hier fanden 2007 unsere Aktionen statt (Auswahl)
Dresden, 12.12.2007
"Mein Freund der Baum"
Seit dem 12. Dezember 2007 hatten ROBIN WOOD-AktivistInnen eine jahrhundertealte Rotbuche
in Dresden besetzt gehalten, die dem Bau der Waldschlösschenbrücke in Dresden weichen sollte.
Auch über Weihnachten und Sylvester wichen sie nicht von ihrem Baum. Es war
damit die längste Baumbesetzung in der 25jährigen
Geschichte von ROBIN WOOD. Rentnerinnen, Berufstätige, Kinder
kamen am besetzten Baum an der Ecke Angelikastraße,
Bautznerstraße vorbei und brachten mit, was die AktivistInnen
brauchen konnten: vom Risotto im Kochtopf bis zu Wärmflaschen.
Auch rote Rosen waren dabei. Nächtelang saßen
AnwohnerInnen mit am Feuer und erzählten, was ihnen dieser Baum
bedeutet und wie unsinnig das Brückenprojekt ist.
Dort wo die jahrhundertealte Buche stand, soll künftig der Verkehr
über eine siebenspurige Straße rollen. Das rund 160
Millionen Euro teure Projekt „Waldschlösschenbrücke“
hat gigantische Ausmaße. Zu ihm gehören neben 700 Metern
Brücke und Hochstraßen durch die Elbauen auch ein 1,2
Kilometer langes Tunnelsystem im Elbhang auf der Neustädter
Elbseite sowie der Ausbau von Zufahrtsstraßen. Dieses Projekt
wühlt die DresdnerInnen auf und spaltet die Stadt, anstatt sie
zu verbinden.
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Bayreuth, 22.12.2007
Bahn für alle
Die Klänge eines Trauermarsches, von acht
BläserInnen vorgetragen, unterbrachen kurz vor dem Fest in der
Innenstadt das aus vielen Lautsprechern rieselnde
Weihnachtslieder-Dauerkonzert: ROBIN WOOD trug – symbolisch –
die Deutsche Bahn zu Grabe. Vom Sensenmann begleitet trugen die ca.
20 TeilnehmerInnen in einem selbstgebauten, offenen Sarg ,,die
Leich’’, eine Eisenbahn aus Pappmaché, auf ihren
Schultern. Ergreifende Trauerreden wurden gehalten. Medienwirksam
sollte so darauf aufmerksam gemacht werden, dass schon jetzt Bahnhöfe
in der Region verkauft sind und dass eine gerechte und sichere
Mobilität mit der Bahn-Privatisierung nicht mehr möglich
sein wird.
Mannheim, 08.12.2007
"Sauber Kohle ist eine dreckige Lüge"
Das Mannheimer Bündnis Ikema - Initiative Klima
und Energie Mannheim – zeigte gemeinsam mit AktivistInnen von
ROBIN WOOD mit einem bunten Straßentheater vor dem regionalen
MVV Energie Kundenzentrum was sie vom geplanten Ausbau des
Kohle-Großkraftwerk Mannheim (GKM) halten. Dieses soll um einen
neuen Kraftwerksblock mit einer Leistung von 900 Megawatt erweitert
werden, was nicht nur einen immensen CO2-Ausstoß zur
Folge hat. Das GKM verbrennt auch Kohle aus Kolumbien, die dort unter
menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird. Anschließend
wurde das Kundenzentrum gestürmt und Forderungen verlesen, zu
denen beispielsweise ein zukunftsweisendes Investitionsprogramm für
erneuerbare Energien gehört. Dabei machte die Sambaband Stimmung
und der Wartebereich wurde zur Tanzfläche umfunktioniert.
Lüneburg, 28.11.2007
Autofixiertes Lüneburg
Im Januar 2007 besetzten AktivistInnen in Lüneburg aus Protest
gegen die autofixierte Verkehrspolitik der Stadt Bäume, die
einem Brückenbau weichen sollten. Nach 11 Tagen Besetzung wurden
sie von vermummten SEK-Beamten aus den Bäumen geholt. Ende
November wurde die neue Brücke in Anwesenheit von
Oberbürgermeister Mädge eingeweiht. Dies sollte aber nicht
ohne Protest von ROBIN WOOD geschehen. Zwei AktivistInnen ließen
sich in Bäumen rechts und links der Fahrbahn mit Transparenten
nieder: „AUTO-ritäre Verkehrspolitik – Kein Grund
zum Feiern.“ Noch hängt die Botschaft im Baum...
Wolfenbüttel, 05.11.2007
Atommülllager Asse säuft ab
AktivistInnen von ROBIN WOOD und dem
Anti-Atom-Plenum Braunschweig erklommen auf dem Gelände des
Atommülllagers ASSE II den Förderturm und befestigten dort
ein 45 m² großes Transparent mit der Aufschrift
„Auslaufmodell ASSE“. Damit machten die AktivistInnen
darauf aufmerksam, dass sich in der Asse der größte
anzunehmende Unfall (GAU) bei der Endlagerung von Atommüll
anbahnt: Das Absaufen des ehemaligen Salzbergwerks mit anschließender
Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Biosphäre.
Von 1967 bis 1978 ist in der Asse II bei Wolfenbüttel, knapp 20 Kilometer
südöstlich von Braunschweig, nahezu der gesamte bis dahin
angefallene schwach- und mittelradioaktive Atommüll Deutschlands
„zu Forschungszwecken“ vergraben worden. Heute befinden
sich über 120.000 Gebinde Atommüll, darunter 102 Tonnen
Uran, 87 Tonnen Thorium und 11,6 Kilo Plutonium in der Asse - Stoffe,
die zu den giftigsten auf der ganzen Welt gehören und die zum
Teil eine Halbwertszeit von einer Million Jahre haben. Seit 1988 strömen
täglich ca. 12.000 Liter Wasser in den Salzstock. Weil laut
einem bis vor kurzem geheim gehaltenen Gutachten die Sicherheit des
Atommülllagers nur noch bis 2014 garantiert werden könne,
will der Betreiber der Asse, das GSF-Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit, das endgültige Absaufen des Atommülls
ausgerechnet durch die Flutung mit einer wässrigen Salzlösung
„kontrollieren“. So soll der Salzstock stabilisiert und
die Freisetzung der Radioaktivität verzögert werden. In
diesem Konzept geht auch der Betreiber davon aus, dass es zu einer
Freisetzung von radioaktiven Stoffe kommen wird.
Die Besetzung war auch Auftakt für eine mehrtätige Mahnwache von
Umweltschutz- und Anti-Atom-Initiativen während der
internationalen Tagung „Reposafe“ in der Stadthalle
Braunschweig. Schon allein der trügerische Name der Tagung
„Reposafe“ (reposit = lagern, safe = sicher) gab Anlass
zur Kritik: Suggeriert er doch, dass eine sichere Endlagerung von
Atommüll möglich wäre. Das ist jedoch bis heute
weltweit nicht der Fall!
Lacoma, 17.09.2007
Klimakatastrophe powered by Vattenfall
Nördlich von
Cottbus liegt die Lacomaer Teichlandschaft, ein einzigartiges
Naturgebiet mit einer Vielzahl von seltenen und vom Aussterben
bedrohten Pflanzen und Tieren. Eine Landschaft, die Vattenfall für
den Ausbau des Braunkohletagebaus zerstören will. Bereits 12
Tage hatten AktivistInnen von ROBIN WOOD und der Initiative „Freunde
von Lacoma“ zahlreiche Bäume in diesem Gebiet besetzt, um
gegen die Pläne des Stromriesen Vattenfall zu protestieren.
Dann, im Morgengrauen des 27. September, rückte Vattenfalls
Betriebsfeuerwehr samt privatem Sicherheitsdienst, der Polizei und
schwerem Gerät zur Räumung an. Bei der Räumung
der Baumbesetzer ging Vattenfalls Betriebsfeuerwehr derart
rücksichtslos vor, dass es mehrfach zu einer erheblichen
Gefährdung für die AktivistInnen kam, ohne dass die Polizei
eingriff.
Geesthacht, 08.08.2007
Vattenfalls Störfälle
Anfang August sollte das AKW Krümmel einen neuen
Transformator bekommen, da der alte ja bekanntlich Ende Juni
abgebrannt war. Ein Schwerlastanhänger
wurde mit einem Reservetrafo des AKW Brunsbüttel beladen, der
von dort auf einen Schwimmponton gehieft wurde, um so über die
Elbe bis nach Geesthacht geschippert zu werden. ROBIN
WOOD-AktivistInnen blockierten den Transport gleich zweimal: Als das
Schiff am Abend des 8. August die Schleuse Geesthacht erreichte,
seilten sich fünf AktivistInnen von einer Brücke über
die Einfahrten ab. Bis in den frühen Morgen ging hier für
den Trafo nichts mehr. Weiter gingen die Aktionen nach dem Abladen
des Stahlkolosses auf der Straße: Über der Transportroute
spannten Kletterer ein Transparent, die Straße selbst wurde mit
einer Sitzblockade dichtgemacht. Dann aber die Mitteilung vom
Einsatzleiter der Polizei: Kein Transport heute, der Tieflader ist
kaputt. Die Polizei zog ab und wir richteten uns direkt neben der
Straße häuslich ein. Am kommenden Tag gelang die gleiche
Aktion noch einmal: Kletterer über der Straße, dieses Mal
wurde die Nacht zum Bau einer Seilbrücke über der Strasse
genutzt, Sitzblockade auf der Straße. Die Polizei reagierte
prompt, bestellt die Drehleiter der Geesthachter Feuerwehr, schnitt
die Kletterer vom Seil und räumte die Blockierer vom Asphalt. So
rollte dann mit mehr als 48 Stunden Verspätung der
500-Tonnen-Koloss auf seine neue Heimat zu.
Hamburg, 19.08.2007
Für Ökostrom: Vattenfall abschalten!
Auch als die
Energieversorgung Hamburgs noch durch die HEW gesichert wurde gab es
sie schon: die Cyclassics, das alljährliche Radrennen durch die
Hamburger Innenstadt. Mit der Übernahme durch Vattenfall hat
sich daran nichts geändert. Für den Konzern ist dieser
Termin eine willkommene Gelegenheit das schlechte Image wider etwas
aufzubessern. Für uns also eine geeignete Möglichkeit
wieder einmal darauf hinzuweisen, dass Vattenfall unverantwortlich
handelt und es Alternativen zum dreckigen Kohle- und Atomstrom gibt.
Ein Transparent an einem Baugerüst an der Radrennstrecke wies
auf die Möglichkeit des Stromanbieterwechsels hin und auf einem
weiteren Transparent direkt über der Vattenfall-Bühne vor
deren Kundenzentrum forderten die AktivistInnen die Abschaltung
Vattenfalls.
Schwanewede, 13.09.2007
Beitrag zum Klimaschutz - Hefte aus Recyclingpapier
Wie
hängt der eigene Papierkonsum und mit dem Klima zusammen? Welche
sozialen und ökologischen Folgen hat die Abholzung des
Regenwaldes? Wie kann man selber Wälder schützen? Darüber
informierte ROBIN WOOD die SchülerInnen beim Klimatag der
Waldschule in Schwanewede. 1600 SchülerInnen und 100
LehrerInnen, die an diesem Tag alle mit dem Fahrrad oder zu Fuß
zur Schule kamen, wollen sich weiter mit dem Thema beschäftigen.
Viele Klassen haben persönliche Klimasparpläne aufgestellt.
Recyclingpapier an der Schule benutzen und gehört dazu, ebenso
wie die Auseinandersetzung und Auswahl des richtigen Stromanbieters.
Berlin, 19.09.2007
Gegen den Ausverkauf der Bahn
In
schwindelerregende Höhen wagten sich ROBIN WOOD-Aktive, um gegen
die geplante Privatisierung der Bahn zu protestieren. „Stopp
Bahnverkauf“ hieß es auf dem Transparent, das auf dem 61
Meter hohen Abluftturm des Lehrter Bahnhofs in Berlin direkt unter
dem DB-Logo zu sehen war. Anlass war die erste Lesung des Bundestags
über das Gesetz zu Bahnprivatisierung am 21.September. Das war
schon eine Woche später als geplant, denn die Bundesregierung
wollte das Gesetz eigentlich per Eilverfahren klammheimlich durch den
Bundestag bringen. Daraus wurde nichts! Und damit war die Aktion ein
voller Erfolg. Denn unmittelbar nach der ersten Lesung bestätigten
sich die Gerüchte, dass dem Privatisierungsgesetz nun doch ein
Tauziehen bevorsteht und wir es zumindest für dieses Jahr
verhindert haben. Ein wichtiger Etappensieg für unsere Kampagne
gegen den Verkauf der Bahn!
Hamburg, 19.7.2007
Vattenfall: Tanz auf dem Vulkan
Nach den Störfällen in den von Vattenfall betriebenen
Atommeilern Brünsbüttel und Krümmel reist die Ketten
von Pannen und Skandalen nicht mehr ab. Seitdem ist deutlich
geworden, dass es in den beiden Atomkraftwerken gleich serienmäßig
Sicherheitsprobleme gibt, dass Vattenfall diese Probleme verheimlicht
und zu vertuschen versucht hat und dass auch die zuständige
Atomaufsichtsbehörde in Kiel ein echtes Sicherheitsproblem
darstellt. Jahrelang hat diese Behörde fehlende
Sicherheitsnachweise und ausbleibende Nachrüstungen geduldet und
den Betrieb des AKW Brunsbüttel weiter zugelassen. ROBIN WOOD
fordert „Abschalten!“ beim Vattenfall-Kundenzentrum in
der Mönckebergstraße.
Berlin, 24. 07. 2007
Poker um unsere Bahn
Bevor das Bundeskabinett den von Verkehrsminister Tiefensee vorgelegten
Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der bundeseigenen Bahn billigte,
passierten die Mitglieder eine Performance vor dem Kanzleramt.
Pokergesichter aus Pappe mit den Konterfeis von Kanzlerin Merkel,
Tiefensee und Bahnchef Mehdorn hatten sich Aktivistinnen vom Bündnis
„Bahn für alle“ überzogen. So maskiert saßen
sie um einen Pokertisch vor dem Kanzleramt und verzockten symbolisch
die Bahn. Die Karten waren gezinkt, und so landeten alle Geldsäcke
aus der Staatskasse beim Bahnchef, der sie an die hinter ihm
stehenden Investor-Masken weiterreichte. Dazu skandierte ein Chor in
Brecht´scher Manier Parolen gegen die Bahnprivatisierung. Das
Medieninteresse war groß, in den Abendnachrichten sahen wir uns
wieder. Das größte Privatisierungsvorhaben der Bundesregierung kommt
nun in Bundesrat und –tag. Bei den Ländern und in der
SPD-Fraktion bröckelt die Zustimmung jedoch und nun heißt
es für unser Bündnis vor allem ein parlamentarisches
Schnellverfahren, mit dem die Widersacher überrumpelt werden
sollen, zu verhindern.
Berlin, 21.6.2007
Bäume am Landwehrkanal retten!
"Schützen statt fällen! Kampf um jeden Baum!"
forderte ROBIN WOOD auf einem Transparent quer über den
Landwehrkanal. Unter dem Banner gingen mehrere AktivistInnen baden.
Sie protestieren mit der Aktion dagegen, dass entlang des
Landwehrkanals bis zu 200 Bäume gefällt werden sollten,
weil sie - nach Ansicht des zuständigen Wasser- und
Schifffahrtsamtes Berlin - wegen unterspülter Uferbefestigungen
ins Wasser zu stürzen drohen. AnwohnerInnen sammelten bereits
über 10.000 Unterschriften gegen die geplante Zerstörung
ihres Naherholungsgebietes mitten in der Stadt.
Köln, Hamburg, 17. 06. 2007
Mobil ohne Auto
In Köln fanden die FahrerInnen besonders
klimaschädlicher Autos einen „Strafzettel“ des „Amts
für notwendige Verkehrserziehung“ an der
Windschutzscheibe. Das Amt gab ihnen darin wichtige Denkanstöße
zum hohen Kohlendioxid-Ausstoß und zur besonderen
Gefährlichkeit ihrer Karossen. In Hamburg nahmen ROBIN
WOOD-Aktive an der Fahrradsternfahrt mit mehreren Zehntausend
RadfahrerInnen teil. Mit dieser großen Demonstration unter dem
Motto „Mehr Fahrräder – weniger Autos -Klima
retten!“ wandten sich die RadlerInnen gegen die
klimaschädliche, autofixierte Verkehrspolitik.
Heiligendamm, 30. 05. 2007
G8-Gipfel
An den Protesten gegen den G8-Gipfel haben sich ROBIN
WOOD-AktivistInnen an vielen Stellen beteiligt. So waren am 30. Mai
vier AktivistInnen von ROBIN WOOD in Bad Doberan und Hinter Bollhagen
auf Bäume geklettert und hatten Transparente quer über die
Straße gehängt, um so gegen die weiträumigen
Demonstrationsverbote durch die Polizei zu protestieren. Im Rostocker
Stadthafen waren ROBIN WOODlerInnen auf Verladekräne geklettert
und hatten dort ein großes Banner mit der Aufschrift "Gebt
8 auf das Klima!" befestigt. Fortschritte für
den Klimaschutz hat der Gipfel aus Sicht von ROBIN WOOD nicht
erreicht, konkrete Ziele für die Reduktion des
Kohledioxid-Ausstoßes wurden nicht vereinbart. Den massenhaften
Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm gelang es aber, die
Glaubwürdigkeit dieser selbst ernannten Weltregierung weiter zu
erschüttern und mit mehr als 10.000 DemonstrantInnen die
Gegenbewegung zu stärken.
Hamburg, Bayreuth, 21.6. und 14.7.2007
Atomkonzernen davonlaufen
Hamburg, 21.06.07: „Laufen gegen Laufzeitverlängerung“ war das Motteo
vonROBIN WOOD beim Hamburger Halbmarathon. Auf Fahnen und mit
Flugblättern fürs Publikum forderten die sportlichen
AktivistInnen die HamburgerInnen dazu auf, Vattenfall in Scharen
davonzulaufen und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.
Bayreuth, 14.07.07: Pünklich zum Bayreuther Umwelttag warb RobinWood auf
Plakatwänden und mit Straßenbildern
für den Wechsel zu Ökostrom-Anbietern. Glück hatten
die Aktiven mit dem trockenen Wetter: Die Notausgang-Männchen
aus Straßenkreide, die in der Nacht rund um das Gebäude
der E-on Bayern AG auf die Straße gemalt wurden, konnten von
den Bayreuthern am Morgen des Umwelttags bewundert werden. Weniger
Glück hatten die Straßenmaler mit einer Streife der
Polizei: Die Beamten, durch Grafitti-Probleme sensibilisiert,
konfiszierten die Kreiden, um weitere „Schmierereien“ zu
verhindern.
Bremen, 4. 5. 2007
Das Meer braucht (Natur)Schutz
Hochrangige Politiker wie Bundeskanzlerin Merkel und
EU-Kommissionspräsident Barroso diskutierten auf einer Konferenz
der EU-Kommission und des Bundesverkehrsministeriums den Entwurf
eines Grünbuchs, das die zukünftige EU-Meerespolitik regeln
soll. ROBIN WOOD forderte vor dem Bremer Rathaus eine grundlegende
Neuausrichtung des Grünbuchs, weil der Naturschutz in der
jetzigen Version viel zu kurz kommt: "Eure Chance das Meer zu retten! Das Meer braucht
(Natur)Schutz".
Hamburg, Bremen, 11.5. und 30.5.2007
Kohle killt Klima
Hamburg,
11.05.07: ROBIN WOOD demonstrierte vor der Vattenfall-Zentrale in der
City Nord in Hamburg gegen den geplanten Bau eines neuen
Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg. Das geplante
Vattenfall-Großkraftwerk würde jährlich mehr als acht
Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid ausstoßen.
Dies entspräche mehr als dem Doppelten des gesamten
Straßenverkehrs in Hamburg: www.kohle-killt-klima.de
Bremen, 30.05.07: ROBIN WOOD hat sich mit den Bremer Umweltorganisationen zum „Bündnis
für Klimaschutz“ zusammengeschlossen, um mit Aktionen und
gemeinsamen Kampagnen gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks in
Bremen-Mittelsbüren vorzugehen. Das von der swb geplante
Kohlekraftwerk würde zusätzlich fünf Millionen Tonnen
Kohlendioxid im Jahr in die Luft schicken und so viel ungenutzte
Abwärme freisetzen, dass damit ganz Bremen geheizt werden
könnte.
BürgerInnen, die die Klimakiller-Politik von swb und Vattenfall nicht mitmachen
wollen, haben eine einfache und effektive Methode, dies den Konzernen
deutlich zu machen: durch den Wechsel zu einem Ökostrom
Anbieter.
Hamburg, 02. 04. 2007
Ausstellung Papierwende
Was hat unser Papierverbrauch mit der Umwelt zu tun? Wie viel Holz braucht man, um einen Klassensatz Schulhefte herzustellen? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Wanderausstellung "Papierwende" von ARA e.V. beantwortet, die ROBIN WOOD vom 2. bis 20. April in Hamburg für SchülerInnen präsentierte. Dort konnten sie Schulhefte gegen Holz aufwiegen, Papierfasern unter dem Mikroskop betrachten und sich rund um das Thema Holz und Papier gründlich informieren.
Berlin, 29. 03. 2007
Bahn für alle
Das Bündnis "Bahn für alle" hat die Bahnbilanz von Bahnchef Hartmut Mehdorn scharf kritisiert und eine Gegenbilanz aufgemacht. Diese belegt, dass die Gewinne auf Kosten der SteuerzahlerInnen, Bahn-Beschäftigten und des Klimaschutzes eingefahren wurden. In Vorbereitung auf den Gang an die Börse sind Strecken stillgelegt, das Schienennetz vernachlässigt und Arbeitspätze abgebaut und Schulden angehäuft worden. Aus Protest gegen den Privatisierungskurs der Bahn demonstrierten AktivistInnen von Attac, Verdi und ROBIN WOOD am Potsdamer Platz, wo Mehdorn seine Bilanz der Presse präsentierte.
Hamburg, 06. 03. 2007
AKW Brunsbüttel sofort stilllegen
ROBIN WOOD-AktivistInnen stiegen Vattenfall aufs Dach, um gegen den Antrag des Energiekonzerns zu protestieren, den maroden Atommeiler Brunsbüttel länger als vorgesehen am Netz zu lassen. Der längst überfällige Atomausstieg würde damit in noch weitere Ferne rücken. Für die KundInnen von Vattenfall verteilten die Aktiven Flyer, in denen für den einfachen Umstieg auf einen Ökostromanbieter geworben wird.
Mannheim, 27. 02. 2007
Klimakiller Kohle
Die Großkraftwerk Mannheim AG plant den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks. Dort gibt es bereits ein großes Kohlekraftwerk, das Strom und Fernwärme liefert. Ein bündnis aus acht lokalen Umweltgruppen, darunter ROBIN WOOD Rhein-Neckar, startete eine Kampagen für eine regenerative Energieversorgung der Region ohne ein neues Kohlekraftwerk. Auftakt war eine gemeinsame Aktion während einer Gemeinderatssitzung vor dem Mannheimer Stadthaus.
Insgesamt wollen die Energiekonzerne in Deutschland mindestens 28 neue Kohlekraftwerke bauen - eine Katastrophe für das Klima!
Frankfurt, 24. 01. 2007
Papier-Konsum killt Wälder
Bei der internationalen Messe Paperworld warnte ROBIN WOOD vor den Folgen des viel zu hohen Papierkonsums in den Industrieländern. Weltweit werden 338 Milliarden Tonnen Papier jährlich verbraucht, jeder zweite von der Holzindustrie eingeschlagene Baum landet in der Papierproduktion. Vor der Messe spannten die AktivistInnenein großes Transparent auf: "We have a dream: Paperworld 100% recycled". ROBIN WOOD fordert einen sparsamen Umgang mit Papier und den konsequenten Umstieg auf Recyclingpapier.
Lüneburg, 4. 1. 2007
Baumbesetzung aus Protest gegen Straßenausbau
In der Nacht zum 4. Januar kletterten UmweltschützerInnen
von ROBIN WOOD in die Bäume an der Reichenbachbrücke in Lüneburg. Sie brachten
ein Transparent mit der Aufschrift Lüneburg: AUTO-ritäre Stadt Kopf
benützen, Bäume schützen, Bäume nützen an.
Die Bäume sollen dem Ausbau der Straße vom Schifferwall bis
zur Reichenbachbrücke auf vier Spuren und 21 Metern Breite am Rande der
Altstadt weichen. Trotz zahlreicher Alternativen, die von den Umweltverbänden
und vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) vorgeschlagen wurden, hält die
Stadt Lüneburg an dieser städtebaulichen und verkehrspolitischen Katastrophe
fest. Die Verkehrsbelastung ist bereits jetzt an der Grenze des Zumutbaren, alte
denkmalgeschützte Häuser weisen armdicke Risse auf. Den BaumbesetzerInnen ging
es um mehr als eine Eiche und eine Buche. Sie wollten ein klares Zeichen gegen
die verfehlte Verkehrspolitik der Stadt Lüneburg setzen.
12 Tage und Nächte harrten die UmweltschützerInnen in den
über 100 Jahre alten Bäumen aus und wurden von PassantInnen mit Nahrungsmitteln
und Material versorgt. Am 13. Januar behauptete ein Sprecher der Stadt noch, dass mit der Fällung der Bäume noch
"Wochen und Monate" gewartet werden könne. Zwei Tage später rückten
am frühen Montagnachmittag dann schwarz vermummte Kletter- und
Räumungs-Spezialkräfte der Polizei aus Hannover an und holten die beiden
Männer, die auf den Bäumen saßen, mithilfe einer Hebebühne und eigener
Kletterausrüstung herunter. Dabei gingen die Polizisten grob und
verantwortungslos vor. Während der Räumung in über zehn Metern Höhe
missachteten sie Kletterstandards und gefährdeten ihre eigene Sicherheit und
die der Aktivisten, indem sie Sicherungsseile durchtrennten.
Obwohl die Polizei
das Gelände um die besetzten Bäume weiträumig abgesperrt hatte, beobachteten
zahlreiche AnwohnerInnen und PassantInnen das Vorgehen der Polizei. Etliche
machten ihrem Unmut Luft, dass ein so großes Polizeiaufgebot geschickt wurde,
um zwei friedliche Demonstranten aus den Bäumen zu holen. Unmittelbar nach der Räumung wurde die alte
Eiche gefällt.
Rüdnitz, 2. 1. 2007
Baumbesetzung gegen Alleenrodung
Aus Protest gegen die geplante Rodung einer der schönsten
und weitgehend intakten Ahornallee im Land Brandenburg besetzten ROBIN
WOOD-Aktivistinnen gemeinsam mit der Grünen Liga Brandenburg um sechs Uhr früh
vier Alleebäume an der Danewitzer Straße in Rüdnitz nordöstlich von Berlin. Sie
forderten den Erhalt der über 700 vitalen Alleebäume und setzten damit die
Aktion der Forstwirtin Katharina Tomaschek fort, die bereits am 12. Dezember
der Bäume besetzt hatte. Die AktivistInnen spannten ein Transparent über die
Straße, auf dem sie mahnten: Bäume sind Leben Die Allee muss bleiben!
Die 726 Ahornbäume an der knapp fünf Kilometer langen
Kreisstraße K 6005 sollen weichen, weil der Landkreis Barnim diese
Straßenverbindung zwischen Rüdnitz, Danewitz und der Landesstraße L 29 auf 5,50
Meter verbreitern will. Rund 2,5 Millionen Euro, mehrheitlich EU-Fördergelder,
sollen für diese vergleichsweise gering frequentierte Straße ohne Rücksicht auf
bestehende Naturschutzgesetze verbaut werden. Dabei gibt es kostengünstigere
Alternativen für die Sanierung der Straße bei gleichzeitigem Erhalt der Bäume.
Ein entsprechendes Gutachten eines renommierten Planungsbüros liegt dem Kreis
seit mehr als sechs Wochen vor.
Am frühen Nachmittag beendeten die Einsatzkräfte von Polizei
und Feuerwehr die Aktion und erzwangen den Abstieg der BaumbesetzerInnen.
Über 1200 Bürgerinnen und Bürger aus der Region forderten
die Kreisverwaltung Barnim in einer Unterschriftenaktion auf, einen Ausbau der
K 6005 zu realisieren, bei dem alle 726 Alleebäume erhalten bleiben. Insgesamt
votierten 82 Prozent der Befragten für den Erhalt der Allee.
Das Brandenburger Landesumweltamt hatte sich gegen die Fällung ausgesprochen, die
endgültige Entscheidung aber an den Kreis delegiert, der die Bäume aus dem Weg
räumen lassen will. Das Gericht in Frankfurt (Oder) stellte drei Wochen nach
der Alleebesetzung fest, dass erst mal nicht gefällt werden dürfe, da doch das
Landesumweltamt zuständig sei...
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