ROBIN WOOD: RWE muss für Schäden durch Kohle und Atom aufkommen

Öffentlich-rechtlicher Fonds für Rückstellungen notwendig

01. Dezember 2015
Energie
Pressemitteilung

Nach dem Energieunternehmen E.on will nun auch RWE den eigenen Konzern aufspalten. ROBIN WOOD-Energieexperte Philip Bedall kritisiert diesen heute veröffentlichten Plan des Managements:

„Die Energiekonzerne verfolgen zurzeit die Strategie, sich durch Auslagerung unprofitabler Unternehmens-Sparten aus der Verantwortung zu stehlen. Das Geschäft der Konzerne mit Kohle und Atom zieht immense Kosten für Klima, Umwelt und Gesundheit nach sich, die RWE auf die Allgemeinheit abwälzen will.

Mit der Unternehmensaufspaltung würde RWE eine Art „bad bank“ schaffen, in die das Unternehmen seinen finanziell riskanten und unprofitablen Geschäftsbereich verlagert, um ihn vom profitablen Geschäftsbereich (Erneuerbare, Netze und Vertrieb) zu trennen. Durch diese Geschäftspolitik steigt die Gefahr einer Insolvenz der unprofitablen Sparte, da finanzielle Risiken nicht mehr durch wirtschaftlich lukrative Unternehmensteile gestützt würden.

RWE handelt nach der Logik: Gewinne privatisieren, Risiken vergesellschaften. Das darf die Politik ihnen nicht durchgehen lassen.

Die Bundesregierung muss insbesondere dafür sorgen, dass die Rückstellungen in Höhe von rund 38 Milliarden Euro, die die Energie-Konzerne für den Rückbau der Atommeiler und die Lagerung des radioaktiven Mülls in ihren Bilanzen vorsehen, auch zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

Auch die Folgeschäden von RWEs Braunkohletagebau im Rheinland verursachen Kosten in Milliardenhöhe, die sichergestellt sein müssen.

ROBIN WOOD fordert die Einrichtung eines öffentlich-rechtlichen Fonds, um diese Rückstellungen zu sichern.“

Für Rückfragen:
Dr. Philip Bedall, Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie(at)robinwood.de

Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de

Verwüstet für die Kohle von RWE - Tagebau Hambach im Rheinland
ROBIN WOOD