Robin-Wood-Tresen am 26.1.2016

Thema: Vertreibung und Gewalt für den Umweltschutz

Immer wieder hören wir, dass indigene Menschen im Namen des Naturschutzes von ihrem Land vertrieben werden. Als sich beispielsweise die Waldbewohner*innen des Baka-Volkes in Kamerun gegen die Ausweisungen aus den administrativ geschaffenen Nationalparks zur Wehr setzten, wurden sie der Wilderei bezichtigt und infolge dessen geschlagen und sogar gefoltert. Derartige Praktiken werden auch von großen Naturschutzorganisationen wie dem WWF mitfinanziert. Ähnliches geschieht in Indien, wo indigene Menschen oft so lang eingeschüchtert werden, bis sie ihr Land verlassen. Der Organisation Survival International zufolge haben diese Praktiken nicht nur fatale Folgen für die betroffenen Menschen, sondern auch für die Tiger, um deren Schutz es angeblich geht (www.survivalinternational.de).

Was bedeutet das alles für die linke Umweltbewegung? Welche Möglichkeiten der Intervention gegen Vertreibung und Gewalt im Namen des Umweltschutzes stehen uns zur Verfügung? Was ist unser alternatives Konzept für Umweltschutz? Über diese Fragen wollen wir bei diesem Robin-Wood-Tresen reden. Wir haben eine Vertreterin von Survival International eingeladen, die in einem einleitenden Vortrag dafür argumentieren wird, dass die bessere Lösung zur Erhaltung der Umwelt nicht in der künstlichen Erschaffung einer menschenleeren „Wildnis“ besteht, sondern in der Anerkennung der Landrechte indigener Völker.

Alle sind ganz herzlich eingeladen, zuzuhören, zu ergänzen, zu diskutieren und/oder später mit uns am Tresen rumzuhängen!

Zeit:

Dienstag, 26. Januar 2016, 19:30
(inhaltlicher Teil ab 20:00)

Ort:

Erreichbar, Reichenberger Str. 63A,
10999 Berlin
2. HH links rumgehen und dann die Treppe runter

Bus 29: Haltestelle Ohlauer Str + nur über die Straße
U-Bahn Görlitzer Bahnhof + 10 Minuten zu Fuß