen, Schnupperklettern, Filmen und Vorträgen sowie der (Online-)Unterschriftenaktion informierte ROBIN WOOD bei der Tour Medien und Öffentlichkeit über diese "vergessene" Uranfabrik. Die Stationen der Infotour waren: Münster, Köln, Cottbus, Leipzig, Lüneburg, Bremen und Hamburg.

Proteste erfolgreich! Geheimdienst wird keine Steuerbescheide ausstellen

Foto: ROBIN WOOD/Häffner

Oktober 2012: Nach vielstimmigen Protesten von über 180 NGOs sowie einem von ROBIN WOOD und ATTAC Deutschland initiierten offenem Brief gab die Bundesregierung nach und nahm einen Gesetzesentwurf zurück, laut dem der Verfassungsschutz allein über die Gemeinnützigkeit von Organisationen entscheiden dürfte. Die von der Bundesregierung ursprünglich geplante Gesetzesänderung sah das zwingende Ende des Gemeinnützigkeitsstatus für Organisationen vor, die in einem der Verfassungsschutzberichte von Bund oder Ländern als "extremistisch" bezeichnet werden - ohne Anhörung der Betroffenen und ohne Spielräume der lokalen Finanzämter. Laut Nachrichtenagenturen soll die entsprechende Änderung im Entwurf für das Jahressteuergesetz 2013 zurückgenommen worden sein.

Wilmar: Kein Palmöl aus Raubbau!

Foto: Grodotzki/Neugebauer/visual-rebellion.com

Brake, 17. September 2012: Quer über die Zufahrt zum Werk der Palmöl-Raffinerie von Wilmar spannten ROBIN WOOD-AktivistInnen ein Banner mit der Aufschrift: "Wilmar - Raffinierte Zerstörung und Vertreibung - Kein Palmöl aus Raubbau!" Außerdem kletterten AktivistInnen in die Spitze von mehreren dort postierten Dreibeinen aus sechs Meter langen Gerüststangen. Sie forderten von Wilmar kein Palmöl aus Raubbau einzusetzen, die Expansion von Palmöl-Plantagen zu stoppen und Landkonflikte zugunsten der lokalen Bevölkerung zu lösen.

Das kürzlich erweiterte Werk in Brake versorgt vor allem Lebensmittelhersteller mit Industriefetten. Wichtigster Rohstoff ist Palmöl. Der Einsatz von Palmöl in der Lebensmittelbranche boomt. Das Fett gilt als billiger Rohstoff und findet sich heute in fast jedem zweiten Supermarkt-Produkt, von Margarine über Tütensuppe bis hin zu Eiscreme. Die Folgen sind verheerend: Kahlschlag von Tropenwäldern, Landraub, Vertreibung, Klimaschäden.

Einer der ganz großen Profiteure dieses schmutzigen Geschäfts ist Wilmar. Die börsennotierte Wilmar-Gruppe mit Sitz in Singapur ist der größte Palmöl-Händler der Welt. Wilmar betreibt große Palmöl-Monokulturen. Allein in Indonesien bewirtschaftet der Konzern 180.000 Hektar Plantagen, auf denen größtenteils zuvor Regenwald stand. Wilmar ist in zahlreiche Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung verwickelt.

Bisher reagiert der Konzern offenbar nur auf massive öffentliche Kritik. ROBIN WOOD hatte gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen den gewaltsamen Überfall von Wilmar-Sicherheitskräften auf das Dorf Sungai Beruang auf Sumatra im August 2011 bekannt gemacht. Erst nach mehreren öffentlichkeitswirksamen Aktionen - auch beim Wilmar-Kunden Unilever - und etlichen Gesprächen bewegte sich Wilmar. Vor Ort läuft nun ein Mediationsverfahren und die Betroffenen hoffen auf eine gute Lösung.

Wilmar setzt sein Zerstörungswerk andernorts fort - nicht nur in Südostasien, auch in Afrika. Friends of the Earth dokumentierte 2012 großflächigen Landraub in Uganda von Wilmar für Palmöl (http://www.foei.org/en/media/land-grab). Dort hat sich der Konzern - gemeinsam mit dem afrikanischen Investor BIDICO - 10.000 Hektar angeeignet.

Im Laufe des Tages reagierte Wilmar auf die Protestaktion mit einem Gesprächsangebot an ROBIN WOOD. Der Chef von Wilmar Europa, Remond van Dorland, erklärte per E-Mail, Wilmar sei innerhalb der nächsten Wochen zu einem konstruktiven Dialog bereit. ROBIN WOOD ist ebenfalls daran interessiert und wird nun zeitnah einen Gesprächstermin mit den Wilmar-Entscheidern vereinbaren.

Schiffsreise von Atommüll gestoppt

Wenn ein Schiff auf große Fahrt geht und dabei Atommüll an Bord hat, kann dies nicht ohne Proteste von ROBIN WOOD geschehen, schon gar nicht, wenn dieser Transport einmal quer durch die ganze Bundesrepublik erfolgt. Das AKW Obrigheim wurde glücklicherweise schon vor einigen Jahren stillgelegt. Doch wohin mit den radioaktiv belasteten Einzelteilen des abzubauenden Atomkraftwerkes, wenn die Zwischenlager alle überfüllt sind und kein Endlager vorhanden? Man verfrachtet den Müll dorthin, wo noch etwas Platz ist und transportiert die radioaktive Fracht zur Abwechslung mal nicht über die Straße sondern über den Fluss: von Südwestdeutschland durchs Münsterland, vorbei an Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Berlin über Polen nach Lubmin. Das 1999 in Betrieb genommene Atommülllager Lubmin war ehemals dafür vorgesehen, ausschließlich Atommüll aus Ostdeutschland aufzunehmen. Aufgrund des Entsorgungsnotstandes wird jedoch inzwischen immer mehr bundesweiter Atommüll in die Nähe des Ostseebades transportiert.

ROBIN WOOD protestierte gemeinsam mit anderen Initiativen an mehreren Orten entlang der Strecke. Pfingstmontag 2012 konnte in Münster die Fahrt des Atommüllfrachters "Edo" für mehrere Stunden aufgehalten werden. Rund um Münster finden zahlreiche Atomtransporte statt. Das hängt auch mit der Uranfabrik in Gronau zusammen. In der Uranfabrik Gronau wird trotz des vermeintlichen Atomausstiegs der Brennstoff für jedes zehnte Atomkraftwerk in der Welt hergestellt. Der Betrieb der Uranfabrik ist bis heute - anders als bei den Atomkraftwerken - nicht befristet! ROBIN WOOD hat deshalb einen Online-Protest für die Abschaltung der Anlage in Gronau gestartet: www.robinwood.de/uran.

In Braunschweig protestierte Robin WOOD gemeinsam mit der AG Schacht Konrad gegen den Atomtransport auf dem Wasser. "Atommüll wird hin und her gekarrt, von einem Zwischenlager zum nächsten. Ein Konzept für eine auf Dauer sichere Beseitigung von Atommüll gibt es bis heute nicht. Die Bundesregierung spricht von einem Neustart in der Endlagersuche und einer-šweißen Landkarte', in Wirklichkeit ist die Karte mit radioaktiven Atommüll-Flecken übersät.

Rund um Braunschweig ist die Bevölkerung mit massiven Problemen der Atommülllagerung konfrontiert: In den Schacht Asse II, in dem über 120.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktiven Atommüll lagern, laufen schon jetzt 12.000 Liter Lauge pro Tag und die Wassereintritte drohen weiter zuzunehmen. Dadurch steigt die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung des Grundwassers. Selbst der Einsturz des Salzstocks kann nicht ausgeschlossen werden. Nicht weit davon entfernt wird derzeit der Schacht Konrad zum atomaren Endlager ausgebaut, obwohl es massive Zweifel an seiner Langzeitsicherheit gibt. Im Braunschweiger Stadtteil Thune will die Nuklear-Firma Eckart und Ziegler ihren am Rande eines Wohngebietes gelegenen Betrieb erweitern, um dort Atommüll für die Endlagerung zu verpacken. Erst massive Proteste aus der Bevölkerung und von ROBIN WOOD haben dazu geführt, dass diese Pläne vorerst auf Eis gelegt wurden.

Mit den Protesten will ROBIN WOOD ein Zeichen gegen diesen gefährlichen Atommülltourismus setzen. Dass Atomkraftwerke zurückgebaut werden, ist natürlich grundsätzlich richtig. Wie in diesem Zusammenhang aber mit dem Müll umgegangen wird, ist fahrlässig und kriminell. Mit dem Transport wird suggeriert, dass es eine Lösung für den Umgang mit radioaktiven Müll gäbe - dem ist aber nicht so. Und das muss sich schleunigst ändern.

Protest bei RWE Hauptversammlung

Foto: ROBIN WOOD

Essen, 19. April 2012: Am Tag der Jahreshauptversammlung demonstrierten etwa 150 AktivistInnen, darunter auch AktivistInnen von ROBIN WOOD, lautstark vor der Grugahalle, um unter dem Motto "RWE unplugged" gegen die Atom- und Kohlepolitik des Konzerns zu protestieren. Einige Menschen versuchten zum Eingang der Veranstaltung zu gelangen, um sich dort den AktionärInnen in den Weg zu setzen. Die Polizei verhinderte diese Aktion rabiat. Auch der Versuch von einigen AktivistInnen, sich vor dem Eingang anzuketten, wurde vereitelt. Die Aktionäre mussten sich deshalb von Polizei und Sicherheitsdienst in die Halle geleiten lassen. Die Sambatrommeln der Protestbewegung hörte man zeitweise bis in die Halle hinein.
In diesem Jahr nahmen auch zwei Mitglieder von ROBIN WOOD an der Aktionärsversammlung teil. Sie stimmten gegen die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Die Aktionäre reagierten teilweise irritiert auf die Teilnehmer von einer Umweltschutzorganisation.

Rama-Mädchen erschießt Affen und Menschen

Foto: ROBIN WOOD

 17. April 2012: ROBIN WOOD-Aktive protestierten in Bremen gegen Landraub und Umweltzerstörung. Aufgerufen hatte ein buntes Bündnis um das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact, das auch 24 Stunden die Deutsche Bank besetzte. Grund für die Besetzung ist die weltweite Beteiligung und Finanzierung des Unternehmens an skrupellosen Landspekulationen, die zur Verdrängung der ansässigen lokalen Bevölkerung und einem weltweiten Anstieg der Lebensmittelpreise führt.

Nicht nur die inakzeptablen Finanzierungs- und Kreditgeschäfte der Deutschen Bank, sondern auch die verantwortungslose Einkaufspolitik multinationaler Lebensmittelkonzerne wie Unilever fördert das Leid und Elend der Menschen im globalen Süden! Unilever ist mit führenden Marken wie Rama, Langnese und Lipton weltweit einer der größten Palmölabnehmer. Für die Expansion von Palmölplantagen werden Urwaldflächen zerstört, wodurch der Klimawandel angeheizt wird und zahlreiche Tiere ihren Lebensraum verlieren. Auch Menschen werden unter Anwendung von Gewalt vertrieben und ganze Dörfer müssen den Palmölplantagen weichen.

Bewaffnet mit einer Gewehrattrappe zog daher unser "Rama-Mädchen" mit goldener Haarpracht über den Domshof, um symbolisch Platz für weitere Palmölplantagen zu schaffen. Etliche Tiere und Menschen, die versuchten sich ihr in den Weg zu stellen, fielen dem Rama-Mädchen zum "Opfer".

Keine Pipeline im kanadischen Küstenregenwald!

Foto: ROBIN WOOD/Weitzel

22. März 2012: Ein herrlich sonniger Frühlingstag in Berlin. Höchste Zeit für die berühmten Berliner Bären, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Zwei besonders aufgeweckte Exemplare fanden sich um 12.00 Uhr mittags vor der kanadischen Botschaft in der Nähe des Potsdamer Platzes ein, um für den Schutz und Erhalt des Great Bear Rainforest zu demonstrieren. Das weltweit größte, intakte Regenwaldgebiet außerhalb der Tropen, das bisher lediglich zur Hälfte unter Schutz steht, ist gegenwärtig durch Aktivitäten der Ölindustrie massiv bedroht. 4.580 Protestschreiben wollten die Bären dem kanadischen Botschafter übergeben, damit der einzigartige Lebensraum ihrer kanadischen Artgenossen in British Columbia erhalten wird und eine dort geplante, 1200 Kilometer lange Öl-Pipeline nicht gebaut wird. Und die Bären kamen nicht allein. Sie wurden von ROBIN WOOD-AktivistInnen begleitet, die vor der Botschaft die Auswirkungen einer undichten Pipeline - ölverschmierte Wälder und vergiftete Bären - anschaulich machten.

Der Botschafter jedoch kniff. Ihm fehlte wohl der Mut, sich den Forderungen der Bären und ROBIN WOOD-AktivistInnen zu stellen. Nur unter Polizeischutz durfte einzig und allein der ungefährlich wirkende ROBIN WOOD-Waldreferent Rudolf Fenner die Botschaft betreten und die Protestschreiben abgeben. Derweil drückten sich die MitarbeiterInnen der Botschaft in den oberen Etagen die Nasen am Fenster platt. Um ihren Informationshunger zu stillen wurden beide Transparente noch einmal neu ausgerichtet. So hat der Great Bear Rainforest heute sicherlich viele neue UnterstützerInnen bekommen.

Stuttgarter Schlossgarten geräumt

Foto: Grodotzki/Neugebauer/visual-rebellion.com

Stuttgart, 15. Februar: Seit Herbst 2010 hielten Aktive der Parkschützer und AktivistInnen von ROBIN WOOD auf Plattformen und in Baumhäusern einige alte Bäume im Stuttgarter Schlossgarten besetzt. In der Nacht zum 15. Februar wurde - oft angekündigt und immer wieder diskutiert - der mittlere Schlossgarten geräumt, um den Park für die Bauarbeiten von Stuttgart 21 zu roden. Nach den Fällungen rund um den Schlossgarten einige Tage zuvor, wie zum Beispiel dem Areal vor der Konzertbühne und Disco "Röhre", war klar, dass der Großeinsatz im Park kurz bevorstand.

Als es dann in dieser Nacht soweit war, waren die Aktiven auf und unter den Bäumen darauf vorbereitet, sich der Räumung in den Weg zu stellen, zu hängen und zu legen, um gegen dieses sinnlose Prestigeprojekt zu protestieren. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Großaufgebot der Polizei mit Bussen der Stuttgarter Verkehrsbetriebe rund um den Schlossgarten abgeladen, die als erstes begann den Bodenbereich zu räumen. Einige engagierte BesetzerInnen, DemonstrantInnen, Parkschützer bremsten das schnelle Durchkämmen des Parks durch die Polizei einige Zeit aus. Ins Stocken geriet die Polizeiaktion allerdings erst, als sie auf zwei Aktive der Parkschützer und ROBIN WOOD trafen, die irgendwie mit ihren Armen im Boden feststeckten.

Für die Räumung der Bäume fuhren nach Anbruch des Tages mehrere Hubwagen mit Spezialkräften der Polizei in den Park ein und fingen mit der Räumung der KletterInnen an. Sie kamen allerdings auch hier nicht so schnell voran wie sie es sich vielleicht erhofft hatten, da die Höhe und die Kletterfertigkeit der KletterInnen ihnen Schwierigkeiten machten und auch in einem der Bäume plötzlich eine Kletterin eine innige Verbindung mit dem Bau einging, wie zuvor die AktivistInnen mit dem Boden, die zu dem Zeitpunkt immer noch dort unten feststeckten - inzwischen einige Stunden. Es hämmerte und sägte, der Maschinenlärm war so laut wie auf einer Baustelle, bis die AktivistInnen am Boden aus ihrer Verankerung geholt wurden und mittags um 14 Uhr dann die letzte Kletterin aus ihrem Baum herausgesägt war. Alle mussten mit zur Feststellung der Identität. Dass außen um den Park herum der "normale" Alltag und Straßenverkehr lief, ließ die ganze Räumung sehr surreal wirken. Doch leider war das alles sehr real. Die Polizei begann nach der Räumung eifrig damit das Gelände einzuzäunen und rasch kamen die ersten Arbeiter, um mit der Kennzeichnung und dann der Fällung der großen alten Bäume zu beginnen. Die AktivistInnen trafen sich danach an einem privaten Ort, um nach diesen anstrengenden Tagen, die kalt, nervenaufreibend, aber auch herzlich und Mut machend gewesen waren, erstmal Kraft zu tanken. Wir werden sicher den Prozess um Stuttgart 21 weiter kritisch verfolgen und uns unser Recht auf Demonstration und freie Meinungsäußerung nicht nehmen lassen, auch wenn das mit Kriminalisierung und Einschüchterung immer wieder versucht wird.

Weltweiter Protest gegen das Abholzen tasmanischer Urwälder

Melinda Gibson lebt auf einem der bedrohten Urwaldriesen

Über 30 Jahren tobten die Auseinandersetzungen um die noch aus dem Urkontinent Gondwana stammenden Urwälder in Tasmanien, Australien. Generationen von UmweltschützerInnen stellten sich der abstrusen Logik des Abholzens von einzigartigen Regenwäldern für Toilettenpapier und Parkett-Fußboden entgegen. Vor zwei Jahren schien ein Ende der Konflikte greifbar. Am runden Tisch wurde verhandelt und dann - im August letzten Jahres - einigten sich die Kontrahenten darauf, dass 430.000 Hektar Wald und damit fast alle noch ungeschützten Urwaldgebiete unter Schutz gestellt werden sollten. Doch die Regierung hat diese Entscheidung bislang nicht umgesetzt. So geht die Waldzerstörung auf Tasmanien weiter. Und auch die Konflikte flammen wieder auf.

Ein weltweiter Aktionstag Mitte Februar 2012, initiiert von Melinda Gibson, einer Aktivistin, die bereits seit dem 14. Dezember auf einer Plattform in 60 m Höhe auf einem der bedrohten Urwaldriesen lebt, lenkte den Blick auf das fortdauernde Drama in den tasmanischen Wäldern. Hunderte von Menschen organisierten mehr als 70 Aktionen in 15 Ländern. Aktive von ROBIN WOOD zeigten ihre Solidarität mit Aktionen in Cottbus und Stuttgart.

Auslaufmodell ASSE!

Mit einer Silvester-Demonstration hatte die "Bürgeraktion Sichere Asse" ihrer Forderung nach Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Atommülllager ASSE Nachdruck verliehen. Am Rande der Kundgebung am Bergwerk bestiegen Aktive von ROBIN WOOD den Förderturm. Ein großer Teil des Turms wurde mit einem  50 Quadratmeter großen Transparent verdeckt: "Auslaufmodell ASSE! Rückholung sofort - Raus kommt es, so oder so" 

Occupy Unilever

Indonesische Umweltschützer, ROBIN WOOD, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia besetzen Platz vor Unilever-Zentrale

Am 14.12.2011 besetzen mehrere indonesische Umweltschützer_innen und Menschenrechtler_innen gemeinsam mit Aktiven von ROBIN WOOD, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia den Platz vor der Deutschland-Zentrale von Unilever in Hamburg. Mehr lesen

Gronau: Uranwirtschaft sofort abschalten

Foto: aaa-West

Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau reißen nicht ab. Am 6. Juli 2011 stellten ROBIN WOOD-AktivistInnen mehrere Dreibeine aus Gerüststangen in die Zufahrt zur Atomanlage. Sie kletterten auf etwa 4 Meter Höhe in die Spitze der Tripods und spannten zwischen sich ein Banner mit der Aufschrift: "Atomtod made in Germany - Uranwirtschaft jetzt abschalten!" Sie forderten, die UAA sofort zu schließen. Bereits am Sonntag hatten mehrere Hundert Menschen in Gronau für die sofortige Stilllegung der UAA demonstriert. Zeitgleich gab es eine Kundgebung im sibirischen Angarsk, wo unter katastrophalen Bedingungen auch Uranmüll aus Gronau lagert. Am Montagmorgen dieser Woche blockierten AtomkraftgegnerInnen für etwa zwei Stunden die UAA.

Köln: Mobil ohne Auto

Foto: Georg Kleinmann

Am 19.06.11 schwangen sich trotz sehr des wechselhaften Wetters und kräftigen Böen ca. 700 Radler zu einer Sternfahrt in Köln aufs Fahrrad. Die "Tour de Protest" wie eine Zeitung es sie nannte, ging von zehn Startpunkten sternförmig zum Rudolfplatz und von dort auf einer Rundtour durch die Innenstadt. Bei der Abschlusskundgebung am Neumarkt gab es live-Musik, Reden mit den Forderungen des Aktionsbündnisses und eine kabarettistische Einlage von Wilfried Schmickler. Die TeilnehmerInnen waren begeistert und wollen auch im nächsten Jahr für eine alternative Verkehrspolitik demonstrieren, wenn es am 17.06.2012 wieder heißt: Mobil ohne Auto !

Für einen sofortigen Atomausstieg und gegen ein Endlager in Gorleben

Juni 2011: Aus Protest gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg noch rund ein Jahrzehnt hinauszuzögern und in Gorleben ein atomares Endlager einzurichten, hat die Anti-AKW-Bewegung für eine Woche zu vielfältigen Aktionen am AKW Brokdorf und im Wendland aufgerufen. Auch ROBIN WOOD zählte zu den Aufrufern für die Kundgebung und die Menschenkette rund ums AKW Brokdorf am 18. Juni. Denn ohne den unnachgiebigen Protest der letzten Jahre hätte die schwarz-gelbe Bundesregierung auch nach dem dreifachen GAU in Fukushima weiterhin auf Atomkraft gesetzt. Dass jetzt acht AKWs endgültig stillgelegt werden sollen, ist ein Erfolg für die ganze Anti-Atom-Bewegung. Der Protest lohnt sich und muss mit Hochdruck weitergehen, denn alle AKWs müssen jetzt vom Netz. Die Macht der vier marktbeherrschenden Energiekonzerne muss gebrochen werden, weil es mit ihnen keine Wende hin zu einer dezentralen, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung geben kann. Auch das AKW Brokdorf soll nach den Plänen von Schwarz-Gelb - trotz des unbestreitbaren Restrisikos - noch bis ins Jahr 2021 am Netz bleiben.

 

Selbst wenn alle Atommeiler in Deutschland stillgelegt sind, werden der verbleibende Müll und seine Lagerung noch Generationen beschäftigen. Ein sicheres Endlager gibt es nicht und kann es in Gorleben auch nicht geben. Ab dem 10. Juni gab es deshalb rund um die Endlagerbaustelle in Gorleben Aktionen für die sofortige Einstellung aller Bauarbeiten im Salzstock. Unter dem Motto "Gorleben versalzen" startete ein Sonntagsspaziergang, an dem sich auch ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligten.

Commerzbank ist radioaktiv - Protest vor Kasseler Atombank

Foto: Klaus Schotte

Seit der Katastrophe von Fukushima gibt es eine starke, sichtbare Anti-Atom-Bewegung in Kassel. Jeden Montag wird seither demonstriert und ROBIN WOOD ist mit dabei. So auch am 6. Juni 2011. Trotz des Regenwetters kamen ca. 150 Menschen und zogen mit Transparenten unter Musikbegleitung vom Rathaus durch die Innenstadt. Vor der Filiale der Commerzbank konnte Regina Möller von der ROBIN WOOD Regionalgruppe Kassel in ihrem Redebeitrag deutlich machen, wie stark die Commerzbank die Atomkonzerne finanziert. Es reiche nicht zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, auch die Frage: "Wie radioaktiv ist meine Bank?" sei von den KundInnen in den Blick zu nehmen. Mit dem Appell: "œAtombank - Nein Danke!" wurde die Kundgebung an diesem Tag beendet.


Blockade auf der Brücke

Foto: Tim Thissen

28.5.2011: Bei der Demo in Bonn zogen laut Veranstalter bei schönem Wetter und live-Musik vom LKW so an die 10.000 TeilnehmerInnen vom Kaiserplatz ging es zur Kennedybrücke, wo eine symbolische Sitzblockade stattfand. Unter dem Motto "Wir blockieren Eure Brückentechnologie" versammelten sich Tausende auf der Brücke. Von dort ging es zurück in die Innenstadt, wo auf dem Münsterplatz die Abschlusskundgebung stattfand. Auch ein Redner aus Japan war gekommen, der den Demonstranten japanische Schlachtrufe beibrachte. Die Kundgebung wurde per Videobotschaft auch nach Japan übertragen.

Anti-Atom-Infos in Kassel

Kassel, 17.4.2011: "Haben Sie das T-Shirt auch in einer anderen Größe?" - diese Frage hörten die fünf ROBIN WOOD-Aktiven beim Anti-Atom-Infostand sehr oft. Das begehrte T-Shirt zeigt auf der Rückseite alle AKW in Deutschland und bietet die Möglichkeit, abgeschaltete Kraftwerke selber durchzustreichen. Der thematische Infostand fand beim "Tag der Erde" in Kassel statt. Seit 1990 gibt es diesen Tag, für den eine Hauptverkehrsstraße bunt und lebendig "umgenutzt" wird. Fast 30.000 BesucherInnen haben sich über verschiedenste Themen rund um den Umweltschutz informiert.

 

Neben der Mobilisierung für die bundesweiten Demonstrationen wurden Unterschriften für eine regionale Energiewende gesammelt. Die Stadt Kassel wurde aufgefordert mehr Einfluss auf die Stadtwerke zu nehmen, um die Atomstromanteile auf Null zu reduzieren. Zudem gibt es für den Landkreis Kassel die Chance, aus den Verträgen mit dem Netzbetreiber E.on auszusteigen, da diese Vereinbarungen Ende 2011 auslaufen. Mit über 300 Unterschriften allein am ROBIN WOOD - Stand wurde diesen beiden Forderungen deutlich Nachdruck verliehen.

25 Jahre Tschernobyl

Foto: Malte Dörge/PubliXviewing

Vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe von Fukusihima mobilisierte ROBIN WOOD gemeinsam mit vielen Organisationen und Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet zu den Anti-Atom-Aktionen und Kundgebungen am 25. April 2011. Mehr als 120.000 Menschen demonstrierten am Ostermontag an zwölf Atomstandorten eindrucksvoll gegen die weitere Nutzung der Atomkraft. Vor 25 Jahren wurden beim Super-GAU von Tschernobyl große Teile Europas verstrahlt. Hundertausende Menschen sind in Folge der Katastrophe gestorben oder erkrankt.

Weiter Druck gegen Vattenfall

21.04.2011: Drei AktivistInnen seilten sich vom Dach des Vattenfall-Kundenzentrums in der Hamburger City ab und hängten ein Banner auf mit dem Slogan: "GAU-Roulette: Tschernobyl - Fukushima - Krümmel?" Die AktivistInnen forderten den sofortigen Atomausstieg und gezielt an die Adresse von Vattenfall den kompletten Rückzug des Konzerns aus dem Atomgeschäft. Gleichzeitig riefen sie alle HamburgerInnen dazu auf, sich am kommenden Ostermontag an den Anti-Atom-Protesten anlässlich des Jahrestages der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zu beteiligen. An zwölf Atomstandorten im ganzen Bundesgebiet wurde demonstriert - auch an den Schrottreaktoren von Vattenfall in Brunsbüttel und Krümmel.

Augen auf Herr Ramsauer!

Foto: Grodotzki

20.04.2011: Spektakulärer Protest von ROBIN WOOD und den Parkschützern. Die Aktiven machten mit einem riesigen Transparent am Bibliotheksneubau in Sichtweite des Stuttgarter Bahnhofs darauf aufmerksam, dass es sich bei S 21 schon immer um ein Immobilien- und kein verkehrspolitisch sinnvolles Bahnprojekt gehandelt hat.

Literatur gegen Atomkonzern und Klimakiller

Foto: Makrus Scholz

05.04.2011: In Hamburg gab es aus Protest gegen die Vattenfall-Lesetage Literatur vom Feinsten. Mit dabei waren Günther Grass, Feridum Zaimoglu, Nina Hagen, Jutta Ditfurth, Günter Zint, Harry Rowohlt und viele, viele andere. Die Initiative "Moorburgtrasse stoppen" hatte mit zahlreichen UnterstützerInnen ein vielfältiges Literatur-Programm gegen das Greenwashing des Atomkonzerns und Klimakillers Vattenfall auf die Beine gestellt. Unter dem Motto: "Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen" fanden vom 6. bis 15. April über 50 Veranstaltungen in der ganzen Stadt statt. Außerdem hatte die Initiative "Hamburger Unternehmen gegen Atomkraft" zur Literaturreihe "Lesen ohne Atomstrom" eingeladen. Beide Veranstaltungsreihen wurden von ROBIN WOOD mit organisiert.

In Zukunft ohne Atomstrom

31.03.2011: In Bremen besetzten zehn AktivistInnen das Beratungscenter des regionalen Energieversorgers SWB. Die AktivistInnen spannten ein Banner vor der Zentrale der SWB. Darauf forderten sie, dass die swb den Atomstromanteil aus ihrem Strommix ausschließt und den Anteil regenerativer Energien erhöht.

Trommeln gegen die A44

Foto: Kiewert

22.03.2011: ROBIN WOOD-AktivistInnen forderten im hessischen Ort Waldkappel beim Spatenstich für den Bau eines weiteren Teilstücks der A44 den Verzicht auf diese überflüssige und teure neue Autobahn. Dabei wurden sie mit Samba-Rhythmen von der Trommelgruppe "Witzenhausen Action Samba" unterstützt. Im Beisein von Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) entrollten sie ein Transparent mit dem Slogan "Wald statt Asphalt".

 

Die A44 soll von Kassel-Ost bis Wommen bei Eisenach führen, rund 1,4 Milliarden Euro kosten und sieben europäische Naturschutzgebiete sowie große Waldgebiete zerschneiden. Prognostiziert wird für die A44 ein Verkehrsaufkommen von 14.700 Kfz pro Tag. Das liegt weit unter dem Durchschnitt bundesdeutscher Autobahnen mit 47.600 Kfz pro Tag. Ein Bedarf ist also nicht gegeben.

AKW-Havarie im Regierungsviertel

Foto: Frank Bartsch

22.03.2011: Mit der qualmenden Attrappe eines Atomkraftwerks, einem Banner und vielen Flyern demonstrierten ROBIN WOOD-AktivistInnen in Sichtweite des Kanzleramts in Berlin für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke - die einzige mögliche Konsequenz aus der Reaktor-Havarie in Fukushima.

November 2010: Proteste verzögern Castor-Transporte

Foto: Grodotzki, rechts: Lutter

Anfang November 2011 protestierten 50.000 Menschen im Wendland gegen den Castortransport aus Frankreich. Die Proteste waren breit, bunt, bundesweit - und so stark wie nie zuvor. Noch nie hat es so lange gedauert, bis die Castoren das Zwischenlager in Gorleben erreichten

Fliegende VW-Manager

ROBIN WOOD protestiert am Braunschweiger Rathaus gegen das Abholzen des Querumer Forsts für eine verlängerte Landebahn

Der Querumer Forst liegt nördlich von Braunschweig. Großflächige Eichenbestände, Hain- und Rotbuchen prägen das Bild des beliebten Naherholungsgebiets. Doch nun frisst sich eine kilometerlange Schneise in den Wald. Die Start-und Landebahn des unmittelbar angrenzenden Regionalflughafens Braunschweig-Wolfsburg wird von 1788 auf 2300 Meter verlängert. Trotz der rund 800 Einwendungen besorgter BürgerInnen wurde der Ausbau im Jahr 2007 genehmigt. Klagen von BUND und Bürgerinitiative wurden abgeschmettert. Ca. 70 Hektar des Querumer Forsts gehen durch Rodung und Baumkürzungen unwiederbringlich verloren. Die Flächen sind Bestandteil eines EU-Vogelschutzgebiets und Lebensräume für streng geschützte Arten.


Wegen der starken Beeinträchtigungen des Schutzgebietes war die Genehmigung des Ausbaus nur über ein Ausnahmeverfahren möglich. So gaben DLR und die Firma AERODATA an, der Ausbau sei unverzichtbar, um ihre Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wahrnehmen zu können: Der Begriff des-šForschungsflughafen"˜ prägte das Genehmigungsverfahren. Doch mittlerweile kommen Zweifel an dieser Darstellung auf. Hinter den Kulissen ist die Volkswagen AG einer der Hauptdrahtzieher für den Ausbau. 50 Prozent der Flüge gehen auf ihr Konto. Die Langstreckenflugzeuge der VW-Manager können bislang nicht vollgetankt starten und müssen in Hannover zwischenlanden. Mit vollem Tank wären die Maschinen zu schwer, um in Braunschweig abheben zu können - ein Umstand, der sich nach Verlängerung der Bahn ändern wird.


Um die Glaubwürdigkeit als Forschungsflughafen wiederherzustellen und um in den Genuss von EU-Fördergeldern zu kommen, verkaufte VW kürzlich seine Besitzanteile - nachdem das Unternehmen diese gerade erst vor einem halben Jahr auf 35,6 Prozent verdoppelt hatte. Noch jemand profitiert von dem Ausbau: Wolfsburgs Bürgermeister Rolf Schnellecke. Seit Jahren eng verflochten mit VW setzt seine Speditionsfirma Millionenbeträge um. Mit dem Ausbau und den neu gewonnenen Flächen lässt sich ein Logistik-Flug-Drehkreuz schaffen, von dem Schnellecke und VW verstärkt wirtschaftlich profitieren können.


Während die Zerstörung des Querumer Forsts voranschreitet, hält der Widerstand an. Unermüdlich werden Waldspaziergänge, Kundgebungen und Straßentheater organisiert. Letzten Winter wurde die Rodung durch zahlreiche Blockaden verzögert. ROBIN WOOD Braunschweig unterstützt und begleitet die BürgerInnen im Kampf gegen den Flughafen.


Unerwartete Unterstützung brachte der Eremit. Drei überraschende Fundorte des seltenen Käfers bringen die Verantwortlichen des Ausbaus in die Bredouille: Als besonders geschützte Art darf sein Lebensraum nicht ohne weiteres zerstört werden. Zur Zeit prüft die EU den Verstoß gegen geltendes Umweltrecht. Höhere Kompensationsmaßnahmen, Bußgelder wie auch ein Baustopp werden als Konsequenz in Betracht gezogen.

 

Aglaia Abel, Hamburg

Oben bleiben!

ROBIN WOOD: Grodotzki

Stuttgart, September - Oktober 2010: Hiermit möchten wir, die ROBIN WOOD Aktivengruppe Stuttgart, uns für die andauernde Unterstützung während des Widerstandes gegen Stuttgart 21 bedanken. Vor allem unsere gemeinsamen Baumbesetzungen mit den Parkschützern Anfang September haben unglaubliche Unterstützung erfahren. Viele Leute waren von der Polizeigewalt bei der Räumung des Baumhauses in der Nacht zum 7. September sehr überrascht. Es kamen mindestens dreißig Polizeiwagen, das vermummte Sondereinsatzkommando (SEK) und die Kriminalpolizei. Sie holten bis zum Morgengrauen alle vier Aktivist_innen und das Baumhaus vom Baum herunter und zwar unter dem Vorwand, dass laut Polizeigesetz das Schlafen in Bäumen verboten sei. Anschließend waren wir für kurze Zeit aus dem Blickfeld von S21-Befürwortern und der Polizei verschwunden und konnten uns neu organisieren, um im September erneut Bäume im Schlossgarten zu besetzen. Durch unsere Hartnäckigkeit und die großräumige Unterstützung waren wir aber nun viel schwieriger zu räumen. Die polizeilichen Räumungsversuche ebbten ab. Doch dann verdichteten sich die Gerüchte um kommende, große Polizeieinsätze.

Am 30.09. standen wir mit der Jugendoffensive gegen Stuttgart 21 in Kontakt. Die Gerüchte über einen Polizeigroßeinsatz an diesem Tag verdichteten sich, die Schüler_innen und Student_innen machten sich um ihren Park Sorgen. Etwa gleichzeitig mit ihnen kamen hunderte Polizist_innen in den Park und begannen, Menschen wahllos in verschiedene Richtungen zu schubsen. Demonstrant_innen wagten es derweil, die herbeigeschafften Wasserwerfer und Polizeiwagen friedlich zu besetzen. Und sie waren erfolgreich! Die Blockade wurde immer größer, besorgte Stuttgarter_innen strömten in den Park und fanden sich zu einer Sitzblockade zusammen. Wir nutzten diese Gelegenheit, um den ältesten Baum des Parks, eine über 200 Jahre alte Platane, mit zwei Kletter_innen zu besetzen, um sie vor den Fällarbeiten zu schützen.


Was im Laufe des Tages noch passiert ist, weiß mittlerweile sicher ganz Deutschland, die Bilder gingen durch alle Medien: Hunderte durch Pfefferspray verletzte Demonstrant_innen, darunter auch Kinder und Senior_innen, Prellungen und Verletzungen durch Wasserwerfer sowie Schlagstöcke, mindestens ein erblindeter Mensch... Der Polizeieinsatz war augenscheinlich gewalttätig, die Demonstrant_innen dagegen friedlich. Man hatte den Eindruck, dass die Polizei den Befehl hatte, gezielt zu provozieren, damit der S21-Protest endlich jene Gewalt an den Tag legen würde, die Stefan Mappus den Protestierenden mit seinen Äußerungen über "Berufsdemonstranten" nachgesagt hatte. Doch das gelang nicht. Der Widerstand ist gewaltfrei geblieben, was von uns allen angesichts der massiven Gewalt durch die Polizei sicher viel Selbstbeherrschung erfordert hat.


Seit über einem Monat halten wir nun die Stellung im Stuttgarter Schlossgarten und die Unterstützung, die wir durch den restlichen Widerstand erhalten, ist ungebrochen. Wir möchten uns hierfür erneut bedanken. Wir schätzen insbesondere die Vielfalt des Widerstandes. Jed_er kann sich einbringen und alle auch noch so kleine Tätigkeit ist ungeheuer wichtig. Gemeinsam verhindern wir Stuttgart 21! Oben bleiben!


A. Kei Andrews für die ROBIN WOOD Aktivengruppe Stuttgart

Laster vom Pflaster

ROBIN WOOD-AktivistInnen forderten am 24.09.2010, beim ersten Spatenstich für den Bau eines weiteren Teilstücks der A 44, den Stopp dieses überflüssigen und teuren Verkehrsprojektes. Sie entrollten bei der Inszenierung des Baubeginns in Hessisch Lichtenau-Küchen im Beisein von Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) ein Transparent mit dem Slogan "Wald statt Asphalt - Laster vom Pflaster".


Die A 44 soll von Kassel-Ost bis Wommen bei Eisenach führen. Sie wird mindestens 1,4 Milliarden Euro kosten und sieben europäische Naturschutzgebiete sowie große Waldgebiete zerschneiden. Die Strecke verläuft also durch einen ökologisch und geografisch besonders schwierigen Planungsraum und ihr wirklicher Nutzen ist ebenfalls fragwürdig. Bis zum Ende des Jahres wird das Bundesministerium für Verkehr den Bedarf neu bewerten und den Investitionsrahmenplan überarbeiten. Dabei könnte wegen der angespannten Haushaltslage und dem zweifelhaften Bedarf auch das Budget für die A 44 zusammengestrichen werden. Prognostiziert wird für die A 44 ein Verkehrsaufkommen von 14.700 Kfz pro Tag. Das ist weniger als ein Drittel des durchschnittlichen Verkehrsaufkommens auf deutschen Autobahnen.


3. Kölner Fahrrad-Sternfahrt

Köln, 19.09.2010: Bei schönstem Herbstwetter starteten von neun verschiedenen Startpunkten Hunderte RadfahrerInnen zur 3. Kölner Fahrrad-Sternfahrt ins Zentrum. Die Radler eroberten im Rahmen der europaweiten autofreien Woche die großen Strassen für die Zweiräder zurück, unter ihnen auch viele Kinder.


Bei der Abschlusskundgebung am Neumarkt versammelten sich dann um die 600 Radfahrer und zeigten mit Tandems, Liege- und Transporträdern ein buntes Bild. Sie forderten unter anderem mehr Platz für Radfahrer (auf Radwegen oder Schutzstreifen), die Beseitigung von Gefahrenstellen und mehr sichere Abstellplätze für Fahrräder. Ein breites Bündnis von Verkehrsinitiativen, Umweltverbänden und Parteien hatte auch dieses Mal die Sternfahrt organisiert. Mehr Informationen und Fotos unter: www.koelner-fahrrad-sternfahrt.de


Feinstaub kann tödlich sein

Bremen, 05.09.2010: Der zweite autofreie Sonntag in Bremen lud viele Bürger- und Bürgerinnen dazu ein, den sonnigen Tag ohne Autolärm zu genießen. Große Teile der Innenstadt waren deshalb für Autos gesperrt. Außerdem gab es eine Fahrraddemo über die A 281, an der mehrere tausend Menschen teilnahmen. Auch ROBIN WOOD war mit einem Informations- und Aktionsstand dabei, zusammen mit vielen weiteren Organisationen und Verbänden, die über die Folgen des Autofahrens für Klima und Umwelt informierten.


Die AktivistInnen der Regionalgruppe Bremen hatten sich dabei besonders etwas für Kinder ausgedacht. Mit Farbe und verschiedenen selbstgebastelten Stempeln ( z.B. Fahrräder, Fußgänger oder ein durchgestrichenes Auto) verschönerten sie ein großes ROBIN-WOOD-Transparent mit der Aufschrift "Feinstaub kann tödlich sein". Die Aktion stieß auf großes Interesse, sodass ein farbenprächtiges Transparent entstand, das für weitere Demos eingesetzt werden wird. Viele nutzten auch die Möglichkeit, sich über die Arbeit von ROBIN WOOD und die Gefahren von Feinstaub zu informieren.


Baustopp - Climate justice now

Mannheim, 03.08.2010: Klar zum Entern! - Klimaschutz selber machen! Getreu diesem Motto hatten an diesem Tag rund ein Dutzend ROBIN WOOD-AktivistInnen die Baustelle für den geplanten neuen Block 9 des Kohlekraftwerks Mannheim der GKM AG geentert und einen Kran besetzt. In ca. 50 Meter Höhe entrollten die AktivistInnen ein großes Banner mit dem Slogan "Baustopp - Climate justice now" (Klimagerechtigkeit jetzt). Obwohl noch einiges von einer Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim gegen die Genehmigung des neuen Blocks anhängig ist, hat die GKM AG im Juni dieses Jahres damit begonnen, den neuen 911-Megawatt-Block zu bauen. Ende 2013 soll Block 9 die Stromproduktion aufnehmen. Geht die 1,2 Milliarden Euro teure Dreckschleuder wie geplant ans Netz, wird sie pro Jahr rund drei Millionen Tonnen CO2 in die Luft pusten, die die Umgebung belasten und den weltweiten Klimawandel beschleunigen. Auch die Feinstaub- und Schwefelbelastung in der Region um Mannheim wird um mehrere 100 Tonnen pro Jahr zunehmen. Trotzdem wirbt die GKM AG für den Block 9 damit, die modernsten und effizientesten Steinkohleblöcke der Welt zu bauen und eine besonders umwelt- und klimaschonende Strom- und Fernwärmeerzeugung zu errichten.

 

ROBIN WOOD setzt daher auch darauf, der GKM AG die Stromabnehmer abspenstig zu machen. Ein Großer unter ihnen ist die Deutsche Bahn. Auch alle übrigen KundInnen der GKM AG fordert ROBIN WOOD auf, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

Floßtour 2010: Klimaschutz selber machen

Foto: ROBIN WOOD/Grodotzki

Am 20. Juli in Stuttgart hieß es für die ROBINA WALD, "Leinen Los!" Die AktivistInnen waren mit dem Holz-Floß rund vier Wochen lang auf Neckar, Rhein und Main bis nach Frankfurt unterwegs.

Nachdem die Klimakonferenz in Kopenhagen Ende 2009 gescheitert war, ist nun erst recht jeder Einzelne gefragt, das Klima zu schützen. Die Flößer-Crew wollte neue Bewegung in die Klimadebatte bringen und sich mit Menschen entlang der Strecke darüber austauschen, wie man sich gemeinsam gegen unsinnige und klimaschädliche Bauvorhaben wehren kann. Davon gibt es auf dem Weg nach Frankfurt eine Menge: vom Kellerbahnhof Stuttgart 21 über den neuen Block fürs Kohlekraftwerk in Mannheim bis zur Erweiterung des Frankfurter Flughafens.

Atomkraftgegner entern Sparrenburg

Foto: ROBIN WOOD/Bäsener

Am 25.06.10 demonstrierten ROBIN WOOD-AktivistInnen der Regionalgruppe Bielefeld für den Ausstieg der Bielefelder Stadtwerke aus dem niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde. Drei AktivistInnen erkletterten den 40 Meter hohen Turm, der im Zentrum Bielefelds gelegenen Sparrenburg, hissten eine Anti-Atom-Flagge und entrollten ein 50 Quadratmeter großes Transparent: "Bielefeld steigt aus - Stadtwerke raus aus Grohnde".

Die Stadtwerke Bielefeld besitzen 16,7 Prozent der Anteile am AKW Grohnde. Die übrigen 83,3 Prozent gehören dem Atomkonzern E.ON. Das AKW Grohnde zählt mit einer Nettoleistung von 1.360 Megawatt zu den größten AKWs weltweit. Der Strommix der Stadtwerke Bielefeld besteht noch zu über 50 Prozent aus Atomstrom. Über 200 meldepflichtige Ereignisse im AKW Grohnde seit 1985 zeigen, dass der Betrieb auch dieses Atomkraftwerks zu riskant ist. Die Stadtwerke Bielefeld versuchen die Risiken klein zu reden und ihren Atomstrom mit dem Werbeargument zu verkaufen, er sei klimafreundlich. Tatsächlich aber verstopft der in Grundlastkraftwerken erzeugte Atom- und Kohlestrom die Netze für klimafreundliche, erneuerbare Energien.

ROBIN WOOD forderte die Stadtwerke Bielefeld auf, aus dem AKW Grohnde auszusteigen und stattdessen eine sichere, regionale und regenerative Energieversorgung anzubieten. Solange die Stadtwerke ihren Strommix nicht atomstromfrei gestalten, kann allen BürgerInnen der Region nur empfohlen werden, dort zu kündigen und zu einem Anbieter zu wechseln, der ausschließlich mit Ökostrom handelt. Über empfehlenswerte Ökostromanbieter können sich alle Stromkunden auf der ROBIN WOOD-Internetseite informieren. ROBIN WOOD ruft alle BürgerInnen und Initiativen der Region auf, unter www.robinwood.de/Bielefeld-steigt-aus/ auch online gegen die Atompolitik der Bielefelder Stadtwerke zu protestieren.

Rettet das Klima - Stopp Flughafenausbau

Foto: Philip Eichler

In Frankfurt, am 3. Juni 2010, machten ROBIN WOOD-AktivistInnen mit einer Kletteraktion deutlich, was Klimaschutz für sie bedeutet. "Save the Climate - Stop Airport Expansion". Ein rund 130 Quadratmeter großes Transparent mit dieser Forderung hängten vier ROBIN WOOD-AktivistInnen auf einen Baukran an einer Baustelle des Frankfurter Flughafens. Die Baustelle ist Teil der Flughafenerweiterung. Allein am Rhein-Main-Airport starten und landen derzeit eine halbe Million Flugzeuge pro Jahr. Durch den Bau der neuen Landebahn, die Ende 2011 in Betrieb gehen soll, ist eine Steigerung auf bis zu eine Million Maschinen möglich. Um Platz für die neue Piste zu schaffen, ließ Fraport im vergangenen Jahr rund 250 Hektar Mischwald roden - gegen den erbitterten Widerstand von örtlichen Bürgerinitiativen und ROBIN WOOD-AktivistInnen.

Keine A44 - Wald statt Asphalt

Foto: ROBIN WOOD/Schotte

Helsa, 25.05.2010: Beim ersten Spatenstich für den Bau eines weiteren Teilstücks der A44 forderten Aktive von ROBIN WOOD den Verzicht auf diese überflüssige und teure neue Autobahn. Die A44 soll von Kassel-Ost bis Wommen bei Eisenach führen, rund 1,4 Milliarden Euro kosten und sieben europäische Naturschutzgebiete sowie große Waldgebiete zerschneiden.

Prognostiziert wird für die A44 ein Verkehrsaufkommen von 14.700 Kfz pro Tag. Das liegt weit unter dem Schnitt bundesdeutscher Autobahnen mit täglich 47.600 Kfz. Der Bedarf ist also ebenso fragwürdig wie bei der Verlängerung der A4 ins Sauerland - und der hatte der hessische Verkehrsminister Posch Anfang Mai wegen zu geringer Verkehrsmengen und zu hoher Kosten eine klare Absage erteilt: Man könne nicht alles machen, was wünschenswert sei, sondern müsse mit den Steuergeldern vernünftig umgehen. Deshalb forderten die ROBIN WOOD-AktivistInnen Konsequenz von Herrn Posch: "Was für die A4 gilt, kann für die A44 nicht falsch sein. Stoppen Sie diese milliardenschwere Fehlinvestition!" Noch könnte der Bau der A44 abgebrochen werden. Die 64 Kilometer lange Strecke ist in elf Abschnitte unterteilt. Erst einer davon, die Ortsumgehung Walburg, ist fertig, bei anderen ist noch nicht einmal die Planung offen gelegt.

Am 13. Juni lud ROBIN WOOD dort, wo die A44 gebaut werden soll, zu einem Waldaktionstag mit Waldbegehung, Schnupperklettern, Kuchenstand, Chor-Konzert und Infos zur geplanten Autobahn ein. Beim gemeinsamen Spaziergang wurde der Wald gezeigt, der für die A44 platt gemacht werden soll. Der Widerstand vor Ort gegen das unsinnige Autobahnprojekt ist ungebrochen - mehr als 200 Menschen folgten der Einladung von ROBIN WOOD.

KETTENreAKTION beginnt

24. April 2010: Mit einer 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette vom Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein quer durch Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel demonstrieren über 120.000 Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke: ROBIN WOOD begrüßte mit einer Kletter-Aktion in Geesthacht die TeilnehmerInnen der Menschenkette und des Anti-Atom-Treck 2010 von Gorleben nach Krümmel

Stuttgart verscherztes sich - Zug um Zug

Stuttgart, 02.02.10: Mit der Anhebung eines Prellbocks wollte die Deutsche Bahn ein Startsignal für ihr Prestigeprojekt Stuttgart 21 geben und zugleich den Widerstand um seine Hoffnung berauben, er könne das Wahnsinnsprojekt noch stoppen. Doch mehr als 2000 Gegner sammelten sich lautstark im Bahnhofsgebäude, um die Feiergäste der Bahn, darunter befürwortende Politiker und Prominente, vom Gegenteil zu überzeugen: Der Bahnhof muss oben bleiben! Die ROBIN WOOD-Gruppe Stuttgart war natürlich auch dabei - und zwar oben. An einem Gerüst im Bahnhofsgebäude entrollten sie ein Transparent mit der Botschaft "Stuttgart verscherzt es sich - Zug um Zug" und verkündeten damit, dass es sich OB Schuster und Co. endgültig mit den Stuttgartern verscherzen, wenn sie versuchen das Projekt weiterhin gegen den Willen der Mehrheit durchzusetzen. Der Kopfbahnhof soll in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof mit nur acht statt seinen jetzigen 16 Gleisen verwandelt werden. Für durchschnittliche Zeiteinsparungen von zwei Minuten soll ein großer Teil des Schlossparks, der mit seinen teilweise bis zu 280 Jahre alten Bäumen als grüne Lunge der Stadt dient, abgeholzt werden.

Stuttgart, 24.04.10: Schon am frühen Morgen waren ROBIN WOOD-AktivistInnen angerückt und hatten drei alte Platanen direkt am Kundgebungsplatz, dem Stuttgarter Schlosspark, erklettert und Seilbrücken, Hängematten und einen Infostand aufgebaut. Während die über 10.000 Stuttgart 21-GegnerInnen im Park den verschiedenen RednerInnen, Kunst- und Musik-Acts lauschten, eröffneten die KletterInnen einen Schnupperkletter-Parcours zwischen den Bäumen, der großen Anklang, besonders bei den jüngeren Besuchern, fand.

Lächeln statt Strahlen

Neckarwestheim, 21.03.10: Einen Tag vor dem Anti-Atom-Frühlingsfestes hatte die EnBW einen blauen Kubus mit Pro-Atomkraft-Sprüchen provokativ mitten auf der angemeldeten Kundgebungsfläche vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim aufstellen lassen. Mit riesigen Transparenten bespannt, verkündete der Atom-Werbewürfel, dass erneuerbare Energien zwar gewollt seien, ohne Atomenergie jedoch die Stromversorgung zusammenbrechen würde. Entgegen dieser Behauptung standen im Sommer 2007 jedoch zeitweise 7 der 17 deutschen Reaktoren reparaturbedingt still - und nirgendwo ging deshalb das Licht aus...

Während der Auftakt-Reden des "Endlich Abschalten"-Frühlingsfestes erklommen zwei Aktive der Stuttgarter ROBIN WOOD-Gruppe den Propaganda-Würfel und spannten ein Transparent über die EnBW-Werbebeschriftung. Der Spruch "Lächeln statt Strahlen", verziert mit Radioaktivitäts-Warnsymbolen, erntete breites Gelächter und zustimmenden Jubel aus den Reihen der knapp 5000 DemonstrantInnen.

Aktionsquartett: Atomkraftwerke abwracken

16. April 2010: Mit zeitgleichen Aktionen an den Atomkraftwerken Neckarwestheim, Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel demonstrierten AktivistInnen von ROBIN WOOD und ContrAtom für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

Neckarwestheim: Mit zwanzig AktivistInnen und zwei dreibeinigen Kletter-Türmen, Tripods, blockieren die ROBIN WOODlerInnen für mehrere Stunden die Liefereinfahrt des AKW Neckarwestheim. Mit einem Transparent, mit der Aufschrift "AUS JETZT!" fordern die Aktiven die sofortige Abschaltung des AKW Neckarwestheim, das allein durch Tricksereien des Betreiberkonzerns EnBW noch am Netz ist. Die EnBW lässt das Uralt-AKW Neckarwestheim I nicht mit voller Leistung laufen, um die ihnen laut Atomgesetz zustehenden Reststrommengen zu strecken - in der Hoffnung, dass Schwarz-Gelb eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten durchsetzt.

Brunsbüttel: Vier AktivistInnen von ROBIN WOOD und ContrAtom erklettern die Türme des  Gaskraftwerkes am AKW Brunsbüttel um dazwischen ein Transparent mit der Aufschrift: "Mit Sicherheit unsicher - Es Reicht - Abschalten Sofort!" zu spannen. Auf  Grund des Windes und  iMitarbeiter, die plötzlich auf dem Dach des Gaskraftwerkes auftauchen, kann jedoch nur das kleinere an einem der Türme entrollt werden. "Stopp Atomkraftwerk" ist darauf zu lesen. Die ganze Aktion ist sehr entspannt und nachdem alle wieder auf festem Boden stehen und ihre Personalien aufgenommen werden, geht es fix weiter nach Brockdorf, um das schöne Panorama mit Tripod und der Kuppel zu bestaunen. Als Fotomotiv sind AKWs eben doch zu gebrauchen.

Brokdorf: Mit zwei Tripods blockieren wir die Einfahrt zum Atomkraftwerk und spannen zwischen ihnen ein Transparent. Dies ist meine erste Kletteraktion bei ROBIN WOOD und obwohl alles wunderbar sonnig und entspannt ist, stehe ich anfangs unter enormen Stress. Ich habe das Gefühl, alles übers Klettern vergessen zu haben. Letztendlich läuft aber alles sehr gut und dank einer großartigen Aktionsgruppe wie am Schnürchen. Nachdem ich dann auch endlich in unerreichbarer Höhe (also in  vier bis fünf Metern) bin, kann ich die Situation von oben überblicken und erst hier fällt mir auf, wie friedlich alles ist. 

Krümmel: Ein Kastenwagen fährt vor. Ein halbes Dutzend ROBIN WOOD-AktivistInnen springen hinaus und legen Leitern an den Zaun. Blitzschnell sind sie auf dem Gelände des AKW Krümmel. Dort wollen sie mit einem Banner dafür demonstrieren, dass der wegen einer Pannenserie abgeschaltete Schrottreaktor nie wieder ans Netz geht. Bauarbeiter aber vereiteln das. Sie halten vier der AktivistInnen fest, bis auch der Werkschutz eintrifft. Obwohl die Situation ruhig ist, zerrt ein Polizist einen Aktivisten von hinten zu Boden. Ein weiterer Aktivist, der schlichtend dazwischen gehen will, wird gewaltsam zur Seite gestoßen. Als die Vier schließlich nach Feststellung ihrer Personalien durch die Polizei wieder gehen können, nutzen sie die Gelegenheit und entrollen vor dem Haupteingang zum Gelände ein Transparent mit der Aufschrift: "Für Ökostrom - Vattenfall abschalten!" Die Nachricht macht die Runde, dass die Aktionen an den anderen drei AKW-Standorten Brokdorf, Brunsbüttel und Neckarwestheim stehen.

Schützt die Tasmanischen Urwälder!

Berlin, 18.02.2010: Karneval war geradezu Ende gegangen, als in Berlin-Mitte zwischen Schnee- und Eisbergen ein verspäteter ROBIN WOOD-Karnevalstrupp vor die australische Botschaft zog, um gegen die Zerstörung der tasmanischen Urwälder zu demonstrieren. Zwischen Kunststoff-Palmfarnen und Webpelz-Kängurus spannten sie ein Banner mit dem Slogan "Protect Tasmania's unique Forests!" auf. Ein kleineres Transparent verkündete "Protect climate and biodiversity!".

Mit dieser Aktion unterstützt ROBIN WOOD die jahrelangen Proteste in Tasmanien zum Schutz der dortigen Urwälder mit ihren zahlreichen, nur hier vorkommenden Pflanzen- und Tierarten. ROBIN WOOD hatte in den vorangegangenen Monaten Unterschriften unter einen Protestbrief an den australischen Premierminister Kevin Rudd gesammelt. Der Regierungschef wird darin aufgefordert, die weltweite Bedeutung dieser einzigartigen Urwälder anzuerkennen und sie unter umfassenden Schutz zu stellen.

Die beiden Kängurus - beladen mit den Protestbriefen (schön praktisch übrigens, solch australische Beuteltiere!) - übergaben den gesammelten Protest an den australischen Botschafter Peter Tesch. Beeindruckend viele, nämlich rund 6500 Unterschriften waren innerhalb von zweieinhalb Monaten zusammengekommen. Überreicht wurde gleich auch noch ein weiterer, an den Premieminister adressierten Brief, in dem zehn deutsche Umweltorganisationen, darunter der BUND, der NABU und Pro Regenwald, die Forderung nach sofortigem Schutz für Tasmaniens Urwälder unterstrichen. Der Botschafter versicherte, all diese Briefe umgehend an den Premierminister nach Australien weiterzuleiten.

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

Hamburg-Altona, seit 18.12.2009: ROBIN WOOD-KletterInnen und unabhängige AktivistInnen besetzten am Tag als der Klimagipfel in Kopenhagen zu Ende ging auf unbestimmt Zeit zwei Bäume im Gählerpark. So protestieren sie gegen den Bau des klimaschädlichen Kohlekraftwerks Moorburg und die geplante Fernwärmetrasse. Sie unterstützen damit das Bündnis "Moorburgtrasse stoppen", zu dem sich AnwohnerInnen und Stadtteilinitiativen zusammen-geschlossen haben. Die beiden AnwohnerInnen, die bereits seit dem 3. Dezember einen Baum im Gählerpark besetzt halten, hatten damit Nachbarn bekommen.
Der Energiekonzern Vattenfall will eine rund 12 Kilometer lange Fernwärmetrasse bauen, die vom neuen Kohlekraftwerk Moorburg quer durchs Hafengebiet und Altona bis nach Diebsteich führen soll. ROBIN WOOD fordert einen Verzicht auf die Trasse, einen Baustopp für das Kohlekraftwerk sowie einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik der Stadt: weg von extrem klimaschädlichen Großkraftwerken hin zu dezentralen Strukturen auf Basis Erneuerbarer Energien. Für die Trasse soll eine neun Meter breite Schneise durch den Grünzug Altona geschlagen werden, insgesamt sollen rund 400 Bäume gefällt werden.

Gesucht: VW - Umweltzerstörer mit zwei Buchstaben

Braunschweig, Querumer Forst, 08.01.2009: In Braunschweig soll die Startbahn eines weitgehend unbedeutenden Regionalflughafens von 1680 m auf 2300 m verlängert werden. Als Grund werden fünf (!) Flüge der DLR pro Jahr genannt. Deren neuer Airbus A320 bräuchte diese Länge für spezielle "Hochauftriebs-Flugversuche". Diese Flüge könnten problemlos auf anderen Flugplätzen durchgeführt werden.

Fragt man weiter, wird eine nebulöse Ansiedlung nie konkret benannter Firmen und eine allgemeine Standortstärkung genannt und auf zahlreiche Arbeitsplätze verwiesen, die ganz bestimmt irgendwie entstehen würden. Bisher hat sich jedoch noch keine Firma gefunden, die eine verlängerte Startbahn benötigt oder sich deshalb ansiedeln will. Was steckt dann dahinter? Schließlich soll hier ein wertvolles FFH- und EU-Vogelschutzgebiet mit teils über 200 Jahre alten Eichen und Hainbuchen zerstört werden. Es geht um insgesamt 90 Hektar (ca. 120 Fußballfelder) mit rund 60.000 betroffenen Bäumen. Volkswagen, mit gut 35 Prozent am Flughafen beteiligt, möchte mit seinem am nahen Flughafen Hannover stationierten Airbus A319 ab Braunschweig auch zu Non-Stop-Interkontinentalflügen starten. Schließlich ist Braunschweig von der Wolfsburger Konzernzentrale aus ca. 40 Minuten schneller zu erreichen.

Seit dem 8. Januar wird nun gefällt. Doch es regt sich massiver Widerstand der Bürger vor Ort, nach Kräften unterstützt durch ROBIN WOOD. Zuletzt luden wir am 24. Januar zu einer symbolischen Wiederaufforstung. Über 100 AnwohnerInnen zogen mit Spaten und kleinen Bäumchen auf die gefällte Fläche und wurden dort mit einem Transparent begrüßt. Noch sind die ökologisch wertvollsten Waldteile nicht zerstört. VW könnte den Wald retten, beschränkt sich jedoch bisher darauf, mit Spritspartipps und Hochglanzbroschüren an einem grünen Mäntelchen zu stricken.