Verstrahlt in alle Ewigkeit

Atomkonzerne stehlen sich aus ihrer Verantwortung für Atommüll

02. August 2017
Energie
Cécile Lecomte
ROBIN WOOD Hamburg/Lüneburg
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Protest gegen CASTOR-Transport auf dem Neckar: Abseilaktion an der Straßenbrücke in Bad Wimpfen, 28.6.2017
Tim Christensen / ROBIN WOOD
Blog

Das ist jetzt offiziell. Die Gesellschaft für Zwischenlagerung ist seit dem 1. August 2017 im Bundesbesitz und die Entsorgung des Atommülls in staatlichen Händen. Die Atomkonzerne kaufen sich für billige 24 Milliarden Euro frei und geben die Verantwortung für den Müll ab. Das ist der neue Entsorgungsnachweis... obwohl die Atomkraft nach wie vor mit einem Flugzeug ohne Landebahn zu vergleichen ist. Wo der Müll hin kommen soll ist nicht geklärt, eine sichere Lösung gibt es nicht.

Das ZDF (Planet e) hat am 30.7.2017 eine Dokumentation mit der Überschrift "verstrahlt in alle Ewigkeit" ausgestrahlt. Es geht um Atommüll und die Suche nach einem Endlager. Darin kommen die Neckar-Castoren vor, ein guter Beleg für die sinnlose gefährliche Verschiebung von Atommüll. Die ROBIN WOOD-Abseilaktion vom 28. Juni 2017 in Bad Wimpfen vor dem ersten Neckar-Castor ist darin gut dokumentiert.

Ein Sprecher von EnBW kommt in dem Beitrag zu Wort und darin sieht man: die Atomlobby ist happy darüber, dass sie die Verantwortung für das Problem Atommüll für einen Bruchteil dessen, was die Entsorgung letztlich die Allgemeinheit kosten wird, an den Staat übergeben hat. Gewinne werden privatisiert und Kosten vergesellschaftet. Die schmutzigen Tricks der Atomkonzerne und der Politik gehen weiter.