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„Die nächste Krise? Die Katastrophe nach Corona“

Neues ROBIN WOOD-Video ermutigt zum Handeln für den Schutz unseres Planeten

17. April 2021
Umweltschutz selber machen
Energie
Mobilität
Wald
Tropenwald
Wald und Tierproduktion
Felix Bergemann
Journalismusstudent
Ute Greiser
Öffentlichkeitsarbeit
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Die Klimakrise wartet nicht. Auch nicht, wenn eine Pandemie die Gesellschaft lahmlegt und augenscheinlich die volle Konzentration der Politik erfordert. 

Auch während der Corona-Krise muss konsequenter Klimaschutz betrieben werden. Mit einer gelungenen Mischung aus ernsten Worten und phantasievollen Animationen veranschaulicht ein neues ROBIN WOOD-Video, dass die Pandemie nur ein Vorgeschmack auf die Klimakatastrophe sein könnte – wenn wir nicht schnell gegensteuern.

Die volle öffentliche Aufmerksamkeit gilt derzeit der Corona-Krise. Die Klimakrise gerät dadurch – trotz ihrer dramatischen Folgen – mehr und mehr aus den Schlagzeilen. (Gelder, die zur Eindämmung des Klimawandels vorgesehen waren, werden gekürzt.) 

Dabei hängen Umwelt- und Klimaschutz eng mit der Prävention von Infektionskrankheiten zusammen:
Stetiges Abholzen von Wäldern und die damit verbundene Zerstörung von Lebensräumen begünstigt die Ausbreitung von Epidemien. Wenn sich der Lebensraum von Tieren durch Rodung verkleinert und mehr Arten auf kleinerem Raum leben, breiten sich Infektionskrankheiten schneller unter den Tieren aus. Und wenn Menschen dann weiter in diesen Lebensraum eingreifen oder Tiere sich in menschlichem Umfeld ansiedeln, steigt dieses Infektionsrisiko auch für Menschen in dieser Region. 

Ein Beispiel: Nachdem ein Waldgebiet im brasilianischen Teil des Amazonas um vier Prozent reduziert wurde, stellte eine Studie dort innerhalb von drei Jahren eine Steigerung des Malaria-Risikos um 50 Prozent fest.

Wälder sind außerdem wichtige Luftfilter. Es gibt viele Studien, die den Zusammenhang zwischen einer hohen Feinstaubkonzentration und erhöhten Zahlen von Corona-Infektionen untersuchen. Sie liefern Hinweise darauf, dass das Virus auf Feinstaubpartikeln länger überleben und weiter reisen kann. (Mehr)

Fakt ist, dass hohe Feinstaubbelastung generell schädlich für den Menschen ist und jährlich Zigtausende vorzeitige Todesopfer verursacht, was eigentlich als Grund genügen sollte, um ihr entgegenzuwirken. 

Aber auch um künftig Pandemien zu verhindern, müssen Rolitik und Wirtschaft schleunigst wirksamen Waldnaturschutz sowie umwelt- und klimafreundliche Mobilität und Energieerzeugung vorantreiben.

Trotzdem liegt der Schwerpunkt der Politik zur Zeit fast ausschließlich auf kurzsichtigen Änderungen und nicht auf langfristiger Prävention, wo er eigentlich liegen sollte und zu der auch der Schutz des Klimas zählt. Vor allem, weil durch die Corona-Pandemie bereits bestehende soziale Ungleichheiten noch einmal verstärkt werden und die, die sozial am schwächsten sind, als erstes von den Folgen des Klimawandels getroffen werden.

Wir müssen verstärkt der Politik auf die Füße treten, damit sie aufhört, Corona-Hilfen in Milliarden-Höhe in klimaschädigende Konzerne zu pumpen, ohne dies an soziale und ökologische Bedingungen zu koppeln. Eine Mobilitätswende muss genauso her wie ein zügiger Umstieg auf Erneuerbare Energien. Ur-, Natur- und Tropenwälder müssen wirksam geschützt werden. System change not climate change!