Nadelbaum mit Zapfen

O Tannenbaum, wie grün bist du?

ROBIN WOOD informiert über Öko-Weihnachtsbäume und gibt Tipps zu Siegeln und Einkauf

17. November 2022
Umweltschutz selber machen
Wald
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Die meisten Weihnachtsbäume stammen aus Plantagen, nicht aus Wäldern.
ROBIN WOOD / Rudolf Fenner
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In Öko-Weihnachtsbaumkulturen kommen - statt Pestiziden - Schafe zum Einsatz
ROBIN WOOD / Rudolf Fenner
Pressemitteilung

Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. Rund 90 Prozent aller Familien mit Kindern im Haushalt stellen einen Weihnachtsbaum zuhause auf. ROBIN WOOD weist darauf hin, dass die meisten der etwa 28 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, insbesondere Insekten. Dabei geht es auch anders. Im Internet unter www.robinwood.de/weihnachtsbäume informiert die Umweltorganisation auch in diesem Jahr wieder aktuell über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauftipps.

„Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird“, empfiehlt Rudolf Fenner von ROBIN WOOD. „Das schont vor allem die Umwelt und schließt eine – wenn auch geringe, so doch unnötige – Belastung durch Pestizidreste in den eigenen vier Wänden aus.“

Christbaum-Käufer*innen sollten daher auf Siegel der anerkannt ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe wie Naturland, Bioland, Demeter oder Biokreis sowie auf das Bio-Siegel der Europäischen Union achten. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne den Einsatz von Pestiziden und Mineraldünger herangewachsen. Die gleichen Bedingungen erfüllen auch die Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben (FSC: Forest Stewardship Council).

In den vergangenen Jahren haben das Interesse und auch das Angebot an ökologisch zertifizierten Bäumen zugenommen. Gab es vor acht Jahren bundesweit erstmals mehr als 100 Verkaufsplätze, so sind es inzwischen über 1000. Die Anzahl der Betriebe, die ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume anbauen, hat sich im selben Zeitraum verdoppelt und liegt heute bei über 100. Dennoch ist der Marktanteil an Öko-Weihnachtsbäumen noch immer gering. Er betrug nach einer 2019 von ROBIN WOOD vorgenommenen Erhebung lediglich rund 0,6 Prozent und dürfte heute bei 0,7 Prozent liegen.

Um die Suche nach zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen zu erleichtern, gibt ROBIN WOOD seit über zwanzig Jahren alljährlich eine nach Bundesländern sortierte, ausführliche Liste mit Verkaufsstellen heraus. Ergänzt wird diese Liste durch allgemeine Tipps zum Baum-Einkauf und eine Kurzinformation zu den Siegeln.

Mit jeweils über 200 Verkaufsstellen sind Bayern und Nordrhein-Westfalen die Bundesländer mit dem breitesten Angebot an ökologisch zertifizierten Weihnachtsbäumen, gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 170 Verkaufsstellen.

In manchen Regionen ist es weiterhin schwierig, einen zertifizierten Öko-Christbaum zu finden. Dann bleibt die umweltfreundliche Variante, kein Bäumchen zu kaufen und sich zum Beispiel aus wintergrünen Zweigen ein Weihnachtsgesteck zusammenzustellen. Wenn es in der Nähe einen Forstbetrieb gibt, dann lohnt es, auch dort nach weihnachtlichen Zweigen oder auch Bäumen zu fragen.

Kontakt:

  • Rudolf Fenner, Waldreferat, Tel. 0151 5249 14 14, rudolf.fenner [at] robinwood.de
  • Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 835 95 15, presse [at] robinwood.de