Stromnetze - ein wichtiger Schlüssel für die Energiewende

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Postkarten-Aktion gestoppt

Die Initiative "Unser Hamburg - Unser Netz" hat eine Postkarten-Aktion gestoppt, mit der die Bürgerschaftsabgeordneten aufgefordert werden sollten, gegen die Senatsanträge zu stimmen, in denen sich die Stadt Hamburg nur mit einem Anteil von 25,1 Prozent an den drei Energienetze für Strom, Gas und Fernwärme beteiligen will. Diese Netze werden noch von Vattenfall und E.on Hanse betrieben. Unser Hamburg - Unser Netz will mit einem Volksentscheid erreichen, dass die Netze von der Stadt Hamburg zu 100 Prozent übernommen werden. 

Die Postkarte zeigte ein Bild, in der das Hamburger Wappen im Zentrum eines Netzes von zwei Spinnen mit den Konzernnamen eingesponnen wurde. Es stellst sich erst nach der Veröffentlichung heraus, dass ein vom Bild her ähnliches Motiv in der nationalsozialistischen Zeitung "Der Stürmer" (1930) abgedruckt war, allerdings gegen Juden gerichtet. 

Darauf hin erklärte die Volksinitiative den sofortigen Stopp der Postkartenaktion, entschuldigte sich für diesen Fehler und distanzierte sich deutlich von jedem rechtsradikalen Gedankengut.

Mehr dazu in der taz Nord vom 26.3.2012: Verfehlte Postkartenaktion - Kalt erwischt 

und die Presseerklärung der Volksinitiative auf www.unser-netz-hamburg.de

Außerdem ein guter Hintergrund-Artikel über Kunst, Spinnen, Nazis und andere. Ebenfalls aus der taz-nord: (30.3.2012): Spinnen - oder nicht: Pfui, Scheuerl!

 

Volksentscheid kommt 2013

Der Volksentscheid über die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg kommt mit den Bundestagswahlen 2013. Die Bürgerschaft in Hamburg hat sich auf seiner letzten Sitzung im Dezember dem Volksbegehren nicht angeschlossen, nachdem der SPD-Senat seine Verhandlungsergebnisse über eine Minderheitsbeteiligung (25,1 Prozent) an den Energienetzen von Vattenfall und E.on Hanse präsentiert hat. Die SPD stellt allein die Mehrheit in der Bürgerschaft und den Senat. Für die Initiative Unser Hamburg - Unser Netz, an der ROBIN WOOD beteiligt ist, sind die Ergebnisse nicht ausreichend (Kritik am Verhandlungsergebnis). Daher wird es nun zum Volksentscheid im Herbst 2013 gemeinsam mit der Bundestagwahl kommen.

UNSER HAMBURG - UNSER NETZ: Anhörung Bürgerschaft

 

Nach dem erfolgreichen Volksbegehren muss sich die Hamburgische Bürgerschaft nun erneut mit dem Anliegen, die Energienetze für Strom, Gas und Fernwärme vollständig zu rekommunalisieren, befassen. Ziel der Kampagne "Unser Hamburg - Unser Netz" ist es, Vattenfall und E.on die Energienetze abzunehmen, um sie unter demokratischer Kontrolle und jenseits von Profitinteressen fitt für die Energiewende zu machen.

Die Öffentliche Anhörung des Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft findet statt am:
Freitag, 18. November, um 17 Uhr, im Festsaal des Rathaus.

Kommen Sie und zeigen Sie, dass sie die Initiative unterstützen! Leiten Sie den Aufruf weiter.

Bis Mitte Dezember muss die Bürgerschaft entscheiden, ob sie dem Anliegen des Volksbegehrens zustimmt. Lehnt sie die vollständige Rekommunalisierung ab, wird es zu einem Volksentscheid kommen.

Mehr Informationen unten und unter www.unser-netz-hamburg.de

Volksbegehren „Unser Hamburg – Unser Netz“ erfolgreich

HamburgerInnen wollen Energienetze zurück / Über 114.000 Unterschriften gesammelt

Das Volksbegehren „Unser Hamburg – Unser Netz“ ist erfolgreich. In nur drei Wochen hat ein breites Bündnis, darunter ROBIN WOOD, über 114.395 Unterschriften für die Rekommunalisierung des Strom-, Wärme- und Gasnetzes in der Hansestadt gesammelt. Das sind deutlich mehr als die erforderlichen 62.732 gültigen Unterschriften. Die Unterschriften-Listen werden heute an den Leiter des Landeswahlamts übergeben. ROBIN WOOD bedankt sich bei allen Aktiven, die mit enormem Engagement diesen Erfolg des Volksbegehrens möglich gemacht haben.

ROBIN WOOD-Pressemitteilung vom 23. Juni...

Zur homepage www.unser-netz-hamburg.de

 

 

Unser Netz Hamburg:

Das Volksbegehren gewinnen - mit Deiner Hilfe!

In nur drei Wochen, von Donnerstag 2. – Mittwoch 22. Juni, müssen mindestens 75.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterschreiben, damit garantiert die notwendigen 62.732 gültigen Unterschriften dabei sind. Das schaffen wir nur, wenn dann viele Engagierte aktiv Unterschriften sammeln – auf der Straße, bei Veranstaltungen und im Bekanntenkreis.

Jetzt bitten wir dich: werde mit uns aktiv. Egal in welchem Umfang du mitmachen möchtest.

Wir machen hier verschiedene Angebote für gute Sammelerlebnisse.

Die Stimmung in Hamburg steht gut für uns, laut Meinungsumfrage wollen 65 % die Rekommunalisierung. Wir müssen Ihnen also nur noch Zettel und Stift in die Hand drücken. Juni, angenehmes Wetter, keine Ferien, das sind doch prima Voraussetzungen. 

Die Herausforderung ist die kurze Zeit. Bitte nimm dir Zeit im Juni und frage Freunde, Mitstreiter, Bekannte und dein Netzwerk, ob sie auch mitsammeln wollen.

18.000 Unterschriften für die Rekommunalisierung!

Geschafft. Am 20. August hat die Volksinitiative UNSER HAMBURG - UNSER NETZ, an dem auch ROBIN WOOD beteiligt ist, fast 18.000 Unterschriften für die Rekommunalisierung der Energienetze abgegeben und damit erfolgreich den ersten Schritt gemacht. 10.000 Unterschriften wären für den ersten Schritt der Volksinitiative erforderlich gewesen. Das Ziel ist es (siehe unten), die Versorgungsnetze für Strom, Fernwärme und Gas wieder in die öffentliche Hand zu übernehmen. Bislang betreiben Vattenfall und E.on diese Netze.

Nachdem die amtliche Feststellung erfolgte, wie viele gültige Stimmen die Initiative eingereicht hat, haben der Hamburger Senat und die Bürgerschaft vier Monate Zeit, sich zum Anliegen der Initiative zu verhalten und diese ggfls. zu übernehmen. 

Unser Hamburg - Unser Netz

 

Ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Verbraucher-, Umwelt- und kirchlichen Organisationen startete am 5.7.2010 eine Volksinitiative, um die Versorgungsnetze für Gas, Strom und Fernwärme in Hamburg wieder in die Öffentliche Hand zu übernehmen. Die entsprechenden Konzessionsverträge mit den Energiekonzernen Vattenfall und E.on laufen 2014 aus bzw. sind bis dahin kündbar.

Die beteiligten Organisationen der Volksinitiative sehen in der Rekommunalisierung der Netze eine zentrale Voraussetzung, um die Energiepolitik der Stadt Hamburg klimafreundlicher und sozial gerechter zu gestalten und einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen. Mit der Übernahme der Netze kann der notwendige Umbau zu so genannten "smart grids" (intelligenten Netzen) und zu dezentralen Versorgungsstrukturen konsequent verfolgt werden.

Mitmachen und Unterstützen

Im ersten Schritt benötigen wir 10.000 gültige Stimmen von Hamburger Wählerinnen und Wählern. Dazu brauchen wir Ihre und Eure Unterstützung, denn bis zum 15. August wollen wir diese 10.000 Unterschriften gesammelt und eingereicht haben. 

Der Weg über den Volksentscheid zum Umbau der Energieversorgung

Nachdem wir die Unterschriften eingereicht haben, hat der Senat vier Monate lang die Möglichkeit zu entscheiden, ob er sich dem Ziel unseres Volksentscheids anschließen will. Tut er das nicht, werden wir in einem zweiten Schritt ein Volksbegehren starten. Etwa Mitte Mai 2011 würde dann das Volksbegehren "Unser Hamburg - Unser Netz" innerhalb von drei Wochen rund 65.000 Stimmen sammeln müssen. Wieder könnte der Senat dann innerhalb von vier Monaten entscheiden, ob er die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze zu seiner Sache macht und das Begehren umsetzt. Entscheidet er sich dagegen, wird es parallel zur nächsten Bürgerschaftswahl zum Volksentscheid kommen. Dann werden alle wahlberechtigen HamburgerInnen mit der Wahl zur Bürgerschaft auch über unseren Volksentscheid abstimmen. Und dann geht es los mit dem Umbau der Energieversorung, mit Klimaschutz und dem Ausbau erneuerbaren Energien! 

Den Trägerkreis der Initiative bilden folgende Organisationen:

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