Unterschreiben für die Stilllegung der Uranfabrik

Neu im ROBIN WOOD-Magazin November 2011:

Frischer Wind für alle - Windbranche zwischen Leiharbeit und Tarifvertrag

Ohne Ende Gorleben

Stilllegung der Atomkraftwerke

Video einer japanischen Gewerkschaft zeigt den wachsenden Widerstand gegen die Atomenergie in Japan nach der Katastrophe von Fukushima (mehr...)
 

Atommüll-Desaster ASSE II

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine Liste von über 200 Störfällen veröffentlicht, die sich im absaufenden und einsturzgefährdeten Atommülllager ASSE II ereigneten. Meist mit Freisetzung von Radioaktivität. Einige, zum Teil schwere Störfälle sind in dieser Liste allerdings noch nicht enthalten. Die Liste als PDF - mehr zu Asse II.

Kampagnen

NRW Aktionstour: Uranfabrik Gronau abschalten!

Uranfabrik Gronau abschalten, sonst steigen wir euch aufs Dach. Unter diesem Motto startet ROBIN WOOD mit Initiativen aus NRW eine AKTIONSTOUR vom 8.- 12. Mai. Anlass sind die Landtagswahlen in NRW, dem Bundesland, in dem die Uranfabrik Gronau steht! Den Ausstieg wählen - Aktionen mitmachen! Unterstützen Sie auch unseren Online-Protest für die Abschaltung der Uranfabrik in Gronau. Mehr Informationen hier.

-> Online-Protest - Unterschreiben für die Stilllegung der Uranfabrik Gronau

 

Uranfabrik Gronau - 4.000 Menschen demonstrieren

Anläßlich des Fukushima-Jahrestages am 11. März demonstrierten im westfälischen Gronau 4.000 Menschen für die Stilllegung der dortigen Uranfabrik. Bundesweit waren mehrere zehntausend Menschen für den Atomausstieg und die Energiewende auf den Straßen. In seiner Rede bei der Auftaktkundgebung in Gronau betonte der Energiereferent von ROBIN WOOD, dass der atomare Wahnsinn bereits mit dem Uranabbau beginnen würde. Ein Video der Rede finden Sie hier

Verrostete Atommüllfässer im AKW Brunsbüttel

Verrostetes Atomüllfass im AKW Brunsbüttel
Atommüllfasslagergestell im AKW Brunsbüttel

Im stillgelegten Atomkraftwerk Brunsbüttel des Betreibers Vattenfall sind verrostete Atommüllfässer entdeckt worden. Die nebenstehenden Fotos hat heute, am 7. März, die zuständige Atomaufsichtsbehörde in Schleswig-Holstein veröffentlicht.

 

„Vattenfall bleibt seiner Linie der Geheimhaltung und Vertuschung treu. Erst über den TÜV erfuhr die zuständige Atomaufsicht, dass im AKW verrostete Atommüllfässer gefunden wurden“, kommentiert ROBIN WOOD-Energiereferent Dirk Seifert. „Die bisher vorliegenden Hinweise lassen die Vermutung zu, dass zahlreiche der 500 Fässer betroffen sein könnten. Das würde insbesondere für die MitarbeiterInnen in dem AKW das Risiko einer erhöhten Strahlenbelastung bedeuten.“

Lesen sie mehr dazu in unser aktuelle Presserklärung

11. März - Ein Jahr Atomkatastrophe Fukushima

Am 11. März 2012 jährte sich zum ersten Mal die andauernde Atomkatastrophe von Fukushima. Nach einem schweren Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami versagte in dem aus mehreren Reaktoren bestehenden Atomkraftwerk Fukushima die Stromversorgung und schließlich die Kühlung. Die Folge: Die hochradiokativen Brennelemente schmolzen, es kam zu Explosionen - der Super-GAU. Die Reaktoren gerieten außer Kontrolle, große Mengen Radioaktivität verstrahlen großräumig den Nordosten von Japan und das Meer. Rund um die Reaktoren ist eine 20 km große Sperrzone eingerichtet. Auch außerhalb dieser Zone wurden in vielen Regionen deutlich erhöhte radioaktive Belastungen festgestellt und Evakuierungen durchgeführt. Rund 100.000 Menschen sollen aus den betroffenen Gebieten evakuiert worden sein.

Am 11. März 2012 haben in Deutschland rd. 50.000 Menschen an sechs Atomstandorten an diese Katastrophe erinnert, den Opfern gedacht und sich für einen umfassenden Atomausstieg eingesetzt! Mehr erfahren sie hier.

 

Widerstand gegen Uranfabrik Gronau wächst

200 AktivistInnen aus sieben Ländern und über 40 Organisationen haben am 4. Februar in Münster auf der "internatonalen Urankonferenz" über den weltweiten Uranhandel sowie die damit verbundenen Atomtransporte und Risiken diskutiert. Im Zentrum stand die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau, die unbefristet weltweit Atomanlagen mit Brennstoff versorgen darf.

Hier finden Sie die Abschlusserklärung der KonferenzteilnehmerInnen. (PDF)

Einen Tag vorher haben Aktive von ROBIN WOOD, dem SOFA Münster und dem Münsterländer Aktionsbündnis gegen Atomanlagen gegen die UAA Gronau und die Atomtransporte mit einer Banner-Aktion protestiert. Mit fünf Transparenten machten sie am Hauptbahnhof in Münster auf den weltweiten Uranhandel und dessen Risiken aufmerksam. Hier geht es zur Pressemitteilung mit mehreren Aktionsfotos (unten auf der Seite).

Mehr zum Thema Uran. 

Urankonferenz - UAA Gronau stoppen

Ganz Deutschland steigt aus der Atomenergie aus? Nein! Trotz des Risikos atomarer Katastrophen sind immer noch neun Atommeiler am Netz und dürfen trotz ungelöster Endsorgung auch weiterhin Atommüll produzieren. Schrittweise sollen sie bis Ende 2022 abgeschaltet werden. Nicht abgeschaltet werden sollen aber Atomfabriken wie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Herstellung von Brennelementen in Lingen. Der Betrieb dieser Anlage ist bis heute nicht befristet! Beide Anlagen produzieren den Uranbrennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt! Das hat mit Atomausstieg nicht viel zu tun.

Daher veranstalten am 4. Februar 2012 zahlreiche Organisationen und Initiativen - darunter auch ROBIN WOOD - in Münster eine "Urankonferenz". Von den Risiken des Uranabbaus bis hin zu den Gefahren der Urananreicherungsanlage Gronau und den zahllosen damit verbundenen Atomtransporten wird informiert und diskutiert. Mehr Infos unter: http://www.urankonferenz2012.de/

CASTOR-Transport 2011

Im November wurde erneut hochradioaktiver Atommüll auf Frankreich zum so genannten Zwischenlager Gorleben transportiert. So schafft die Bundesregierung noch mehr Atommüll ins Wendland und damit Fakten für den Salzstock Gorleben als Standort eines dauerhaften Atommülllagers. Allein schon diese Atomtransporte machen klar, dass die Erkundung des Salzstocks Gorleben nicht "ergebnisoffen" ist, wie es die Bundesregierung immer wieder beteuert. 

ROBIN WOOD und zahlreiche Bürgerinitiativen, Verbände, Parteien und Gewerkschaften hatten daher zum Protest aufgerufen. Am 26. November demonstrierten über 25.000 Menschen in und um Dannenberg für einen echten Atomausstieg und für das endgültige Ende der Ausbauarbeiten im Salzstock Gorleben. 

Hier finden Sie unsere Infoseite zum Castor-Transport 2011.

Mehr Hintergrundinformationen zu Gorleben finden Sie hier.

Morsleben - Rausholen statt schließen

Im Oktober 2011 fand der Erörterungstermin für die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragte endgültige Schließung des Atommülllagers Morsleben.

weitere Infos hier

 

Ökostromwechsel - aber richtig!

Robin Wood legt Recherche über Ökostromanbieter vor

ROBIN WOOD hat die bundesweit verfügbaren Ökostromanbieter geprüft. Danach empfiehlt ROBIN WOOD die Ökostromanbieter LichtBlick, EWS Schönau (Die Stromrebellen), Greenpeace Energy sowie Naturstrom AG.

Mehr über den Ökostromwechsel.

Volksbegehren „Unser Hamburg – Unser Netz“ erfolgreich

HamburgerInnen wollen Energienetze zurück / Über 114.000 Unterschriften gesammelt

Das Volksbegehren „Unser Hamburg – Unser Netz“ ist erfolgreich. In nur drei Wochen hat ein breites Bündnis, darunter ROBIN WOOD, über 114.395 Unterschriften für die Rekommunalisierung des Strom-, Wärme- und Gasnetzes in der Hansestadt gesammelt. Das sind deutlich mehr als die erforderlichen 62.732 gültigen Unterschriften. Die Unterschriften-Listen werden heute an den Leiter des Landeswahlamts übergeben. ROBIN WOOD bedankt sich bei allen Aktiven, die mit enormem Engagement diesen Erfolg des Volksbegehrens möglich gemacht haben.

ROBIN WOOD-Pressemitteilung vom 23. Juni...

Zur homepage www.unser-netz-hamburg.de

 

 

Zur aktuellen Atom- und Energiedebatte nach Fukushima
(Juni 2011)

1. Die Katastrophe von Fukushima hält immer noch an. Die drei Reaktoren, in denen die hochradioaktiven Brennelemente geschmolzen sind, sind außer Kontrolle. Umgebung und Wasser sind radioaktiv belastet und noch immer tritt Radioaktivität aus. Nach Erdbeben und Tsunami versagte die Kühlung, brach die Stromversorgung bis hin zu den Notsystemen zusammen. Im Umkreis von 20 km und in einigen Bereichen auch weiter vom Reaktor entfernt sind ca. 90.000 Menschen evakuiert. Noch immer ist anzunehmen, dass der Betreiber Tepco als auch die japanische Regierung nicht in vollem Umfang über die Ursachen und Folgen der Katastrophe informiert.

2. Die Katastrophe von Fukushima macht klar: Schwerste Atomunfälle bis hin zur Kernschmelze und zum Super-GAU sind auch in hoch technologisierten Ländern jederzeit möglich. Der Super-GAU ist kein Restrisiko. Im sogenannten Kalkar-Urteil haben die Richter am Bundesverfassungsgericht 1978 festgestellt: "Ungewißheiten jenseits dieser Schwelle praktischer Vernunft sind unentrinnbar und insofern als sozial adäquate Lasten von allen Bürgern zu tragen." Mit diesem Urteil hatten die Richter die Grundlage geliefert, nach der bestimmte Unfälle nicht weiter zu berücksichtigen sind, wenn die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens als äußerst gering anzusehen ist. Eigentlich haben schon Harrisburg, Tschernobyl und auch die Terror-Angriffe vom September 2001 in New York und Washington gezeigt, dass schwerste Atomunfälle nicht jenseits, sondern diesseits der „Schwelle praktischer Vernunft“ liegen. www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9157769.html

Vor diesem Hintergrund ist und bleibt die Atomenergie aufgrund ihrer enormen Schadenspotentiale unverantwortbar. In jedem Atomkraftwerk kann es zu einer Kernschmelze und zu einer enormen Freisetzung von Radioaktivität kommen. Nur die sofortige Stilllegung der AKWs kann dieses Risiko ausschließen.

Die deutschen Reaktionen auf Fukushima sind vor diesem Hintergrund nur teilweise als Neubewertung des Restrisikos zu bezeichnen und sicherheitstechnisch nicht nachvollziehbar.

3. Die Stilllegung von sieben Reaktoren und dem AKW Krümmel ist beschlossene Sache. Stufenweise sollen bis 2022 die verbleibenden neun AKWs abgeschaltet werden, sechs AKWs aber erst zum Ende dieser Phase. Das wirft in jedem Fall auch die Frage auf, inwieweit der Ausstieg unumkehrbar ist oder ob nicht ab 2020 erneut eine Debatte über Laufzeitverlängerungen einsetzt. Noch unklar ist, ob einer der acht Alt-Meiler bis 2013 für angebliche Stromengpässe im Winter in Bereitschaft gehalten wird.

Stilllegungsfahrplan der Bundesregierung (Juni 2011)

4. Die schwarz-gelbe Bundesregierung macht mit diesem Vorgehen die erst vor wenigen Monaten beschlossene Laufzeitverlängerung rückgängig und stellt den bis dahin geltenden Status-Quo in etwa wieder her. Damit wird der Atomausstieg gegenüber den alten Vorgaben also nicht wirklich forciert.

5. In Sachen Endlagerung soll nun eine „ergebnisoffene Endlagersuche“ beginnen und bis Ende des Jahres ein entsprechendes „Suchgesetz“ vorgelegt werden. Damit sollen nun neben Gorleben (!) weitere mögliche Standorte untersucht werden. Ein Moratorium für die derzeit laufenden Arbeiten in Gorleben ist bislang nicht vorgesehen.

6. Im Rahmen der ebenfalls jetzt anstehenden Novellierung des Erneuerbaren Energie Gesetzes plant die Bundesregierung gegenüber der Zeit vor Fukushima und trotz des Atomausstiegs keine Forcierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Weiterhin wird lediglich ein Anteil von 35 Prozent an der Stromerzeugung im Jahr 2020 angestrebt. Dabei haben bereits Branchenprognosen (Lobby der Erneuerbaren Energien) im Jahr 2009 ausgesagt, dass unter den politischen und rechtlichen Bedingungen von 2009 ein Anteil von 47 Prozent Erneuerbare Energien an der Stromerzeugung möglich wären. Selbst wenn man diese Zahl als etwas zu optimistisch ansehen mag: Würde jetzt nach Fukushima ernsthaft der Ausbau forciert werden, also die Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren insgesamt gegenüber 2009 noch einmal verbessert, dann wäre klar, was möglich wäre. Auch hier lässt sich davon ausgehen, dass damit vor allem die vier Konzerne unterstützt werden sollen. Im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes ist eine Stärkung der Off-Shore-Windenergie vorgesehen, die vor allem den vier großen helfen soll. Auch in Sachen Kohlekraftwerke, CCS-Lagerung aber auch im Bereich Netzausbau wird deutlich, dass die großen vier Konzerne weiterhin als Global-Player deutscher Energiepolitik angesehen und unterstützt werden.

Für die CDU/CSU und FDP mag die jetzige Kehrtwendung ihrer bisherigen Energiepolitik ein großer Schritt sein. Eine Neubewertung der Risiken der Atomenergie infolge der Erkenntnisse aus der Katastrophe von Fukushima ist diese Politik nur sehr begrenzt. Das Risiko von schweren Atomunfällen bleibt für die nächsten zehn Jahre weiterhin bestehen. Sicherheitstechnische Nachrüstungen, die sich aus den Ereignissen für Fukushima für die Reaktoren, die noch am Netz bleiben sollen, sind nicht vorgesehen.