Klare Absage gegenüber Klima-Terrorismus

Durch Braunkohleverstromung

23. Februar 2016
Energie
Philip Bedall
Fachreferent Energie
Blog

Da hatte der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle e.V.“ am 19. Februar ein Statement zur Zukunft der Kohleförderung gepostet, das es sogar auf die Online-Plattform „Niederlausitz aktuell“ schaffte (vgl. hier). Doch irgendwie war der Fehlerteufel reingeraten.
Wir helfen deshalb und versuchen es an dieser Stelle erneut, wobei wir den Original-Text als Vorlage nehmen und an den fehlerhaften Stellen korrigieren. Denn wo der Verein recht hat: Es gibt sie die „radikalisierten Mitglieder“ einer Gruppe, die „die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden“, „gegen privates Eigentum vorgehen“ und „Erdlöcher“ graben.

„Vor dem Hintergrund aktueller Aktionen der Klima-Terroristen der radikalisierten, angeblich der Lausitz verbundenen Gruppe „Pro-Lausitzer-Braunkohle“ versichert Philip Bedall von Robin Wood e.V. den von der Folgen der Braunkohleförderung und Verstromung betroffenen Solidarität und Unterstützung zu. „Aus Perspektive der Klimagerechtigkeit müssen wir jeden Bieter für die Vattenfall-Braunkohlesparte ablehnen, der dort die Braunkohleförderung weiter vorantreiben will. Wer sich für einen Wandel hin zu einer nachhaltigen Lausitz der „erneuerbaren Energien“ einsetzt – mit vielfältigen Effekten für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben – der kann sich auf die Unterstützung der klimabewegten Menschen weltweit verlassen. Wer die kurz- und langfristig sozial und ökologisch desaströsen Folgen der Braunkohle zur Kenntnis nimmt – seien sie lokal, regional oder global – und dennoch an ihr festhält, muss auf seinen Verstand befragt werden, mindestens aber sich seiner Mitmenschlichkeit vergewissern“, so Bedall, Energiereferent bei Robin Wood e.V.

 

Eine klare Absage erteilt er an die radikalisierten Mitglieder der vermeintlichen Unterstützergruppe der Region, der Gruppe „Pro Lausitz e.V.“. Auch dazu hat er eine klare Meinung: „Wer aufgrund von Profitinteressen die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährdet, wer für Propaganda immense Sachschäden in Kauf nimmt (seien es die Zerstörungen durch Umsiedlungen, durch die Tagebaue und zukünftig infolge der Klimakatastrophe), die private Körperschaften oder die gesamte Öffentlichkeit betreffen, der bewegt sich außerhalb unseres Verständnisses von Gerechtigkeit. Genau diese Eigenschaften kennzeichnen die Braunkohlekonzerne, die meines Erachtens klar als Klima-Terroristen zu bezeichnen sind, wie bereits ihre unzähligen Klimaverbrechen in der Lausitz und im Rheinland gezeigt haben. Wir erteilen dieser Gewalt eine klare Absage. Man kann verschiedener Meinung sein, muss Argumente aber im Rahmen unserer demokratischen Regeln austauschen und auch in prekären Debatten fair miteinander umgehen können.“

Unverständnis zeigt er für eine Berichterstattung, in der die Aktivitäten dieser vermeintlichen „pro Lausitzer“ Gruppe als „sozial gerecht“ und für die positive zukünftige Entwicklung der Region als „alternativlos“ gewertet werden. Wer inmitten unserer Demokratie mit Baggern gegen privates Eigentum vorgeht, die Gesundheit und das Leben Anderer gefährdet und immense Erdlöcher gräbt – der muss endlich auch als das bezeichnet werden, was er ist: als Klima-Terrorist.

Bedall von Robin Wood e.V. ist darüber hinaus überzeugt, dass sich die Klimabewegung von solchen Gruppen nicht einschüchtern lassen darf. Das Gelingen der Energiewende wird auch in den kommenden Jahrzehnten nur möglich sein, wenn die Bundesrepublik aus der Kohlekraft aussteigt. Die Klimabewegung und Robin Wood wird ihren wichtigen Beitrag dazu leisten – für die Zukunft der Erde und die der Region!