Keine Stromlücken

Auch ohne Atomkraft - Keine Stromlücken


Sieben Atomkraftwerke werden nach der Katastrophe von Fukushima in Deutschland abgeschaltet. Ein weiteres AKW ist vom Netz, aber die Bundesnetzagentur muss noch entscheiden, ob dies ebenfalls dauerhaft abgeschaltet wird oder als "Kaltreserve" für den Fall von Versorgungsproblemen in Bereitschaft bleiben soll. Doch Versorgungslücken sind nicht zu erwarten, wie das dem Bundesumweltministerium unterstellte Umweltbundesamt in einer Studie feststellte.

Damit bestätigte das UBA die Ergebnisse einer bereits im April 2008 vorgelegten Studie, nach der es trotz Atomausstiegs und auch ohne eine Vielzahl der mindestens 20 geplanten Kohlekraftwerke nicht zu Versorgungslücken in der Stromversorgung kommen wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Vorgaben der Bundesregierung aus 2008 umgesetzt werden:

  • Der Bruttostromverbrauch muss bis 2020 um elf Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden,
  • der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in der Stromerzeugung muss auf 25% bis zum Jahr 2020 gegenüber heute verdoppelt werden und
  • der Ausbau der erneuerbaren Energien auf knapp 30% der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 weiter gehen.

Inzwischen sollen die Erneuerbaren Energie im Jahr 2020 insgesamt 35 Prozent zur Stromerzeugung beitragen, Fachleute gehen davon aus, das deren Anteil eher größer sein wird.

Diese Vorgaben sind zwar gut fürs Klima, aber schlecht für das Geschäft der vier großen Energieversorgungsunternehmen. Gegen eine ökologische Energiepolitik mit Atomausstieg und Klimaschutz setzen sie weiter auf fossile Großtechnologien. Dafür wollen sie die Verpressung der CO2 Emissionen durchsetzen. ROBIN WOOD lehnt diese Lösung ab. Mehr dazu hier.

Die Studie des UBA aus 2011 finden sie hier.
Oder hier direkt downloaden.
Die Pressemitteilung des UBA 2008 finden Sie hier.
Die Studie von 2008 können Sie hier downloaden (PDF).