| ROBIN WOOD Startseite |
Adressen | Allgemein | Wald | Energie | Verkehr | Tropenwald | Magazin | Pressemitteilungen | Warenliste (Bücher, Broschüren, u.a.) | Stichwortsuche | Spenden | Regionalgruppen | Mitgliedschaft | Links

ROBIN WOOD-Magazin 4/95

  1. Geschichten aus dem Schwedenwald
  2. Eigennutz statt Klimaschutz - Zu Joint Implementation von Forstprojekten
  3. Gütesiegel für Tropenholz

titel: ROBIN WOOD-Magazin 4/95, S. 22

Geschichten aus dem Schwedenwald

Rudolf Fenner, Hamburg

Vierzig Meter hohe Bäume - eindrucksvoll sicherlich, doch so ganz ungewöhnlich sind solche Baumhöhen nicht bei uns in Mitteleuropa. Im kälteren Klima Schwedens allerdings - zumal im nördlicheren Teil - sind solche Baumriesen schlicht unvorstellbar. Und doch muß es sie gegeben haben - noch Anfang des letzten Jahrhunderts. Das belegen entsprechende Verkaufsunterlagen. Einzelne Kiefern, die die häufigen natürlichen Waldbrände überstanden haben und - gedüngt von der Asche der anderen Bäume - umso kräftiger über die Jahrhunderte weiterwuchsen, bis sie weit aus dem Kronendach der Wälder ringsum herausragten.

Solche uralten Giganten waren sehr schnell verschwunden, als im letzten Jahrhundert die erste Welle industrieller Holzausbeute sämtliche Waldgebiete bis in den hohen Norden Schwedens erfaßte. Einzelstammnutzung, also die Ernte möglichst starker Stämme, war das vorrangige Ziel der auf Sägeholz ausgerichteten Holzindustrie. Dies geschah allerdings in keinster Weise nachhaltig und so ging in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts das Vorkommen von hochwertigem Stammholz weitgehend zu Ende. Die Zeit der großflächigen Kahlschläge zur Verwertung auch minderguten Holzes begann. Die Zellstoffindustrie wurde zur Hauptabnehmerin. Und auf den kahlgeschlagenen Flächen wuchsen endlose und monotone Kulturforste heran zur kontinuierlichen Rohstoffversorgung dieses Industriezweiges. Achtzehn Meter hoch mit einem Stammdurchmesser von nicht mal einer Handspanne, das sind heute die durchschnittlichen Maße eines hiebreifen Baumes in den Forstgebieten nördlich Stockholms.

Etwa 70 Prozent des schwedischen Holzes landen derzeit in der Zellstoffproduktion. Und die Namen von 1.500 Tier- und Pflanzenarten des Waldes finden sich in der Roten Liste Schwedens wieder. Knapp siebzig Arten sind bereits aus dieser Holzproduktionslandschaft, in der kaum noch Raum für eine natürliche Waldentwicklung übrig geblieben ist, endgültig verschwunden.

Die Geschichte vom Eisbrecher und dem Sündenfall der Kirche

Als im Jahre 1915 der Eisbrecher "Isbrytaren II" gebaut wurde, da war es noch zu kriegen, das strapazierfähige, enggemaserte Kiefernholz mit breitem Kernholzanteil. Jetzt, nach achtzig Jahren, - der Eisbrecher heißt mittlerweile St. Erik und gehört zu den Austellungsstücken des berühmten Stockholmer Vasa-Museums - waren die Decksplanken erneuerungsbedürftig geworden. Auf ihre Ausschreibung hin flatterte den Museumsrestauratoren allerdings ein Angebot auf den Tisch, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Vermittelt durch einen auf exquisite Qualität und entsprechende Kundschaft spezialisierten Holzhändler, bot ihnen die schwedische Staatskirche Holz in einer Qualität an, die der des historischen Schiffsholzes entsprach. Ein Angebot also, das ein um authentische Rekonstruktion bemühtes Museum kaum ausschlagen kann. UmweltschützerInnen verschlug es allerdings die Sprache, als sie Anfang April feststellen mußten, daß zweiundsiebzig etwa dreihundertjährige Kiefern aus einem Wald bei Delsbo in der nordschwedischen Provinz Hälsingland umgesägt und abtransportiert waren.

Die Eigentümerin dieses Waldes, die lutherische Staatskirche Schwedens, gehört mit drei Prozent des gesamten schwedischen Waldbestandes zu den Kleinen unter den großen WaldbesitzerInnen. Sie ist schon immer recht wohlhabend gewesen und mußte kaum aus ihren Wäldern Profit schlagen. Daher sind in den Kirchenforsten vergleichsweise viele der ansonsten in Schweden selten gewordenen Altholzbestände übrig geblieben. Diese wenigen naturnahen Old- Growth-Areale mit ihren alten, ihren sterbenden und ihren abgestorbenen Bäumen sind die einzigen Rückzugsräume für die stark bedrohte Waldflora und -fauna. Urwälder existieren in Schweden so gut wie nicht mehr.

Es gibt - das zeigen die dramatischen Zahlen der Roten Liste - zu wenig solcher Refugien. Trotzdem stehen sie noch immer nicht unter generellem staatlichen Schutz. Auch der geschilderte Sündenfall der Kirche, bei dem fast die Hälfte der im Wald von Delsbo stehenden dreihundertjährigen Kiefern vernichtet wurden, war nicht illegal. Aber die Kirche verstieß dabei eindeutig gegen ihre eigenen, vor drei Jahren veröffentlichten Grundsätze zur Bewirtschaftung ihrer Wälder. Darin steht - wie es von einer moralische Institution wie der Kirche auch zu erwarten ist -, daß bedrohte Arten und Lebensräume Vorrang haben vor wirtschaftlichen Aspekten.

Bislang hat die Kirche keine Reue gezeigt. Um den angerichteten Schaden zumindest zu begrenzen, hatte Naturskyddsföreningen, die größte schwedische Naturschutzorganisation, gefordert, die Stämme in den Wald zurückzubringen. Denn tote Bäume im Wald sind noch lange nicht tot. Sie stellen für Jahrzehnte, im nördlichen Schweden auch für mehr als ein Jahrhundert, die Lebensgrundlage für viele selten gewordene Pilze und Insekten dar. Das aber war der Kirche zu teuer. Außerdem war ihr das exquisite Holz zu schade als schnödes Insektenfutter. Und auf die Proteste von ROBIN WOOD und mehreren hundert Teilnehmern des Hamburger Kirchentages hat die Schwedische Staatskirche bislang lediglich zurückgefragt, ob wir denn schon alle Umweltprobleme im Osten unserer größer gewordenen Republik gelöst hätten.

Eco-Label für Holz aus "modifiziertem Kahlschlag"?

Der skandalöse Rückfall der Kirche ins Raubbau-Zeitalter geschah zu einem Zeitpunkt, wo im säkularen Teil Schwedens der Schutz der Natur in den Wäldern möglicherweise einen Schritt vorwärts gebracht wurde:

Zwei große Umweltverbände - der WWF-Schweden und Naturskyddsföreningen - haben Ende Mai ihren Kriterienkatalog zur naturerhaltenden Waldnutzung veröffentlicht. WaldbesitzerInnen, die ihre Wälder nach diesen Kriterien bewirtschaften, können sich künftig nach entsprechender Überprüfung den Stempel "eco-labelled" bei einer von den Verbänden eingerichteten Zertifizierungsgesellschaft abholen.

Wer das Zertifikat haben will, muß vor allem alle Altholzbestände und alle Sonderstandorte mit seltenen Tier- und Pflanzenarten schützen. Wo solche Standorte weniger als fünf Prozent der Waldfläche einnehmen, müssen entsprechend zusätzliche Gebiete ausgewiesen werden, die sich zu Altholzbeständen entwickeln können. Sumpf- und Moorwälder sowie Gebirgswälder müssen unabhängig von dieser Fünf-Prozent-Regelung unangetastet bleiben. Und auch bestehende Schutzreservate, für die bereits eine Kompensation vom Staat geleistet wurde, werden nicht mit angerechnet. Insgesamt würden, wenn wirklich in allen schwedischen Wäldern nach diesen Kriterien gewirtschaftet würde, deutlich mehr als fünf Prozent, nämlich fast 15 Prozent der Waldfläche, geschützt werden.

Das wäre unbestritten ein guter Schritt vorwärts. Allerdings bei den übrigen Kriterien, die die eigentliche Bewirtschaftung der Nutzwaldflächen betreffen, ist ein ähnlicher Fortschritt nicht zu erkennen. Vielmehr ist hier deutlich der Einfluß der Forstindustrie zu spüren, die an der Erarbeitung der Kriterienliste kommentierend teilgenommen hat. Lediglich der Einsatz von Pestiziden und das Anlegen von Entwässerungsgräben werden generell ausgeschlossen. Alle anderen Maßnahmen lassen in ihren vagen Formulierungen viele Hintertüren offen:

So dürften als ökologisch zertifizierte Wälder weiterhin gedüngt werden - nur mehr als vorher sollte es nicht werden. Waldböden dürften gepflügt werden, wenn es denn "nötig" ist. Eine natürliche Regeneration, also die Erneuerung der Wälder aus heruntergefallenen Samen, sollte dort stattfinden, wo es "angemessen" ist. Ansonsten darf mit vorselektierten, einheimischen Baumpflänzchen aus Anzuchtanstalten aufgeforstet werden. Und Kahlschläge bleiben als "modifizierte Kahlschläge" erlaubt, wenn denn mindestens zehn Bäume pro Hektar und das Unterholz stehen bleiben. Eine Größenbegrenzung für solche flächenhaften Nutzungen ist nicht angegeben.

Lasche Kriterien - und das im Europäischen Naturschutzjahr, das gerade dem Naturschutz außerhalb von Schutzgebieten gewidmet ist! Wenn schon die großen schwedischen Organisationen als erste unter den europäischen Naturschutzverbänden mit einem Zertifikat für eine Waldnutzung herauskommen, dann wäre es für die derzeitige Diskussion im übrigen Europa sehr viel hilfreicher gewesen, wenn hier deutlich höhere Maßstäbe festgelegt worden wären.

Trotzdem wird es interessant sein zu beobachten, ob sich in Schweden zertifizierungswillige Waldbesitzer finden werden. Vielleicht wäre es ja für die Staatskirche eine Möglichkeit der Wiedergutmachung nach ihrer unsäglichen Eisbrecher-Affäre, wenn sie sich demonstrativ als erste Waldbesitzerin diesen Kriterien unterwerfen würde. Gut anstehen würde es der Kirche als Bewahrerin des Lebens allemal.


tropenwald: ROBIN WOOD-Magazin 4/95, S. 32

Eigennutz statt Klimaschutz

Zu Joint Implementation von Forstprojekten

Anke Herold, Bonn

Das Konzept von Joint Implementation (JI) zu deutsch "gemeinsame Umsetzung" bedeutet, daß Regierungen oder Unternehmen aus den Industriestaaten in Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern investieren, wo die CO2-Einsparmöglichkeiten angeblich kostengünstigster sind. Das gesparte Kohlendioxid wird dann als Gutschrift auf dem Klimakonto der Sponsoren verbucht. Das umstrittene Konzept, das zunächst so einleuchtend klingt, birgt in der Praxis mehr Schwierigkeiten als Lösungsansätze. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Umweltorganisation ROBIN WOOD, in der die bereits angelaufenen Pilotprojekte unter die Lupe genommen wurden. Im folgenden Beitrag werden vor allem JI-Projekte im Forstbereich vorgestellt.

Unter der Überschrift Joint Implementation werden grundverschiedene Projekte zusammengefaßt. Zum einen zählen Maßnahmen auf der Seite der Energieanbieter dazu, z.B. das Umrüsten von Kraftwerken, Brennstoffwechsel von Kohle zu Gas, der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern oder die Abdichtung von Gaspipelines, die durch Lecks beachtliche Mengen des Treibhausgases Methan verlieren. Mit Energiesparmaßnahmen kann die Nachfrage nach Energie gedrosselt werden, auch diese Strategie setzt an der Quelle der Emissionen an. Auf der anderen Seite steht die Möglichkeit, die Bindung von Kohlendioxid in der pflanzlichen Biomasse zu steigern und somit "Kohlendioxid-Senken" schaffen, dazu zählen der Schutz bestehender Wälder, Aufforstungen oder die natürliche Waldregeneration.

Die Messung und Überprüfung der behaupteten CO2-Reduktionen sind technische Schlüsselprobleme, die bei JI Projekten gelöst werden müssen. Gegenwärtig sind die WissenschaftlerInnen nicht in der Lage, den weltweiten Kohlenstoffkreislauf vollständig zu schließen. In ihrer globalen Bilanz "fehlen" einige Gigatonnen Kohlenstoff, deren "Verschwinden" sie nicht erklären können (Trexler, 1993). Eine direkte CO2-Messung ist nur in wenigen Bereichen möglich und praktikabel, z.B. in Kraftwerken. Überall, wo die Emissionsquellen zahlreich, diffus oder mobil sind, ist die direkte Messung kaum möglich. Dazu zählen die Bereiche Verkehr, Landwirtschaft (Reisfelder, Düngung, Wiederkäuer), Holzeinschlag oder Brandrodungen. Die Fixierung von CO2 durch Wälder und Böden ist nur unter großem Meßaufwand direkt meßbar. Für die Projektpraxis bedeutet dies, daß auf Schätzungen und Hochrechnungen zurückgegriffen wird, denen einzelne Meßversuche zugrunde liegen.

Über die Waldfläche und den Waldtyp soll bei JI-Forstprojekten die Fixierung von CO2 durch die wachsende Biomasse erfaßt werden, denn diese Parameter sind mit Methoden der Fernerkundung leicht zu bestimmen. Knackpunkt für das Endergebnis sind die geschätzten Kohlenstoff-Einbindungsraten der Waldprojekte. Doch diese Fixierungsraten hängen von einer Vielzahl von Faktoren wie Waldtyp, Baumarten, Pflegemaßnahmen, Witterungs- und Klimabedingungen und anderen Standorteigenschaften ab.

Ein negatives Beispiel, wie bei Schätzungen der Kohlenstoff-Fixierungspotentiale nicht vorgegangen werden sollte, liefert die niederländische Face-Stiftung: Face hat das Institute for Forestry and Nature Research (IBN-DLO) in Wageningen beauftragt, aus Literaturstudien das Kohlenstoff-Bindungsvermögen von 16 Waldtypen der Welt zu ermitteln (Face 1994). Die Daten über immergrüne Tropenwälder stammen aus nur fünf Studien, die alle auf derselben Insel erhoben wurden (Indonesien, Borneo). Für Aufforstungen ist die herangezogene Datengrundlage noch magerer: einzig die Daten aus zwei Kiefern-Aufforstungen aus Brasilien und einer indonesischen Aufforstung mit Albizzia gehen in die Berechnungen für Aufforstungsprojekte in den gesamten Tropen ein. Mit Hilfe dieser Datengrundlage bestimmt Face dann das Kohlenstoff-Fixierungspotential der JI-Plantagen in Belize, Ecuador oder Uganda. Schicke Software-Oberflächen des eigens zur Abschätzung entwickelten Computerprogramms sollen anscheinend über den unzureichende Daten-Input hinwegtäuschen.

Und dann brennt alles ab

Es ist ungewiß, ob das investierte Geld tatsächlich den versprochenen Klimanutzen erzielt. Der Projekterfolg kann häufig nicht garantiert werden. Vor allem bei Waldprojekten ist das Gelingen zweifelhaft. Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, daß Projekte mit dem Ziel des Managements natürlicher Ressourcen in Entwicklungsländern häufig fehlgeschlagen sind . Die Plantagen, die nach kurzer Zeit absterben, vor sich hin kränkeln oder nicht gepflegt werden, können in vielen tropischen Ländern besichtigt werden. Die langfristige Natur der Forstprojekte könnte dazu führen, daß CO2-Gutschriften für C-Senken vergeben werden, die tatsächlich nie erreicht werden. In vielen Ländern fehlt die Infrastruktur und die institutionelle Stabilität, um die Waldressourcen zu verwalten, eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Projekte im Bereich Waldbewirtschaftung. Aber nicht nur Fehler bei der Projektdurchführung werfen die Frage der Verläßlichkeit auf. Auch natürliche Faktoren wie Brände oder Schädlinge/Krankheiten können die CO2-Senken vernichten.

Die niederländische Stiftung Face sponsort ein Aufforstungsprojekt im tschechischen Riesengebirge. Die Wälder, die dort einmal standen, wurden Opfer des Waldsterbens, die Böden sind durch hohe Schwefeldioxideinträge extrem versauert. Ein JI-Aufforstungsprojekt auf 16.000 ha soll für neues Grün sorgen und CO2 binden. Es ist zweifelhaft, ob die neu gepflanzten Bäume auf diesem ungünstigen Standort sehr alt werden. Sep, ein Zusammenschluß von vier regionalen niederländischen Energieversorgungsunternehmen, finanziert zwar gleichzeitig Entschwefelungsanlagen für Kraftwerke in Polen, die den Schadstoffeintrag im Riesengebirge senken sollen. Doch die Emissionen der Vergangenheit haben bereits umfangreiche Veränderungen der Ökosysteme bewirkt, vor allem die Versauerung und Nährstoffverluste der Böden, so daß Aufforstungsprojekte wahrscheinlich wenig Chancen auf Erfolg haben.

Wie billig ist JI wirklich?

Das Hauptargument für JI ist, daß die Klimaschutz-Projekte in Entwicklungsländern erheblich billiger seien als heimische Maßnahmen. Der Kostenvergleich verschiedener Projekte in unterschiedlichen Ländern ist schwierig, denn die kalkulierten Kosten hängen von der Methode, den Prämissen und dem kalkulierten Zeithorizont ab. Immer wieder werden Forstprojekte als die billigsten CO2-Schlucker gepriesen. Die Kosten werden mit 1-4 US-Dollar pro Tonne C (0,3-1 Dollar pro Tonne CO2) angegeben. Die tatsächlichen Kosten für Forstprojekte hängen stark von der Zuverlässigkeit der Projekte und ihrer Überprüfbarkeit ab.

Die realen Kosten werden meistens unterschätzt. Aufforstung ist in der Praxis wesentlich teurer als manche JI- Projekte angeben. Die Enquete-Kommission (1994) schätzt die Pflanzkosten auf 400-500 US-Dollar pro Hektar und die Pflegekosten auf weitere 2250-4500 Dollar pro Hektar. Man kann leicht eine Überschlagsrechnung durchführen: Wenn man für die Aufforstungskosten 2000 Dollar pro Hektar einrechnet (untere Grenze der Kosten, die die Enquete-Kommission angibt) und die C-Einbindung auf vier Tonnen Kohlenstoff pro Hektar und Jahr schätzt (Bekkering, 1992 u.a.) und eine Projektdauer von 20 Jahren einkalkuliert (häufige Annahme bei JI-Projekten), kommt man zu Gesamtkosten von 25 Dollar pro Tonne Kohlenstoff. Die Kosten von 1-4 Dollar pro Tonne C, wie sie für aktuelle C-Senken-Projekte in den Tropen angegeben werden, unterschätzen daher den tatsächlichen Finanzbedarf erheblich. Bei einer realistischen Kostenkalkulation ist die Schaffung von CO2-Senken nicht die kosteneffiziente Alternative, als die sie von den Projektmanagern gepriesen wird.

Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt

Die Industriestaaten tragen nicht nur die Verantwortung für die Emissionen in ihren eigenen Ländern. Die Holzwirtschaft ist für zehn Prozent der Rodungen in tropischen Regenwäldern direkt verantwortlich. Dieser Wert umfaßt nur die Kahlschläge, nicht den selektiven Nutzholzeinschlag, so daß der Anteil an der Vernichtung tatsächlich höher liegt. Internationale Holzkonzerne verdienen an der Abholzung der tropischer Regenwälder. An etwa 130 afrikanischen Holzunternehmen sind Unternehmen aus den EU-Staaten beteiligt. Die europäischen Unternehmen dürften für über 90 Prozent des Einschlags in Afrika verantwortlich sein. Die borealen Wälder Sibiriens wollen vor allem japanische Holzkonzerne abholzen. Ohne diese Verantwortung zu berücksichtigen, sieht JI vor, daß Unternehmen aus diesen Industriestaaten in CO2-Senkenprojekte in Entwicklungsländern oder in Rußland investieren, um nur Bruchteile von den CO2- Emissionen wieder einzufangen, die von den zerstörerischen Aktivitäten der Holzkonzerne in die Atmosphäre freigesetzt wurden.

Was ist wichtiger: das tägliche Brot oder neue Kohlenstoffsenken?

Bei den JI-Projekten im Forstbereich sind Konflikte über die Landnutzung mit der Bevölkerung vor Ort vorprogrammiert. Das Ausmaß, in dem ein Land seine Wälder erhalten kann, hängt stark von den zukünftigen Landbedürfnissen der Bevölkerung ab. Bekkering (1992) berechnete den Landbedarf für landwirtschaftliche Substistenzproduktion für 117 tropische Länder. Die Berechnungen basieren auf der Tragfähigkeit der Landflächen, auf Schätzungen der Bevölkerungsentwicklung für das Jahr 2025 und auf Waldstatistiken für jedes Land. Seine Modellrechnung offenbart, daß nur in 12 Ländern der feuchten Tropen und in drei Ländern der nicht-feuchten Tropen beträchtliche Potentiale zum Waldschutz bestehen. Ähnliche Berechnungen für die Verfügbarkeit von Land für Aufforstungen zeigen, daß nur in elf Ländern die Möglichkeit besteht, die Waldfläche deutlich auszuweiten.

Von den geschätzten Flächen müssen noch die Gebiete abgezogen werden, die klimatisch ungeeignet für die Forstwirtschaft sind. Bekkering schlußfolgert, daß die gesamte verfügbare Fläche für Aufforstungen in den genannten elf Ländern nicht mehr als 385 Millionen Hektar beträgt. Der Vergleich der von Bekkering berechneten Daten mit nationalen Forstplänen der jeweiligen Regierungen zeigt, daß die Regierunden von noch wesentlich geringeren Flächen für Wälder und Aufforstungen ausgehen: Argentinien sieht beispielsweise nur auf 18 Millionen Hektar die Möglichkeit, aufzuforsten, während Bekkerings theoretische Berechnungen auf ein Potential von rund 141 Millionen Hektar kamen. Nach Ansicht der Regierenden in Kolumbien stehen nur 2 Millionen Hektar für Aufforstungen zur Verfügung (theoretisch 28 Millionen Hektar).

Wenn man diese Zahlen mit den aktuellen JI-Initiativen im Waldsektor vergleicht, wird deutlich, daß keines der JI-Aufforstungsprojekte in Ländern liegt, wo die Wissenschaftler langfristige Potentiale zur Ausdehnung der Waldfläche sehen. Daraus kann geschlossen werden, daß die Projekte eventuell nicht den angestrebten langfristigen Effekt als CO2-Senken haben, da die neuen Plantagen durch Landdruck und Ausweitung der landwirtschaftlichen Fläche in naher Zukunft bedroht sein werden.

So fordern denn die Umweltverbände für die bei der Klimakonferenz in Berlin beschlossenen Pilotphase von Joint Implementation unter anderem, daß Forstprojekte ausgeschlossen werden.

Quellen:

  • Bekkering, TD (1992). Using tropical forests to fix atmospheric carbon: the potential in theory and practice. Ambio 21 (6): 414-419
  • Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" (Hrsg.) (1994): Schutz der grünen Erde. Economoca Verlag, Bonn
  • Trexel, MC (1993): Manipulating biotoc carbon sources and sinks for climate change mitigation: can science keep up with practice? Water, Air and Soil Pollution 70: 579-593

Der Bericht von Anke Herold in ganzer Länge und eine umfangreiche Literaturliste kann gegen Einsendung von 5 DM in Briefmarken bei der Geschäftsstelle von ROBIN WOOD in Bremen angefordet werden


tropenwald: ROBIN WOOD-Magazin 4/95, S. 34

Gütesiegel für Tropenholz

Christoph Meyer, Berlin

Mächtig und grün recken drei Buchen ihre Äste in den Sommerhimmel. Angenehm kühl und still ist es im Wald. Vierzig Köpfe starren auf eine tote Tanne. "Immer noch zu wenig Totholz drin" murrt es von hinten. Die skandinavische Gruppe fragt bei allen Besichtigungen immer wieder nach dem Anteil abgestorbener Bäume. Zehn Prozent, findet sie, sollten es in einem naturnahen Wald mindestens sein. In diesem Femelwald der Schwarzwaldgemeinde Todtmoos gibt es über ein Drittel Buchen verschiedenen Alters, Weißtannen und Fichten teilen sich weitere 60 Prozent, die restlichen fünf bis acht Prozent entfallen auf Ahorne und Eschen. Das entspricht wahrscheinlich der Verteilung im Naturwald, wie er hier vor Jahrhunderten einmal gestanden hat. Elf Kubikmeter Festholz bester Qualität können hier jährlich geerntet werden, ein sehr gutes Ergebnis. Trotz Kritik ist dieser Wald als Vorbild für eine naturnahe Waldwirtschaft beeindruckend, so die Meinung der meisten WaldschützerInnen aus Nord- und Mitteleuropa, Brasilien und den USA.

Die Szene spielt sich Ende Juli im Hochschwarzwald ab. VertreterInnen internationaler Waldschutzorganisationen tagen eine Woche lang in Todtmoos, um sich in der Umgebung verschiedene Wirtschaftswälder und einen geschützten Bannwald anzusehen und um zu debattieren. TropenwaldschützerInnen und Umweltgruppen der nördlichen Wäldern sind vertreten; die Palette reicht vom Taiga Rescue Network im Norden über die Friends of the Earth international bis zum kalifornischen Rainforest Action Network, von Greenpeace über BUND bis ROBIN WOOD. "Workshop über Zertifizierung von Holz", so lautet der Titel der Tagung.

In den Wäldern der Tropen, in Kanada und in Sibirien findet meist pure Holzausbeutung statt, ohne jegliche Waldpflege. Wo doch aufgeforstet wird, entstehen in der Regel ökologisch degradierte Monokulturen mit einheitlichem Aufbau, anfällig für Schadstoffe und Naturkatastrophen. So gut wie nirgendwo auf der Welt ist die herrschende Waldwirtschaft nachhaltig im Sinne der UN Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992.

Mit einem Gütesiegel Tropenwald schützen?

In einer nachhaltigen Welt muß auch das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Der Weg dahin, so eine Theorie, führt über ein Gütesiegel. Wie die bekannten Gütesiegel im Bioladen sollen sie einen bestimmten Standard garantieren - mindestens eine "bessere" Waldnutzung - und es der umweltbewußten VerbraucherIn ermöglichen, durch ihre Kaufentscheidung diese Waldnutzung zu fördern.

Doch wie ist der Standard? Geht es um eine rein ökologische Nachhaltigkeit, also nur um die Wälder, die in ihrer ganzen Fülle erhalten bleiben? Ist die "soziale" Nachhaltigkeit, das heißt sind gerechte Preise und gesicherte Nutzungsrechte für die Menschen, die mit den Wäldern leben und arbeiten, mit berücksichtigt? Wie sieht es mit der Ökobilanz aus?

Ein Gütesiegel für biologischen Nahrungsanbau ist relativ problemlos. Es garantiert eine bessere Qualität der Ware und weitgehende Pestizidfreiheit, was sich leicht nachprüfen läßt; die Handels- und Transportwege sind überschaubar. Anders beim Holz: Naturverträglich geerntetes Holz unterscheidet sich in der Qualität nicht von Holz aus Raubbau, die Handelswege führen oft um die halbe Welt und durch Dutzende von Häfen und Lagerhallen, so daß z.B. beim Tropenholz praktisch nicht nachvollziehbar ist, woher es tatsächlich stammt. Eine Kontrolle ist viel schwerer, sie muß im Wald beim Holzfällerunternehmen anfangen und muß den Handelsweg nachvollziehen können. Zuletzt muß noch der Verarbeitungsprozeß durchschaut werden.

Trotz Verbraucheraufklärung und Boykott hat sich an der völlig zerstörerischen Holzfällerei in den Tropenwäldern nichts geändert. Nach wie vor kommt 98 Prozent des weltweit geschlagenen Tropenholzes aus Raubbau. Die Bezeichnung "naturverträglich" verdienen nur sehr wenige, kommunal betriebene Projekte, die im Interesse der Langfristigkeit schonend Holz ernten. Brauchen wir also ein Gütesiegel?

Holz-Gütesiegel boomen

Die Waldschutzorganisationen können sich die Antwort nicht mehr aussuchen, denn die Gütesiegel sind schon da. In der Bundesrepublik drängten anfangs die Tropenholzimporteure mit einem Gütesiegelprojekt nach vorne. Gemeinsam mit Verbänden wie Gewerkschaft, Verbraucherinitiative und WWF riefen sie die "Initiative Tropenwald" ins Leben. Diese stürzte sich sogleich mit dem Schlachtruf "Schützen durch Nützen" in die Diskussion. Ihr Argument: Nur Wälder, die Profite bringen, bleiben im Süden auch erhalten, ansonsten werden sie für die Landwirtschaft abgehackt und niedergebrannt. Deshalb müssen wir die Waldwirtschaft fördern und Holz von dort importieren. Die Interessen hinter der "Initiative Tropenwald" sind leicht zu durchschauen. Sie will den boykottgeschwächten Tropenholzmarkt der Bundesrepublik wiederbeleben, indem Tropenholz mit einem Unbedenklichkeits-Gütesiegel wieder salonfähig wird.

Inzwischen ist unter den tropischen Ländern das Gütesiegelfieber ausgebrochen. Fast jede Woche, so der Eindruck im Berliner Tropenwaldbüro von ROBIN WOOD, kommt ein Zertifikat hinzu. Die Länder hoffen, den lukrativen Markt in den "umweltbewußten" Industrieländern Nordamerikas und Europas (rück-)zu erobern. Aber nicht nur Regierungen oder Konzerne wollen weiter Holz verkaufen, auch lokale Initiativen, die ökologisch akzeptabel wirtschaften, fragen nach einer Absatzgarantie in den reichen Ländern.

Im August '94 verabschiedeten die deutschen Umweltverbände die "Frankfurter Erklärung", in der eine Positivkennzeichnung von Holz nicht grundsätzlich abgelehnt wird, wenn sie kontrollierbar ist, Holz aus allen Zonen umfaßt und ökologische und sozialverträgliche Nutzung sicherstellt. Im Herbst 1994 wurde in der AG Wälder des Forums Umwelt und Entwicklung eine Studie "Waldschutz und naturnahe Waldnutzung" erarbeitet, in der wegweisende Waldnutzungsmodelle in allen Klimazonen vorgestellt und hinterfragt werden. Die Studie ist fertig und wird zur Zeit noch einmal überarbeitet, um voraussichtlich Ende 95 einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Inzwischen wird auch von den Umweltverbänden BUND und Greenpeace ein eigenes Gütesiegel vorbereitet. Im Herbst diesen Jahres wurden "Thesen zur Naturverträglichen Waldnutzung - Grundlage zur Zertifizierung von Waldprodukten" veröffentlicht. Das Papier erhebt internationalen Anspruch; Bundesregierung, Europäische Union und internationale Banken werden darin aufgefordert, die Thesen zu "integralen Bestandteilen für die Wald-, Klima- und Entwicklungspolitik zu machen". Daß die Thesen im deutschen Wald entwickelt wurden, ist deutlich zu merken. Erfahrungen z.B. aus den Tropen sind kaum eingeflossen, denn Schlüsselbegriffe wie Selbstbestimmung, Land- und Nutzungsrechte, internationale Vereinbarungen fehlen völlig.

International sind die Überlegungen für ein Gütesiegel schon weiter. Angesichts dutzender Positivkennzeichen für nachhaltige Waldwirtschaft aus den verschiedensten Wäldern wird ein übergeordnetes Gremium notwendig, das für Gütesiegel-Aussteller einen verbindlichen Standard setzt. Der Forest Stewardship Council (Welt-Forst-Rat, FSC) wurde nach dreijähriger Vorbereitungszeit im Oktober 1993 in Toronto gegründet und hat seinen Sitz in Mexico. Er erarbeitet selbst kein eigenes Gütesiegel für Holz, sondern nur "Gütesiegel" für die Gütesiegelsysteme der Waldwirtschafts-Prüfer. Wer für sein eigenes Zertifizierungssystem den "Segen" des Forest Stewardship Council (FSC) haben will, muß sich dort akkreditieren lassen und die eigenen Standards und Kriterien auf dessen Grundsätzen aufbauen.

Neun Grundsätze sind nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Interessengruppen im Council nun veröffentlicht, sie umfassen die sozialen, ökologischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte der Waldnutzung, lückenlose Kontrollmöglichkeit einschließlich der Handelswege und gelten für alle Waldarten. Ein zehnter Grundsatz über Plantagen ist noch in der Diskussion. Wenn sich die oben erwähnte Gütesiegel-Initiative von BUND und Greenpeace akkreditieren lassen wollte, müßten sie jeden dieser Grundsätze gleichgewichtig erfüllen oder übertreffen. Allerdings erfüllen die "Thesen zur Naturverträglichen Waldnutzung" bislang nur etwa die Hälfte der Anforderungen.

Anfangs waren die meisten Waldschutzverbände besonders der Industriestaaten skeptisch ob der Beteiligung der Holzindustrie. Der Forest Stewardship Council (FSC) hat sich jedoch als sehr lernbereit erwiesen und es bis jetzt verstanden, Kritik umgehend aufzunehmen. Der Einfluß auf Abstimmungen ist für wirtschaftliche Interessengruppen jetzt auf ein Viertel begrenzt, den Rest teilen sich Umwelt- und soziale Gruppen. Heute unterstützen europäische Nichtregierungsorganisationen, darunter auch ROBIN WOOD, den FSC in einer Erklärung.

Unter den Tropenwaldgruppen entspannen sich auf dem "Workshop über Zertifizierung von Holz" in Todtmoos heftige Diskussionen um die Meßlatte, die der Forest Stewardship Council (FSC) weltweit vorgegeben soll. Außer einigen kommunalen Initiativen, ist so gut wie überall Holznutzung in den Tropen schlimmster Raubbau. Sollen ausschließlich solche wegweisenden Initiativen mit einem Gütesiegel gefördert werden, daß ihnen besserer Preise und Absatz gewährleistet? Dagegen steht die Befürchtung, daß es für die noch sehr kleinen Ansätze inzwischen zu spät sei. George Marshall, Tropenwaldkampaigner aus England, drückt es so aus: "Every forest where it is possible will be logged within 10 to 20 years time" - Industrieller Holzeinschlag in Urwäldern kann nicht verhindert werden, wir müssen uns um den übriggebliebenen Sekundärwald kümmern. Eine Menge kann ohne Schwierigkeiten verbessert werden: "Ein einfacher Bulldozer-Fahrkurs für die Waldarbeiter von Rimbunan Hijau könnte in Papua Neuguinea 50 Prozent der Waldschäden vermeiden", so Marshall weiter.

Tropenholz mit Gütesiegel in Deutschland

Relativ laxe Standards, wie Marshall sie vorschlägt, erleichtern es natürlich auch den deutschen Konzessionären in Afrika, ihre Abholzung in menschenarmen Gebieten fortzusetzen, die andernfalls unberührte Regenwälder bleiben würden. Ebenfalls unter die Räder kämen dabei die kleinen kommunalen Betriebe, die beispielhaft für eine tropische Forstwirtschaft sein könnten. Sie können ohne bessere Preise nicht mit den Großen konkurrieren, gibt der Autor bei einem Gespräch mit dem Direktor der Forest Stewardship Council, Tim Synnot eineinhalb Monate später in Frankfurt zu bedenken und schlägt ein mehrstufiges Gütesiegel vor. Dörfliche Waldwirtschaft ohne schweren Maschineneinsatz im Wald, mit Land- oder Nutzungsrechten - solche Modelle könnten die höchste Stufe bekommen.

Der Forest Stewardship Council plant allerdings einen weltweit einheitlichen Standard. Wenn also demnächst, vielleicht schon Anfang nächsten Jahres, die ersten Gütesiegel-Organisationen beim Forest Stewardship Council akkreditiert sind, Tropenholz mit "FSC-Gütesiegel" in deutschen Kaufhäusern auftaucht, wird dieses Holz zwar wesentlich "besser" sein als Tropenholz mit einem der vielen Schwindelzertifikate, die zur Zeit kursieren, aber gewisse Bauchschmerzen bleiben doch. Vielleicht wird es Empfehlungen der Umweltverbände geben, wenn ein Holz zweifelsfrei aus kommunaler Bewirtschaftung stammt. ROBIN WOOD-Mitglieder dürfen es dann auch kaufen.


© ROBIN WOOD