Stoppt die Räumung von Lützerath – Klimagerechtigkeit hier und jetzt!

12. Januar 2023
Energie
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Polizeikräfte dringen in den Hof von Bauer Eckardt Heukamp ein, dessen Hof zuvor von RWE zwangsenteignet worden war, 12.01.23
ROBIN WOOD / Moritz Heck
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Ein Großaufgebot der Polizei ist in Lützerath im Einsatz, damit RWE noch mehr Braunkohle aus dem Tagebau Garzweiler fördern und damit Gewinne scheffeln kann
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Polizei rückt in die "Küche für alle" ein
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Klimaaktivist*innen halten die Dächer des Hauses "Paula" und vom "Haus der Unbekannten" besetzt
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Polizeikräfte haben rund 40 Aktivist*innen, die auf dem Weg nach Lützerath waren, auf einem Acker eingekesselt
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Überall im Dorf ist Polizei unterwegs
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Kletteraktivist*innen sind in den Bäumen unterwegs, damit Lützerath nicht für den RWE-Braunkohleabbau geräumt wird
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Unzählige Security-Kräfte schützen den Aufbau eines doppelten Zaunes rund um Lützerath
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Im Einsatz sind auch Pferdestaffeln der Polizei
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Pressemitteilung

ROBIN WOOD fordert die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auf, die Polizeiaktion zur Räumung des Dorfes Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier sofort zu stoppen, dem klimaschädlichen Kohleabbau durch den Energiekonzern RWE Einhalt zu gebieten und für einen zügigen Kohleausstieg zu sorgen, der mit der 1,5°-Grenze vereinbar ist.

Seit gestern räumt ein Großaufgebot der Polizei das Dorf Lützerath, damit RWE die darunter liegende Braunkohle abbauen und verstromen kann. Heute Morgen drangen Polizeikräfte auch in den Hof von Bauer Eckardt Heukamp ein, der nach seiner gescheiterten Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen seine Enteignung durch RWE als letzter Landwirt seinen Hof in Lützerath aufgeben musste. Klimaaktivist*innen verteidigen das Dorf schon seit etwa zwei Jahren gegen die drohende Zerstörung, sie halten dort unter anderem mehrere Dutzend selbstgebaute Stelzen- und Baumhäuser weiterhin besetzt.

„Der Deal der Regierungs-Grünen Robert Habeck und Mona Neubaur mit RWE ist kein Schlussstrich unter der Energiepolitik der Vergangenheit, sondern deren fürchterliche Fortsetzung. Er wird dazu führen, dass RWE die 280 Millionen Tonnen Braunkohle unter Lützerath noch schneller abbaut als geplant. Das führt uns und den Planeten rasant weiter in den Klimakollaps und ist unverantwortlich“, sagt ROBIN WOOD-Campaignerin Dominique Just. „Der Kampf gegen die Klimakrise findet hier und jetzt statt. Klimaschutz lässt sich nicht mehr vertagen. Die Kohle muss im Boden bleiben!“

Besetzte Orte wie Lützerath sind wichtig, weil dort Menschen selbst handeln und wirksam werden, wo Konzerne und Regierungen zum Schutz des Planeten versagen. Es sind darüber hinaus soziale Orte, in den Aktivist*innen sich vernetzen und ein klimagerechtes Miteinander leben. „Die Aktivist*innen, die dort trotz aller Widrigkeiten beharrlich für unsere Zukunft kämpfen, haben unseren vollen Respekt verdient“, sagt ROBIN WOOD-Sprecherin Ute Bertrand. „Wir brauchen eine starke und vielfältige Klimagerechtigkeitsbewegung, damit Klimaschutz auch gegen starke ökonomische Lobby-Interessen durchgesetzt wird. Hohle Erzählungen von ambitionierten Klimazielen und vermeintlich grünem Wachstum gab es schon mehr als genug.“

Für Samstag ruft ein breites Bündnis zur Großdemonstration nach Lützerath auf, zu der sich auch Greta Thunberg angekündigt hat: Das Motto: „Auf nach Lützerath! Gegen die Räumung – für Kohleausstieg & Klimagerechtigkeit“.

Kontakt:

  • Dominique Just, ROBIN WOOD-Campaignerin, Tel. 0151 618 139 42
  • Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 0171 8359515, presse [at] robinwood.de