Rückblick/Dokumentation
Meldungen des Tages zur Situation im Walddorf
Kontakt zur Waldbesetzung, Tel. 0176 / 263 389 86
ROBIN WOOD Pressestelle Tel. 040/380 892
24.2.09
Datenschützer rügt Fraport
Die Bildaufnahmen durch Fraport-Mitarbeiter während der Räumung des Camps waren rechtswidrig.
Die Beschwerde der betroffenen Journalisten war begründet. Das teilte der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch mit. Er behält sich vor, das Vorgehen von Fraport förmlich zu beanstanden.
www.datenschutz.hessen.de/presse_2009.htm
Fraport-Mitarbeiter hatten während der Räumung des Camps verdeckt JournalistInnen bei ihrer Arbeit gefilmt.
18.2.2009 Mittwoch:
21:15 Uhr
Alle AktivistInnen, die heute von der Polizei in Gewahrsam genommen und nach Frankfurt gebracht wurden, sind wieder draußen. Die Bäume im Kelsterbacher Wald, in denen sich Baumhäuser befanden, wurden gefällt, die Baumhäuser zerstört.
18:00 Uhr
An der Mahnwache an der Gelbegrundschneise in Sichtweite zum Parkplatz Okrifteler Straße sammeln sich über hundert Menschen und ziehen in einer Spontandemonstation zum zerstörten Walddorf.
Internationale Solidarität für WaldbesetzerInnen
Die Umweltorganisation Rettet den Regenwald hat 6.421 Unterschriften
gegen die Rodung des Kelsterbacher Waldes und gegen den Ausbau des
Frankfurter Flughafens gesammelt. In dem Protestbrief an
Ministerpräsident Roland Koch und Kelsterbachs Bürgermeister Manfred
Ockel kritisieren die UnterzeichnerInnen, dass Deutschland sich
international als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz gibt, aber
zulässt, dass im eigenen Land für den Ausbau eines Flughafens Bannwald
gerodet wird.
An der Unterschriftenaktion haben sich neben Menschen aus verschiedenen
EU-Ländern auch zahlreiche UmweltschützerInnen aus Argentinien,
Brasilien, Chile und Kolumbien beteiligt.
17:45 Uhr
Auch die achteckige Hütte der Bürgerinitiativen hat das Räumkommando von Polizei und Fraport zerstört.
16:30 Uhr
Ein weiteres Baumhaus wurde geräumt. Bisher wurden 18 Personen in Gewahrsam genommen und ins Polizeipräsidium Frankfurt, Adickesallee, verbracht.
13:00 Uhr
Die fünf Personen aus dem ROBIN WOOD-Baumhaus sind geräumt. Die Polizei baut Hubwagen und Sprungkissen unter einem weiteren Baumhaus auf.
12:00 Uhr
Zwei Hubwagen stehen rechts und links unterhalb des ROBIN WOOD-Baumhauses. Die Polizei arbeitet von unten mit einer Flex. Vier der fünf Personen im Baumhaus sind angekettet.
Seit dem Morgen ist die Polizei mit zwei Hundertschaften, etwa 20 Polizeikletterern und zwei Hubwagen im Walddorf im Einsatz. Ein Baumbesetzer wurde geräumt. Die Polizei zerschneidet Seile in den Bäumen. Mit zwei Hubwagen versucht sie, das ROBIN WOOD-Baumhaus zu räumen, in dem sich fünf Personen aufhalten.
Die Polizei be- bzw. verhindert die Beobachtung ihres Einsatzes durch die Presse: Den anwesenden JournalistInnen wurde am Morgen der Zugang zum Camp verwehrt mit der (falschen) Begründung, sie bräuchten dafür eine Genehmigung der Fraport.
Nach Protesten dürfen PressevertreterInnen bis zu einer Absperrung 50 Meter vom ROBIN WOOD-Baumhaus entfernt , eine nähere Beobachtung des Polizeieinsatzes wird ihnen weiterhin verweigert.
17.2.2009 Dienstag:
Die Polizei hat den Pflanzgarten gestern wieder verlassen, aber angekündigt, heute im Waldcamp die Suche nach Kampfmitteln durchzusetzen. Viele BesucherInnen wären daher sinnvoll. Aktuell, gegen 10:30 Uhr, sind im Walddorf allerdings noch keine Anzeichen für eine Kapfmittelsuche zu sehen.
15.2.2009 Sonntag:
Die Nacht war sehr kalt. Wie jeden Sonntag war zum Kuchenstand im Wald eingeladen. Kelsterbacher BürgerInnen, die ohne Personalausweis in ihren Wald gehen wollten, wurden von der Polizei abgewiesen. Abends hielten sich nach kurzem Rütteln am Zaun mehrere Beweis- und Festnahmeeinheiten der Polizei längere Zeit im Camp auf. Nach der Abtrennung vom Camp am vergangenen Freitag richtet sich die Polizei in den Forstgebäuden des Pflanzgartens ein.
14.2.2009, Samstag:
Der Kelsterbacher Bürgermeister Manfred Ockel, SPD, erscheint zur städtischen Faschingsfeier als Polizist verkleidet.
In der Nacht von Samstag (14. Februar) auf Sonntag (15. Februar) soll die Brücke der Okrifteler Straße über die Autobahn A3 abgerissen werden.
Quelle und sehr informativer Artikel zum Fraport-Zeitplan und zu unterschiedlichen Rechtsauffassungen unter:
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=713152
13.2.2009, Freitag:
14:40 Uhr:
Das Camp kann wieder betreten werden.
13:00 Uhr:
Die Polizei hat durch das Engerziehen des Zaunes die forstwirtschaftlichen Gebäude im so genannten Pflanzgarten vom Camp abgetrennt. Ein bis zwei Personen, die sich dort aufhielten, wurden in Gewahrsam genommen. Die Maßnahme kann als Vorbereitung zu einer Räumung des Camps gewertet werden.
12:00 Uhr:
Die Polizei läßt außer PressevertreterInnen niemanden mehr in das Waldcamp.
11:00 Uhr:
Die Polizei zieht den Zaun enger. Sie trennt damit den "Pflanzgarten" vom Camp ab.
12.2.2009, Donnerstag:
Eine Klettererin von der gestrigen Baumbesetzung wird heute noch bis voraussichtlich 18 Uhr von der Polizei festgehalten. Die Polizei weist bei Personalien-Kontrollen darauf hin, dass Fraport Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen wird.
11.2.2009, Mittwoch:
Gegen 18 Uhr gab es laut Polizei die neue Anweisung, auch die Personalien aller Personen zu überprüfen, die das Camp VERLASSEN. Es bleibt bei der Personlienkontrolle vor Betreten des Camps.
Gegen 18 Uhr waren alle drei KletterInnen geräumt. Die Polizei setzte dazu Hubwagen und Kletterer mit Steigeisen ein.
Von den drei KletterInnen, die heute Bäume außerhalb des Walddorfes besetzt haben, ist gegen 15 Uhr die erste geräumt worden. Polizeikletterer sind in den Bäumen, um die anderen beiden ebenfalls runterzuholen.
Drei ROBIN WOOD-AktivistInnen sind heute gegen 11 Uhr im Kelsterbacher Wald auf Bäume geklettert, um gegen den Kahlschlag für die vierte Landebahn zu protestieren. Die drei besetzten Bäume liegen außerhalb des WaldbesetzerInnendorfes etwa 80 Meter vom Zaun entfernt in östlicher Richtung. In der Nähe laufen zuzeit die Rodungsarbeiten.
10.2.2009, Dienstag:
Über den Kelsterbacher Wald (bzw. das was vom Wald noch steht) zieht ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten um die 100 Stundenkilometer. Die Polizei zieht ihre Kräfte wegend es Sturmes bis zum Abend ab.
Am Son. 8.2.09 wird eine Baumpflanzaktion im Wald um den Flughafen herum stattfinden. Treffen wird um 14h am Parkplatz (Okrifteler Str.) sein. Es werden alle, die Zeit und Interesse bei der Pflanzung von 99 Bäumen gebeten vorbei zu schauen und mitzuhelfen diese Bäume im Wald zu verteilen.
Ab 14h ist auch ein Kuchenstand (Kuchen, Tee & Kaffee) auf dem Camp sein und bis 18h wird es möglich sein, sich dort zu stärken.
6.2.2009, Freitag:
Vier Personen schlugen gestern gegen 22 Uhr ein Zeltlager in der Nähe des Walddorfes auf. Der Platz liegt au&suml;erhalb des Rodungsgeländes und der geplanten Landebahn und wurde ihnen von der diensthabenden Polizeischicht ausdrücklich zugewiesen. Gegen ein Uhr riss eine Gruppe von 12 bis 15 anderen Polizisten die vier Leute aus dem Schlaf. Sie forderte rüde die Personalien ein. Bei zwei Personen, einem Mann und einer Frau, wurde der Schlafsack von den männlichen Beamten gewaltsam aufgerissen. Es wurde den AktivistInnen keine Zeit gelassen, ihre Ausweise zu holen, eine Person wurde sofort von den Beamten von den anderen getrennt zur Personalienkontrolle an einen weiter entfernten Ort gebracht.
4.2.2009 ROBIN WOOD-Pressemitteilung:
Walddorf gegen Ausbau des Frankfurter Flughafens bekommt neuen Nachbarn - AusbaugegnerInnen wollen Zelte am Rande der Rodungsfläche aufschlagen
2.2.2009, Montag:
Die Polizei durchsucht zweimal am gleichen Tag sehr gründlich das Camp. Die Personalien aller Anwesenden werden aufgenommen. Sie kündigt an, dies nun täglich zu tun.
Die Zäune wurden inzwischen bis zur Autobahn (A3) gezogen und damit noch einmal über das bisher bekannte und genehmigte Rodungsgegebiet hinaus. Innerhalb des Zauns liegt jetzt auch ein aufgrund des dortigen Hirschkäfervorkommens naturschutzrechtlich besonders wertvolles Gebiet.
Demonstration "Verraten? Verkauft! - Kelsterbach steht auf" am Samstag, 31. Januar, 13 Uhr, ab Marktplatz/Rathaus zum Kelsterbacher Rathaus. Dort werden die Stadtverordneten am Montag, den 9.2., darüber abstimmen, ob die Stadt ihren Wald an die Fraport verkaufen wird.
Am Sonntag, 1.2.2009, gibt es eine Radtour rund um den Flughafenaubau. Treffpunkt ist um 13:00 Uhr am Gundhof in Walldorf. Die Tour führt zuerst zum Radarturm. Bei einem Zwischenstopp dort können sich auch Leute, die zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind, mit uns gemeinsam über das Ausmaß der Zerstörung informieren. Danach fahren die RadfahrerInnen zusammen ins besetzte Camp in den Kelsterbacher Wald.
Die Kelsterbacher Stadtverordnetenversammlung, auf der die kommunalen VertreterInnen einen Verkauf des Waldes an die Fraport beraten und beschließen, findet am Montag, 9. Februar, 19 Uhr statt, voraussichtlich im Bürgerhaus Kelsterbach. Dort findet übrigens direkt vorher eine Faschingsveranstaltung der Fraport- Senioren statt.
--- bitte mitmachen und weiter verbreiten ---
Deutschland präsentiert sich gerne als Vorreiter beim Klima- und Umweltschutz. Die Bundesregierung unterstützt weltweit Projekte zum Schutz der Wälder.
Doch im eigenen Land herrscht die Axt im Walde. Zum Bau einer vierten Landebahn auf dem Frankfurter Flughafen sollen 300 Hektar Wald vernichtet werden. Dabei ist das Flugzeug das Verkehrsmittel mit dem höchsten Energieverbrauch und der grössten Klimabelastung.
Bitte nehmen Sie an unserer Protestaktion teil und schreiben sie an den hessischen Ministerpräsidenten Koch und den Bürgermeister von Kelsterbach:
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.
Aufruf der WaldbesetzerInnen zur Demo am 31.1.2009 in Kelsterbach
Liebe AusbaugegnerInnen,
wir erwarten, dass die Polizei nach dem Verkauf des Kelsterbacher Wald das Camp räumen wird.
Wenn die Kelsterbacher Stadtverordneten am 09.02. dem Verkauf an Fraport zustimmen, gehört der Wald, in dem auch das Camp steht, der Fraport. Die Fraport hat schon angekündigt, wegen Hausfriedensbruch gegen die BesetzerInnen vorzugehen.
Der Widerstand und die vielen Proteste haben bisher ein großes Medienecho hervorgerufen, und die Zahl derer, die gegen den Ausbau sind und sich an den Protesten beteiligen, wird größer. Damit hat die Fraport ein Problem, der Konzern versucht mit aller Macht und mit Hilfe der Polizei und Justiz, den Widerstand zu ersticken. Es wundert nicht, dass Fraport in der Vergangenheit viel Geld für Werbung (Sponsoring von Eintracht Frankfurt, Geld für Vereine, Anzeigen in Zeitungen) und in die Positionierung von Lobbyisten in wichtigen Schaltstellen (Fraport im Beraterkreis der FAZ, Politiker in Aufsichtsrat der Fraport) hineingibt. Die Fraport hat Angst, die Argumente gegen die Erweiterung sind stark, und es gibt viele Menschen, die kritikfähig sind.
Wenn wir am 31.01. mit vielen Leuten demonstrieren, können wir viel erreichen. Wir können erreichen, dass die Rechnung der Fraport nicht aufgeht und die richtigen Argumente Gehör finden. Die einzige Waffe, die wir haben, ist die Solidarität. Deshalb kommt zur die Demonstration am Samstag, 31. Januar, in Kelsterbach!
31.1.2009, 11.45 Uhr:
Die Baumbesetzerinnen werden von der Polizei abgeführt.
31.1.2009, 11.00 Uhr:
Die Polizei lässt zwei Fotografen von Nachrichtenagenturen nicht zu der Baumbesetzung. "Angebot" der Polizei: Sie lassen die Presse nur dann an den Ort der Aktion, wenn die Aktvistinnen quasi als Gegenleistung für Pressefreiheit ihre Aktion abbrechen und von dem Baum absteigen.
31.1.2009, 10.15 Uhr:
Ein Höheninterventionsteam der Polizei ist bei der Buche eingetroffen.
31.1.2009, 8.00 Uhr:
zwei ROBON WOOD-Aktivistinnen haben eine Buche auf der Rodungsfläche, etwa 40 Meter vom Camp entfernt, besetzt. Die Polizei versucht erfolglos, sie mit Leitern herunter zu holen.
30.1.2009, 14.30 Uhr:
Zur Situation im Camp:
Die Menschen im Camp werden rund im die Uhr von der Polizei gefilmt. Die Kameras haben leistungsstarke Teleobjektive. Vom Camp sieht man inzwischen direkt auf die gerodeten Flächen. Es ist voller Waldvögel und Eichhörnchen, da der Wald in rasanter Geschwindigkeit kleiner und kleiner wird.
29.1.2009:
Die Situation im Walddorf ist denkbar angespannt. Das Camp exisiert noch, aber die Harvester kommen immer näher. Vom Ticona-Gelände im Westen her wurde bereits ein Großteil gerodet und die Arbeiten sind nur noch 50 m von dem Camp entfernt. Die Szenerie ist geprägt von Zäunen und Polizei überall, mit Einschüchterungsversuchen, Personenkontrollen und Platzverweisen wird versucht, BesucherInnen den Zugang zum Camp zu verwehren. Für diese Mittel gibt es keine gesetzliche Grundlage und nach Diskussionen schaffen es die meisten Menschen, ins Walddorf zu kommen.
28.1.2009 ROBIN WOOD-Pressemitteilung:
Wachsender Widerstand gegen Kahlschlag - ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren auf Frankfurter Einkaufsmeile gegen Waldrodung / Widerstand gegen Flughafenausbau geht weiter
27.1.2009, 17:15 Uhr:
Rodungsarbeiten laufen zur Zeit in ca. 100 Metern Entfernung vom Walddorf bis rüber zum ehemaligen Ticona-Gelände.
25.1.2009, Sonntag, 11:00 Uhr:
Eine weitere Security-Einheit wacht im Wald mit scharfen Hunden. Einige sind aggressiv, Rottweiler und Schäferhunde gehen auf Wachleute ab. Security-Mitarbeiter der Fraport bauen zwei Hütten im Wald.
25.1.2009, Sonntag, 9:45 Uhr:
Um 8 Uhr war eine Treibjagd im Wald östlich des Camps Richtung Okrifteler Straße. Die Treibjagd musste abgebrochen werden, weil Menschen im Wald waren. Nach unbestätigten Angaben der Polizei wurden 7 Personen festgenommen. Die Treibjagd wird fortgesetzt, wenn sich keine Personen mehr in dem Waldgebiet befinden.
24.1.2009, Samstag, 18:30 Uhr:
Die Demo war mit über 1000 Menschen sehr gut besucht. Es gab viele kraftvolle Redebeiträge. Es wurde durchgesetzt, daß die Demo doch ganz bis zum Camp ziehen konnte. Von dort wurde sie fortgesetzt zu einer der Rodungsflächen, wo zwei Personen einen sog. Harvester (Rodungsmaschine) besetzten. Ausserdem wurden direkt am Camp mehrere 100 Meter Zaun abgebaut, der im Moment unter Polizeischutz von den Security-Mitarbeitern wieder aufgebaut wird. 8 Menschen wurden in Gewahrsam genommen.
23.01.09, Pressemitteilung unabhängiger AktivistInnen:
FRAPORT RODET MENSCHENRECHTE
Bei friedlicher Besetzung einer Rodungsmaschine wurden Grundrechte mehrfach missachtet
Am 23.01.09 besetzten 9 AktivistInnen eine Rodungsmaschine, die im Auftrag der Fraport den Kelsterbacher Wald für den Ausbau des Frankfurter Flughafens abholzt. Durch diese Aktion wollten sie auf die Zerstörung der Umwelt und des Kelsterbacher Waldes aufmerksam machen. Die zweistündige Besetzung des so genannten Harvesters verlief friedlich, bis auf Betreiben von Fraport-Sprecher Wolfgang Amann die Polizei den anwesenden PressevertreterInnen einen Platzverweis erteilte. Nach Ausschluss der Öffentlichkeit wurde die Polizei handgreiflich. Dieses Vorgehen lässt die Vermutung zu, dass die Flughafengesellschaft Fraport verhindern will, dass jegliche Kritik am Flughafenausbau an die Öffentlichkeit getragen wird. "Die Fraport zerstört nicht nur ein vorhandenes Ökosystem, sondern unser aller Zukunft. Und die Polizei wird wieder einmal zur Durchsetzung der Interessen eines privaten und kapitalistischen Großunternehmens eingesetzt", so die BesetzerInnen. Neben der Missachtung der Pressefreiheit wurden verschiedene Grundrechte der AktivistInnen seitens der Polizei missachtet: - Durch stundenlanges Einsperren im Gefangenentransporter und die Verweigerung von Toilettengängen wurden die AktivistInnen genötigt, ihre Notdurft im Polizeifahrzeug zu verrichten. - Weiterhin wurden sie nicht über den Grund ihrer Festnahme informiert. - Ferner wurde ihnen verweigert, rechtlichen Beistand zu benachrichtigen. - Einer Aktivistin, die ihr Recht auf Rechtsbeistand mit Nachdruck einforderte, wurde der Fuß in der Zellentür eingequetscht. "Flughafenausbau und Menschenrechte sind nicht vereinbar", so die verletzte Aktivistin.
Kontakt: waldbesetzung(at)riseup.net und www.waldbesetzung.blogsport.de
23.1.2009, Freitag, 22:15 Uhr:
Jede der aus dem Gewahrsam entlassenen Personen hat eine persönliche Begleitung von vier bis sechs behelmten PolizistInnen. Eine Person erlitt einen Nervenzusammenbruch.
23.1.2009, Freitag, 21:40 Uhr:
Die acht Leute, die heute im Wald eine Rodungsmaschine besetzt hatten, sind aus der Ingewahrsamnahme entlassen. Sie wurden von Polizeifahrzeugen zurück in den Wald gebracht. In Begleitung von 50 bis 60 behelmten PolizistInnen sowie vier Beamten mit Kameras wurden sie ins Camp geführt, um dort ihre persönlichen Gegenstände abzuholen. Danach mussten die das Camp wiederum unter martialischer Bewachung verlassen.
Die Demo morgen, 24. Januar, ist vom Treffpunkt am Parkplatz Okrifteler Straße über Gelbe Grundschneise bis zur Ecke des Mönchwaldsees genehmigt, Beginn 14:00 Uhr. Während der Demo wird die Polizei den Zugang zum Camp für BesucherInnen sperren. Bannerstangen dürfen nicht länger als 2 Meter sein. Die Polizei hat Hunde im Einsatz.
Die acht Personen, die heute einen Harvester besetzt hatten, wurden in Gewahrsam genommen.
23.1.2009, Freitag, 14:30 Uhr:
Eine Rodungsmaschine wurde von acht Leuten besetzt.
23.1.2009, Freitag:
Die Arbeitsbedingungen der von Fraport angeheuerten Security-Mitarbeiter sind ein Skandal.
- Hartz-IV-Empfänger mussten die Arbeit bei Androhung der Leistungskürzung annehmen.
- Die Security-Mitarbeiter haben keine wetterfeste Arbeitskleidung, obwohl sie bei Kälte und Regen im Freien arbeiten.
- Die Versorgung mit Lebensmitteln ist mangelhaft.
- Sie müssen Überstunden leisten, da die Schichtpläne nicht durchgehend besetzt sind.
Das stärkste Argument für den Ausbau ist der "Jobmotor Flughafen". Hier sehen wir die Qualität der "Jobs".
23.1.2009, Freitag:
Der Sprecher der Fraport, Wolfgang Amann, hat gestern erneut bestätigt, dass bis März auf der gesamten Fläche gerodet wird. Fraport will auf der Fläche, auf der das Hüttendorf steht, bis März zumindest die vorbereitenden Arebiten wie Munitionssuche druchführen und abschließen. Das heißt, Fraport plant mit einer Räumung des Camps. Zur Zeit wechselt die polizeiliche Praxis: Mal werden BesucherInnen in das Hüttendorf gelassen, mal versperrt die Polizei den Zutritt und behindert auch JournalistInnen.
Heute, 22. Januar, wird es um 18:00 eine Kundgebung geben.
Bitte Fackeln mitbringen. Sicherheitskräfte sind im Wald massiv vertreten. Die Kundgebung ist angemeldet und steht unter besonderen Schutz (keine Personenkontrollen, keine Verhaftungen)
22.1.2009, 17 Uhr:
Gestern abend gegen 19 Uhr wurde eine abreisende Person am Kelsterbacher Bahnhof kontrolliert und durchsucht. Die Beamten waren auf der Suche nach Klettermaterialien und hatten die Weisung diese wie auch internetfähige Laptops einzubehalten. Begründung war eine Kletteraktion, die in Frankfurt stattgefunden haben soll. Zudem wurde der Person ein Platzverweis für das gesamte Waldgebiet bis 28. Februar ausgesprochen.
22.1.2009 ROBIN WOOD-Pressemitteilung:
Fraport will bis März 300 Hektar Wald roden - Kelsterbachs Bürgermeister Ockel knickt ein und will Stadtwald an Fraport verkaufen / Kahlschlag für neue Landebahn schreitet rasch fort
22.1.2009, 12 Uhr:
Nachdem die Stadt Kelsterbach gestern ihren Wald an Fraport verkauft hat, will Fraport bis März voraussichtlich die geasmte Fläche von 250 Hektar roden lassen. Bis vorgestern war nur eine Rodung von vorerst 90 Hektar möglich.
21.01.09, 23:30 Uhr:
14 AktivistInnen, darunter zwei von ROBIN WOOD, die an der Besetzung zweier Holzverlademaschinen in der Nähe des Ticona-Geländes beteiligt waren, wurden in polizeilichen Gewahrsam genommen, sind jetzt aber wieder entlassen. Alle sind wohlauf. Sie bekamen eine Verfügung, das Waldgebiet, in dem Fraport für den Bau der vierten Landebahn roden lässt, bis Ende Februar nicht mehr zu betreten.
21.1.09, 14:30 Uhr:
Zehn AktvistInnen haben zwei Verlademaschinen des von der Fraport beauftragten Rodungsunternehmens besetzt. Die Arbeiten sind eingestellt. Das Gebiet, auf dem die Besetzung stattfindet, ist eine Rodungsfläche in der Nähe des ehemaligen Ticona-Werksgeländes.
20.1.2009, 23.00 Uhr:
- Der Mensch aus dem Tunnel ist draußen und wurde zur Sicherheit in eine Klinik gefahren.
- Es ist immer noch viel Polizei im Wald.
- Es könnte sein, dass heute Nacht oder ganz früh geräumt wird.
20.1.2009, 19.52 Uhr:
- Der Tunnelbesetzer wurde von der Polizei ausgegraben und rausgeholt. Es kommen immer noch weitere Polizeikräfte in den Wald. Die Okrifteler Straße wurde jetzt doch teilweise gesperrt. Man kann vom Wald aus raus fahren Richtung Walldorf, aber man kommt nicht mehr hinein.
- Empfänger von Hartz IV - Geldern werden zur Bewachung des Bauzaunes herangezogen. Nach eigenen Angaben werden ihnen die (eh zu geringen) Mittel gekürzt, wenn sie diesen "Bewachungsjob" nicht machen.
20.1.2009, 18.00 Uhr:
- Das Dorf ist weiterhin zugänglich
- Dem Menschen im Tunnel geht es den Umständen entsprechend gut.
20.1.2009, 16.30 Uhr:
- Die Okrifteler Straße ist frei.
- Man kann bis zum Waldcamp laufen.
- Im Wald werden massenhaft Zäune gestellt.
- Es ist viel Polizei im Wald, sie ist aber nur anwesend.
- Das größte Problem scheint für die Polizei der Mensch im Tunnel zu sein, sie buddeln schon seit heute morgen nach ihm. Mir wurde versichert, daß die Polizei noch sehr lange brauchen wird ihn da rauß zu holen und mir wurde versichert, es gehe dem Menschen im Tunnel gut.
- Kommt in den Wald, es lohnt sich.
20.1.2009, 14 Uhr:
- Der Zugang zum Waldbesetzerdorf ist entgegen einiger anderslautender Informationen ungehindert möglich.
20.1.2009 ROBIN WOOD-Pressemitteilung:
Waldbesetzerdorf gegen Flughafenausbau eingezäunt - AktivistInnen befürchten, dass Räumung und Rodung im Kelsterbacher Wald unmittelbar bevorstehen
Hintergrundpapier/Fakten:
Wald statt Kohlendioxidschleuder! (pdf, rd. 20 kB)
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Weitere aktuelle Informationen unter waldbesetzung.blogsport.de
Kontakt zur Waldbesetzung, Tel. 0176 / 263 389 86

