Atomtransporte im Norden: Ereignisreiche Woche

25. September 2016
Energie
Robin Wood
Cecile Lecomte
Robin Wood Hamburg/Lüneburg
Blog

Aktivist*innen der Hamburger Kampagne gegen Atomtransporte haben eine ereignisreiche Woche hinter sich.
Los ging es am vergangenen Sonntag mit dem Stadtfest in Buchholz i.d.N. Auf der Bio-Oase verteilte der Runde Tisch für Natur- Umwelt- und Tierschutz Informationen über Atomtransporte. ROBIN WOOD war mit einem Infostand und Schnupperklettern für Großen und Kleinen dabei.
Am Mittwoch 21.9. folgte dann eine gut besuchte Lesung gegen Atomtransporte in der Stadtbücherei. Ein Aktivist erzählte über Aktivitäten im Rahmen der Kampagne gegen Atomtransporte und über die Kletteraktion von vergangenem April gegen einen Uranzug am Buchholzer Bahnhof ( Zum Bericht).
Anschließend lass Autorin und ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte Kurzgeschichten über Aktionen gegen Atomtransporte aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter“ und beantwortete die Fragen aus dem Publikum.
Passend zu dem Thema wurde am Donnerstag 22.9. die Abfahrt eines Urantransportes aus dem Hamburger Hafen durch Aktivist*innen beobachtet und dokumentiert.

Das Uran kam mit dem MACS Schiff „Bright Horizon“ nach Hamburg und wurde im Hafen am Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg umgeschlagen. Die 3 Container  Uranerzkonzentrat (Yellow Cake, Rohstoff zur Fertigung von Brennelementen) wurden anschließend auf einem Zug geladen. Die Abfahrt aus Hamburg Süd erfolgte um 17:20 Uhr.
Der Zug fuhr weiter nach Maschen. Von dort startete er am 23.09. um 00:35 Uhr Richtung Frankreich – geladen hatte der Zug wie so oft eine gefährliche Mischung aus Gefahrgut (Die radioaktive Fracht und dann die Gefahrenzahl 33 für leicht entzündbaren flüssigen Stoff (Flammpunkt unter 23 °C) und 239 für  brennbares Gas, das spontan zu heftiger Reaktion führen kann).

In Buchholz fuhr er um 00:59 Uhr durch. Der Zug wurde dann am 23.9. Nachmittags in Hagen-Vorhalle beobachtet. Von dort fuhr er um 17:45 Uhr weiter Richtung Köln. Von dort startete der Zug am 24.9. um 4:42 Uhr morgens. Die  Weiterfahrt erfolgte über Bonn, Koblenz, Nittel bei Trier (Durchfahrt 6:36 Uhr am 24.9.), Trier, Woippy, Dijon, Valence und Montpellier.
Die radioaktive Fracht ist für die Uranfabrik in Narbonne Malvési bestimmt. Die Transporte von Uranerzkonzentrat stehen am Anfang der Atomspirale in Europa. Ohne diese Transporte, kein Brennstoff für die AKW! Darum kämpfen Aktivist*innen gegen diese Transporte!

Schnupperklettern mit ROBIN WOOD in Buchholz am 18.9.2016
Runder Tisch für Natur- Umwelt- und Tierschutz